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Von oben nach unten: Runter kommt man immer

DPA Ein zukünftiger CDU-Minister, der Armut verharmlost. Ein prominenter SPD-Abgeordneter, der sich über den IQ von AfD-Wählern lustig macht. Nach unten treten ist unter Politikern gerade sehr in Mode.
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#90 - 14.03.2018, 08:39 von akiiii

Ich bin positiv schockiert! Frau Stokowski kann doch Journalismus! Bisher dachte ich, sie könnte nur Populismus und kindisches Männerbashing. Weiter so!

#91 - 14.03.2018, 09:05 von Dark Agenda

Übliches Politikergerede

Das mit Spahn ist nur Profilierung für gewisse Wählergruppen. Das haben wir von Zeit zur Zeit wie in der Diskussion um künstliche Gelenke. Bei der AfD Stimmen abzufischen ist unappetitlich aber eventuell politisch nützlich.
Richtig ist aber dass die geschröpfte arbeitende Unter und Mittelschicht nicht für alle Sozialausgaben herhalten kann. Hier müssen auch mal die Profiteure der Armut und Geldverteilung herhalten und zur Kasse gebeten werden z.B. durch Robotersteuer, Steuer auf Kapitalerträge wie Spekulation oder so etwas.
Das eigentliche Problem ist, dass das Kapital in andere Länder flüchten kann sobald man es besteuert und hier niemals alle Länder an einem Strang ziehen werden.

#92 - 14.03.2018, 09:13 von happyrocker

Seitdem die ehemalige Arbeiterpartei

SPD sich dazu entschlossen hat, Politik nur noch für Großkonzerne, Aktieninhaber und Erben großer Vermögen zu machen, fiel das politische Feindbild CDU / FDP ja nun weg - die waren rechts überholt. Flugs wurde ein neues gefunden: Die angeblich faulen Hartzer, denen man mit deftigen Sanktionen auch noch den miesesten, unterbezahltesten Arbeitsplatz aufdrücken konnte. Ein weiteres Fest für die Wirtschaft, konnte man sich die sowieso schon unterirdischen Löhne jetzt auch noch vom Staat subventionieren lassen, indem man Vollzeitarbeitnehmer noch zum "Aufstocken" zum Amt schickte. Die Solidargemeinschaft erodiert seitdem, zunehmende Verrohung der ganzen Gesellschaft - ob nun Jugendliche aus dem Plattenbau den Obdachlosen verprügeln oder Politiker nichts mehr dabei finden, weniger gut gestellte Bevölkerungsgruppen zu beleidigen - ist zur neuen Normalität geworden.

#93 - 14.03.2018, 09:14 von karabas

selbstoffenbarung

Wenn man es genau liest, so geht es Stokowski darum, dass bestimmte Dinge aus Rücksicht vor den vermeitlichen Schwachen = Opfer nicht angesprochen werden sollen/dürfen. Es darf also im weiteren Sinne keine sachliche Diskussion geben, wenn jemand zum Opfer erklärt wird. Kennen wir. Ist ein Problem, das einige Ex-Volksparteien gerade langam anfangen zu erkennen.

#94 - 14.03.2018, 09:15 von Leser161

Korrekt

Korrekt, wenn der eine Gutverdiener Dir erzählt das Du gar nicht arm bist, obwohl es per definition nicht tiefer geht. Dann fängst Du an AfD zu wählen, weil Du sauer bist. Und wenn der nächste Gutverdiener Dir dann erzählt, dass Du dumm bist, dann bleibst Du bei der AfD, denn warum sollst Du Leute wählen die Dich nicht ernst nehmen?

Disclaimer: Ich beziehe kein Hartz-IV und ich bin nicht nicht abgehängt. Ich hätte halt nur gern das wir unsere Probleme durch diskutieren und Argumente lösen und nicht durch Parolen und Ausgrenzung. Ob der Parolendrescher rot, blau, schwarz etc.ist, ist mir egal.

#95 - 14.03.2018, 09:46 von karabas

Zitat von Leser161
Korrekt, wenn der eine Gutverdiener Dir erzählt das Du gar nicht arm bist, obwohl es per definition nicht tiefer geht. Dann fängst Du an AfD zu wählen, weil Du sauer bist.
naja, wenn man es genau nimmt, dann erzählt nicht ein Politker (Spahn), dass ein HartzIV-Empfänger nicht arm. Der Poltiker Spahn sgate nähmlich wörtlich "Hartz IV bedeute nicht Armut, sondern sei die Antwort der Solidargemeinschaft auf Armut" . Die Behauptung Spahn habe gesagt, dass HartzIV-Empfänger nicht arm wären stammt von den Medien und oppositionellen Politikern.

Wenn man die Aussage von Spahn genau in den Kontext setzt, so ist für ihn die Erwerbslosigkeit die Ursache für Armut.

#96 - 14.03.2018, 09:53 von scottbreed

man vergisst immer..

Das harz4 Empfänger selber mal gearbeitet haben und konsumiert haben und damit steuern gezahlt haben. Und damit in Prinzip seine eigene spätere eventuelle bedürftigkeit vor finanziert haben. Auch wenn man harz4 Empfänger ist fließt das Geld komplett wieder in den Steuer Kreislauf zurück und man bekommt es jeden Monat wieder...
Man bezahlt ja trotzdem steuern.. Auch die Mitarbeiter vom jobcenter werden aus dem selben steuertopf finanziert. soviel dazu.

#97 - 14.03.2018, 09:59 von fuffel

zumal

Zitat von Acer99
ist leider die viel gravierendere "Mode" bei den Medien. Die Aussage Spahns ist objektiv betrachtet zutreffend, da muss man keinen riesen "Aufreger" draus machen. Ausser natürlich, man muss primär an die Auflage/Clicks denken. H4/Sozialhilfe soll das Existenzminimum ......
sich ein Jede/r gerne ausrechnen darf...wieviel wir mit vier Kindern, bezahlter Miete etc. verdienen müssten..um Arbeit attraktiv zu machen.

Es gibt in diesem Land eine Menge Leute, die morgens aufstehen und sich durch die Mühen eines Jobs quälen - ohne das es sich sonderlich lohnen dürfte. Mit 8,84/h bleibt man lieber liegen, geht besser nie zum Arzt und besorgt sich schon mal Tüten zum Flaschensammeln für die Rente.

Also, von was reden wir? Von Teilhabe? Von Leistung? Von gerechter Entlohnung? Von Würde?

#98 - 14.03.2018, 10:01 von Navygo

Meine Güte, immer diese Hysterie!
Wo hat denn Herr Spahn Armut verharmlost?
Wieso kann man sich nicht einmal sachlich mit dem Gesagten/Geschriebenen auseinandersetzen?
Mich würde ja mal interessieren, was an den Aussagen von Herrn Spahn denn objektiv betrachtet falsch sein soll.
Sie sind auch nicht wertend, sondern beschreiben den Zustand - und den Zweck - der Transferleistung, die im Volksmund allgemein Hartz IV genannt wird. Man sollte sich vielmehr fragen, wie SPD-Politiker dies schelten können ohne gleichzeitig die Sätze deutlich anheben zu wollen. Denn das wäre ja dann die logische Konsequenz und außerdem müssten sie sich die Frage gefallen lassen, wieso unter der SPD dieses System eingeführt wurde und warum es unter jahrelanger (und aktueller) SPD-Regierungsbeteiligung von der Partei mitgetragen wurde. Wenn ich die Worte von Scholz, Stegner und Co so lese, müssten sie doch eigentlich seit eh und je gegen den Staut Quo gewesen sein, oder?

#99 - 14.03.2018, 10:07 von Depressiver Depp

Wohltuend

Ich finde es immer schön, wenn jemand bereit ist die Dinge so zu benennen wie in diesem Artikel. Gerade das genannte Budget für Ernährung eine Kindes im Rahmen von Hartz IV zeigt, was sich abspielt. Dennoch trägt auch annähernd jeder Meinungsmacher, der sich politisch korrekt äußert und verhält seinen Teil dazu bei, dass mit dem unteren Ende der Gesellschaft auf eine Art umgegangen wird, die mich anwidert. Warum das, und dies bezieht sich nun auf die Kommentare, mich dazu bewegen soll, die AFD zu wählen, bleibt mir unverständlich. Die sind doch neben dem rassistischen Geschwurbel ein Verein, dem die ganze Chose nie neoliberal genug sein kann. Zu wenige machen sich für die Schwachen stark. Die AFD will es auf keinen Fall.

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