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Umgang mit Terrorangst: Hinter jeder Ecke lauert das Unheil

AP/ DPA Die Anschläge 2015 in Paris trafen Menschen, die sich besonders lebendig fühlten. Seitdem lauern für die junge Heldin im Roman von Frederika Amalia Finkelstein überall Angst und Zweifel.
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#1 - 23.09.2018, 20:21 von zeichenkette

Vielleicht hilft es manchmal...

wenn man sich bewusst macht, dass weder in "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit" noch in "Einigkeit, Recht und Freiheit" das Wort "Sicherheit" vorkommt. Woran das wohl liegt?

#2 - 23.09.2018, 21:09 von wizzbyte

Um die Dimensionen geradezurücken

Unterhalb der Buchbesprechung findet sich der Link "Wehrmachtsmassaker in Kefallonia: Alles was vor die Mündung kommt, wird umgelegt" Die aktuelle europäische Jugend ist nicht bedauernswert.

#3 - 23.09.2018, 21:54 von Darwins Affe

Einfache Antwort

Zitat von zeichenkette
wenn man sich bewusst macht, dass weder in "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit" noch in "Einigkeit, Recht und Freiheit" das Wort "Sicherheit" vorkommt. Woran das wohl liegt?
Weil früher keiner sich vorstellen konnte, dass der Staat seine schiere Daseinsberechtigung --- die äussere und innere Sicherheit --- nicht mehr gewährleisten wollte.

#4 - 23.09.2018, 22:10 von hildesheimer2

darf man das ?

Natürlich darf Kunst und Literatur alles. Es entsteht jedoch der Eindruck, dass die Schilderung derartiger Ereignisse aufgrund ihrer Radikalität die Normalität der allgemeinen Realität zu stark in Frage stellen. Sollten wir uns besser nicht erinnern oder derartige Geschehnisse nicht lieber "realitivieren" bzw. weniger drastisch darstellen ?

#5 - 23.09.2018, 22:19 von berther

Angstmacherei

Und was soll diese Angstmacherei?
Die Chance, von einem Terroristen verletzt oder getötet zu werden ist wesentlich geringer, als zweimal hintereinander sechs Richtige im Lotto zu haben.
Kurz gesagt: verschwindend gering!

#6 - 24.09.2018, 19:51 von kumi-ori

Mir ist das zu reißerisch, auch wenn ein Massaker sicher ein dankbares Sujet für einen Roman hergibt. Mein Mitgefühl gehört den Toten und ihren Familien, aber ich mag diese Klassifizierung der Opfer nicht. Wenn ein Familienvater mit dem Zug von Bad Aibling zur Arbeit fährt und dann zerquetscht wird, weil der Bahnbeamte anstatt auf die langweiligen Signale zu achten lieber mit dem Handy spielt, dann war dieser Mensch nicht weniger "lebensbejaend" als der Student, der auf einer Party erschossen wird, weil irgendein religiöser Wichtigtuer ein bisschen Pep in sein verpfuschtes Leben bringen möchte. Und wenn er nicht anderes tut, als jeden Abend mit seinem Bier vor der Sportschau zu sitzen, so ist sein Tod dennoch genauso erschütternd.