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Von oben nach unten: Runter kommt man immer

DPA Ein zukünftiger CDU-Minister, der Armut verharmlost. Ein prominenter SPD-Abgeordneter, der sich über den IQ von AfD-Wählern lustig macht. Nach unten treten ist unter Politikern gerade sehr in Mode.
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#10 - 13.03.2018, 15:02 von iannis70

Wer diesen IQ-Test..

...als wissenschaftliche Studie betrachtet, der hat mit Sicherheit keinen IQ oberhalb einer Ananas.

#11 - 13.03.2018, 15:05 von mueller1

Sie haben ja recht,

aber die Kritik an den Alphamännchen Spahn, Lauterbach und Spitzer ist wohlfeil. Geschickter wäre es, wenn Sie auch zu (Selbst-)kritik in ihrer eigenen Branche fähig wären.
Allzu oft gibt es nämlich genau dort diese herablassende Attitüde gegenüber "denen da unten". Zum Beispiel schrieb ihre Kollegin Annett Meiritz vor der Landtagswahl in Meckpomm vor allem in Bezug auf die "dortige Rechtslastigkeit" einst: "Oft empfinde ich eine Spur Scham, wenn ich erzähle, woher ich komme."
Bei Lauterbach vermute ich mal, dass er bei Telepolis auf den Arktikel vom 6. März "AfD: Die Partei für die weniger Intelligenten?" von Tomasz Konicz gestoßen ist, in welchem dieser bereits im Anriß behauptet: "Breite empirische Erhebung zeigt eindeutigen Zusammenhang zwischen niedrigerem Intelligenzquotient und rechter Gesinnung auf".

#12 - 13.03.2018, 15:07 von _Mitspieler

Von der Arroganz der Macht …

… hin zur Arroganz der Ohnmacht ist es nur ein kleiner Schritt. Der Doppeldokter Lauterbach erigiert sich hier über Andersdenkende angesichts eines beispiellosen Niedergangs seiner eigenen Partei. Chapeau! Weiter so! Bei der letzten Bundestagswahl wechselten 500.000 Wähler von der SPD und weitere 430.000 Wähler von den Linken hin zur AfD. Soll er doch mal herausarbeiten, welche Konsequenzen diese Wählerwanderungen auf sein IQ-Szenario hatten.

#13 - 13.03.2018, 15:34 von _Mitspieler

Es sind Kerle …

… wie Jens Spahn, die mit aus der dumpf-schlichten Ahnungslosigkeit der Abgehobenen geborenen Äußerungen, wie den in der Kolumne zitierten, dafür sorgen, dass die GroKo in Summe beinahe 14 Prozentpunkte bei der letzten Bundestagswahl verlor, dass die Politikverdrossenheit in dem Maße steigt, wie die Wahlbeteiligung abnimmt, dass sich die AfD eher Richtung 20 Prozent als 10 Prozent bewegt und dass Politiker im Beruferanking noch hinter den Versicherungsvertretern am Ende der Reputationsskala stehen (http://www.gfk-verein.org/compact/fokusthemen/weltweites-ranking-vertrauenswuerdige-berufe).

#14 - 13.03.2018, 15:41 von Acer99

Mücken zu Elephanten aufpusten

ist leider die viel gravierendere "Mode" bei den Medien. Die Aussage Spahns ist objektiv betrachtet zutreffend, da muss man keinen riesen "Aufreger" draus machen. Ausser natürlich, man muss primär an die Auflage/Clicks denken.

H4/Sozialhilfe soll das Existenzminimum sichern, nicht weniger, aber auch nicht mehr. Und das wird auch geleistet. Wer dies dann auch so sagt, verharmlost irgend etwas noch tritt er nach unten.

Ansonsten liegt es in der Natur der Sache, dass die Empfänger dieser Leistungen gerne mehr hätten und die, die es bezahlen müssen, meinen, es sei (mehr als) ausreichend.

Aufgabe der Medien wäre es m.E., diese Standpunkte objektiv zu beleuchten und nicht, nur das übliche Gezeter "von links" in der Hoffnung wieder zu geben, es werde sich schon ein netter "Skandal" daraus entwickeln.

#15 - 13.03.2018, 15:49 von urbanism

das Problem seit vielen Jahren

Schöner Artikel Frau Stokowski! Das ist aber m.E. schon seit vielen Jahren das Problem dass die Oberen, auch Elite genannt, gerne auf die Unten herablassend schauen. M. E. ist diese Charaktereigenschaft viele Politiker auch ursächlich für die Protestwähler und Nichtwähler und damit auch für den Aufstieg der AfD und Pegida. Politiker heben gerne die Fahne der Demokratie hoch, zuletzt gestern Herr Steinmeier, indem er die Wertschätzung der Demokratie einklagt. Dabei hat er aber vergessen, dass gerade Landes und Bundespolitiker allzu gerne die Demokratie missbrauchen um sich halt nicht Bürgernah und als Volksvertreter zu sehen sondern eher als feudal-absolutistischen Ständestaat der weit über dem Pöbel steht. M.E, sind es eher die viele Politiker, die die Demokratie nicht mehr zu schätzen wissen sondern als etwas selbstverständliches ansehen und somit nicht mehr allen Bürgern sondern nur noch ihresgleichen verpflichtet fühlen.

#16 - 13.03.2018, 15:51 von DerHerrMustermann

Dankeschön!

Vielen Dank für diesen Beitrag. Nach dem jämmerlichen Geschreibsel von Herrn Augstein gestern und den auch immer dünner werdenden Pointen eines Herrn Fleischhauer haben Sie endlich mal Gedanken mit Substanz zu Papier gebraucht. Sie haben Recht mit Ihrer Einschätzung; natürlich ist man schnell dabei, aus einer Position der Überlegenheit (finanziell oder intellektuell) heraus, auf die vermeintlich Minderbemittelten herabzublicken. Für mich ist der Beitrag von Herrn Lauterbach bei Ihren drei Beispielen der schlimmste, weil er zeigt, dass die etablierten Parteien und die alteingesessenen Parteisoldaten gleichermaßen keine bessere Antwort auf den Erfolg der AfD haben, als deren Wähler als dumm darzustellen. Wenn eine einstige Kleine-Leute-Partei die kleinen Leute verloren hat, weil diese sich bei wirtschaftsliberalen Rechten besser aufgehoben fühlen, sagt das schon viel über den Pegel an Politikverdrossenheit aus. Und wenn Herr Spahn denkt, dass man von Hartz4 gut leben kann, würde ich ihm raten, einfach mal das Experiment zu wagen, einen Monat lang mit diesem begrenzten Budget zu wirtschaften. Das wäre doch ein wirklich vorbildlicher Ansatz, endlich mal wieder auf Tuchfühlung mit dem gemeinen Volk zu gehen. Die Aussagen von Herrn Spitzer kommentiere ich nicht, da dieser Herr nur zur Umsatzsteigerung durch Buchverkäufe provokantes Zeug von sich gibt. Dass da nichts Sinnvolles rauskommen kann, ist klar.

#17 - 13.03.2018, 15:52 von tipsylaird

Erstmal informieren, dann kritisieren

Einfache Rechnung: mittleres Haushaltsnettoeinkommen €2009 abzüglich ca. 800 Euro Miete (und das natürlich nicht in Ballungsräumen, da ist es weit mehr) macht ein real verfügbares Familieneinkommen bei einer 4-Köpfigen Familie von € 1200 im Monat. Die gleiche Familie als Hartz4-Empfänger erhält die Miete geschenkt und €416+376+240+296=1.328 Euro pro Monat Bares dazu. Macht mal schön euren Kotau vor Herrn Spahn, der nur gaaanz vorsichtig angedeutet hat, warum wir trotz leergefegten Arbeitsmarktes immer noch so viele Hartz4-Empfänger haben. Wie gesagt, alles Durchschnittswerte, wir reden noch nicht über Härtefälle unter den "ganz normalen" Beschäftigten.

#18 - 13.03.2018, 15:52 von Sportzigarette

Spahn und Lauterbach haben recht, wozu also die Aufregung?!

Spahn und Lauterbach haben völlig recht. Und das sage ich, obwohl ich Jens Spahn nicht ausstehen kann.
Und mal bitte weniger aufregen, Frau Stokowski, aber das machen Sie ja einfach zu gerne....Mich nerven Ihre Kolumnen immer nur.....

#19 - 13.03.2018, 15:52 von Apo 68

Allen kann man es nie Recht machen, aber ...

Ich würde die hier von den Politikern genannten Aussagen auch nicht 1 zu 1 unterschreiben, aber es sind oft die gleichen Menschen die sich über die langsam nervende "Political Corrctness" aufregen, gleichzeitig dann aber über Politiker herfallen, die mal Tacheles reden.
Ich weis ja nicht wie ihr hier über AfD Wähler in eurem Bekanntenkreis redet, bei mir schneiden die auch nicht besonders gut ab und zu der Meinung stehe ich auch ! Und natürlich sind nur eine kleine Minderheit der ALG 2 Emfänger Alkis, dennoch gibt es die und wenn die morgens vor der Trinkhalle sich versammeln dann habe ich zuweilen auch den Eindruck das ALG 2 wohl nicht zu gering angesetzt sein kann.
Und bevor ihr jetzt über mich herfallt, ich habe nach schwerer Krankheit nach über 10 Jahren Selbstständigkeit auch für ein paar Monate ALG 2 bezogen und ich bin froh das die Zeit vorbei ist, aber gestorben bin ich in der Zeit nicht und musste mit Mitte Dreißig nochmal von vorne Anfangen.

LG
Frank

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