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Umstrittenes Kulturgutschutzgesetz: Die neue Beruhigungsformel

DPA Das Kulturgutschutzgesetz der Bundesregierung hat die Kunstszene in Aufruhr versetzt - jetzt hat Kulturstaatsministerin Grütters einen entschärften Entwurf zur Novellierung vorgelegt. Ihr Ziel gibt sie dennoch nicht auf.
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#1 - 15.09.2015, 16:53 von glasperlenspieler

Kommunismus in Reinkultur

Der Gesetzesentwurf ist nicht nur kleinkariert, er ist ein Fiasko und dürfte einer verfassungsrechtlichen Überprüfung nicht standhalten.

#2 - 15.09.2015, 17:53 von crunchy_frog

Ich bin ja nun wirklich weit davon entfernt mir eines dieser Werke, um die es geht leisten zu können. Aber dass man Menschen, die es können, vorschreiben will, wie und an wen sie es verkaufen dürfen, ist einer demokratischen Gesellschaft nicht würdig, schon gar nicht innerhalb einer globalisierten Welt.

Zumal mit dieser Defacto-Enteigung kaum noch jemand Kunstwerke nach Deutschland einführen wird, wenn es davon ausgehen muss, dass er dann keine uneingeschränken Verfügungsrechte über sein Eigentum mehr hat.

#3 - 15.09.2015, 21:33 von histo4535

Absolut dafür

Im Grunde war die Ursprungsfassung die als Gesetzt gedacht war gut und nur eine Anpassung an europäisches Recht. Es ist wichtig dass Kulturgüter eben nicht einfach bei privaten "Sammlern" verschwinden. Es wird schon genug Schindluder getrieben mit Dokumenten und Akten in irgendwelcher Auktionshäuser die eigentlich in den Besitz eines Archives gehören und nicht in private Hände. Nur dort sind sie der Forschung und Allgemeinheit zugänglich. Der Schutz von Kulturgütern ist keine Enteignung, sondern nur eine Maßnahme damit Werke der Kulturgeschichte, die in diesem Fall Deutschland repräsentieren, nicht verschwinden.