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Leben und Lernen

Anonymes Geständnis: Eine Lehrerin gibt nur gute Noten. Darf sie das?

Getty Images Eine Lehrerin gibt zu, dass ihre Schüler nur noch gute Noten bekommen - und bringt damit viele Leser gegen sich auf. Auch eine Anwältin warnt: Wer so handelt, verstößt gegen geltendes Recht.
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#1 - 11.01.2019, 18:16 von dasfred

Statt guter Noten für nix

Es gibt die Möglichkeit, Schüler intensiver zu fördern, wenn man ihnen helfen will. Dann ergeben sich gute Noten von selbst. Damit haben viele Lehrer schon beste Erfahrungen gemacht.

#2 - 11.01.2019, 18:30 von mantrid

Nicht so ganz unrichtig

Gerade in jungen Jahren können Entwicklungen in heftigen Sprüngen verlaufen. Von daher ist die Erkenntnis der Lehrerin, dass Zensuren die künftigen Karrieremöglichkeiten nicht beeinflussen sollten, durchaus richtig. Und mit einem Einser-Abi, dass im Wesentlichen auf Religion, Philosophie, Kunst, Geschichte und Sport usw. beruht, mag man den Numerus-Clausus für das Medizin-Studium schaffen, aber jemand der in diesen Fächern flächendeckend versagt hat, dafür aber in Chemie, Biologie usw. geglänzt hat, die Erstere gleich abgewählt hat, den würde ich da für wesentlich besser qualifiziert halten.

#3 - 11.01.2019, 18:35 von ford_mustang

Forist 1 bringt es auf den Punkt!

Fördern statt durchwinken und damit das Problem abschieben, in die nächste Instanz.

#4 - 11.01.2019, 18:38 von Fuxx81

Gute Noten helfen nicht

Ich hatte auch solche Lehrer, wo man ohne was zu tun immer noch ne 3 bekommen hat. Gelernt habe ich bei denen allerdings nichts. Und wenn der Lehrer in dem Fach mal gewechselt hat, geriet ich mitunter ins Schwimmen.
Lieber waren mir die Lehrer der Marke "hart aber gerecht". Da wusste ich: wenn ich bei dem auf 2 stehe, dann hab ichs auch drauf. Es ist für die spätere Berufswahl durchaus wichtig, auch mal eine realistische Einschätzung der eigenen Stärken und Schwächen zu erhalten.

#5 - 11.01.2019, 18:43 von Bell412

Sie steht einfach gut da.

Vor ihrem Schulleiter, vor den Eltern. Stressfrei.
Und verlagert das Problem an Arbeitgeber und Unis.
Die Deppen werden dann halt im Grund- und Vorstudium ausgesiebt.
Wen kümmerts, dass die Jahre verlieren.

#6 - 11.01.2019, 18:59 von butzibart13

Notengebung - eine heikle Angelegenheit

Interessant. Gibt man dem Schüler zu gute Note, hat man die Kollegen und evtl. die Schulleitung mit entsprechenden Ordnungsmaßnahmen am Hals, gibt man dem Schüler die realistisch gesehen schlechtere Note tauchen u.U. die Eltern des Schülers mit einem Anwalt auf. Leider kann man so als Lehrer zwischen die Fronten geraten und das führt zu Frust im Lehrerberuf.

#7 - 11.01.2019, 19:04 von AufJedenFall

"und dass sich an den Unis schon genug schlecht vorbereitete Abiturienten einschrieben"
Das ist eben ein echtes Problem. Ich habe in mehreren Erstsemesterkursen doziert und es ist schlimm. Durchfallquoten von 70% sind keine Seltenheit. Aber das wollen dann auch viele Profs nicht und machen das gleiche wie die Lehrerin, man senkt die Anforderungen und schiebt das Problem an den nächsten Doofen und dann sitzen Leute im ersten Masterkurs und können immer noch nichts.

#8 - 11.01.2019, 19:12 von Christoph Seifert

Nicht konfliktfähig

Für mich liegt der Verdacht eher näher, dass die Dame Konflikte scheut und deswegen nur gute Noten verteilt.

#9 - 11.01.2019, 19:19 von hrboedefeld

Systemfehler

das komplette System ändern.
Gute Schulnoten bedeuten nur, dass jemand gut auswendig lernen kann. Doch was bringt die Fähigkeit im späteren Berufsleben?
Die Welt ist voller 1er-Abiturienten, Doktoren und Professoren, welche an alltäglichen Aufgaben scheitern.
Eigentlich sollten wir unseren Kindern Fähigkeiten wie Auffassungsgabe und logisches Denken beibringen.
Alles was ich letztes Jahr im Aufbau-Studium gelernt habe ist mittlerweile wieder weg. Gezielt auswendig gelernt, brauche ich aber nie wieder in der Praxis...

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