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Leben und Lernen

Deutsche Studenten im europäischen Vergleich: Langsam - aber glücklich

DPA Wie schneiden deutsche Hochschulen im europäischen Vergleich ab? In vielen Punkten nicht besonders gut, wie eine Studie zeigt. Trotzdem sind Studenten hierzulande recht zufrieden.
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#1 - 11.01.2019, 19:24 von interstitial

Statistik....

Soso, in gesamt-Europa ist knapp die Hälfte überdurchschnittlich? Bahnbrechend.
Knapp die Hälfte zu umfassen ist doch eine Eigenschaft des überdurchschnittlichen Bereichs jeder Verteilung?
Thank you, Cpt. Obvious.

#2 - 11.01.2019, 20:03 von wk1603

Ist langsamer vielleicht doch besser ?

Die Kriterien von CHE für eine "gute" Universität sind mal wieder atemberaubend. Es zählt nur die Zahl der Dozenten (nicht deren Qualität) und das Durchziehen eines Studiums in der Regelstudienzeit. All das wird dann vom Urteil der Studenten ad absurdum geführt: "An mehr als der Hälfte der Fachbereiche bewerten sie ihre Lernerfahrung als überdurchschnittlich gut, ... " Hat vielleicht damit zu tun, dass langsamer lernen zu einem grösseren Lernerfolg führt als den Bachelor in 6 Semestern durchzupauken. Wir müssen ja wieder nicht in die Zeiten zurück fallen, als eine Diplomarbeit gerne mal 2-3 Jahre dauerte, aber die 6 monatigen Masterarbeiten, führen schwerlich zu einem belastbaren wissenschaftlichen Resultat.

#3 - 11.01.2019, 20:17 von curiosus_

Nach der ausführlichen Diskussion über...

...die Vergleichbarkeit des deutschen bundesländerspezifischen Abiturs, bei der es deutliche Unterschiede zu geben scheint, fehlt in der Studie das Wichtigste: Wie sieht es mit der Vergleichbarkeit der Abschlüsse aus? Und, daraus abgeleitet: Wie sieht es mit der Effizienz aus? Also der Leistungsfähigkeit nach Studienabschluss geteilt durch die Studiendauer? Oder, multipliziert mit dem Studierenden zu Lehrenden-Verhältnis?

Bei derartigen Studien habe ich immer das Gefühl, dass Äpfel mit Birnen verglichen werden.

#4 - 11.01.2019, 21:07 von kreuzschnabel

Haha, lustig

diese Fachleute von CHE. Sie beurteilen die Unis komplett entgegengesetzt als die Studenten.
Schade, dass der Link zur CHE-Auswertung nicht funktioniert.

#5 - 11.01.2019, 21:13 von Newspeak

...

"geht aus der Auswertung nicht hervor."

Ohne Zahlen ist so eine "Studie" nur eins. Sinnlos.

#6 - 11.01.2019, 22:19 von Profdoc1

Was für ein Unfug!

CHE hat wieder zugeschlagen. Doll! Nur sowiel: Ich habe Studis noch unlängst erklärt, dass REGELSTUDIENZEIT soetwas wie MINDESTSTUDIENZEIT ist. Es geht nicht um SCHNELL fertig werden, sondern um Bildung und Qualifikation. Die Studis werden alle bis 70 arbeiten müssen. Wer dann mit 23 in den Beruf einsteigt, ist mit 50 'durch'. Dershalb gibt es nur einen Weg: Bildung, Bildung, Bildung, ......

#7 - 11.01.2019, 23:40 von gingermath

Deutsche Gemütlichkeit oder was xD

Erstaunlich, in allen Fällen bei denen es um Fakten geht, achneider Dtl schöecht geht, aber sie persöhnliche Meinung ist klasse ... evtl. haben wir einfach sehr niedrige Ansprüche oder die Professoren im Ausland kümmern sich nicht um die Studenten, naja, dafür schaffen sie es aber auch in der Regelzeit xD

#8 - 11.01.2019, 23:52 von _gimli_

Zitat von Profdoc1
CHE hat wieder zugeschlagen. Doll! Nur sowiel: Ich habe Studis noch unlängst erklärt, dass REGELSTUDIENZEIT soetwas wie MINDESTSTUDIENZEIT ist. Es geht nicht um SCHNELL fertig werden, sondern um Bildung und Qualifikation. Die Studis werden alle bis 70 arbeiten müssen. Wer dann mit 23 in den Beruf einsteigt, ist mit 50 'durch'. Dershalb gibt es nur einen Weg: Bildung, Bildung, Bildung, ......
Die Bildung, die heute im Berufsleben gefordert ist, bekommt man primär nicht an der Uni, sondern in der Praxis vermittelt. U.a. deshalb werden junge Leute, die nach abgeschlossener Berufsausbildung den Techniker-Abschluss gemacht haben und 22 Jahre alt sind, oft Master-Absolventen vorgezogen. Und warum diese Leute mit 50 irgendwo 'durch' sein sollen, bleibt Ihr Geheimnis. Leute wie Sie erzählen den jungen Menschen da völlig haltloses Zeug.

#9 - 12.01.2019, 00:29 von trafozsatsfm

Was spricht eigentlich gegen eine längere Studiendauer?

Mir hat noch keiner erklären können, warum "Schnellstudieren" irgendwie ein Wert an sich sein soll!
Ich hab mir auch mehr Zeit als die "Regelstudienzeit" gelassen... und viel gelernt. Und ich war auch sehr zufrieden mit meinem Studium.
Und ich hab auch viel Spaß gehabt nebenher.
Ich wüsste nicht, welche Kosten ich irgendwem dadurch verursacht haben sollte: Am Anfang haben mich meine Eltern unterstützt und ich habe nebenher gearbeitet, und später habe ich mich ausschließlich über eigene Arbeit finanziert. BAFÖG habe ich nie bekommen (aber das bekommt man ja sowieso nur für eine bestimmte Zeit).
"Langzeitstudenten" (und dazu zähle ich mich nicht mal) tun niemandem weh. Sie blockieren keine Seminare (weil sie an weniger Seminarein teilnehmen) und kosten damit den Steuerzahler kein Geld (außer vielleicht die paar Euro, die es die Verwaltung kostet, sie jedes Semester neu zu registrieren).
Schaden tun sie nur sich selbst: Die geringere Lebensarbeitszeit bedeutet natürlich eine geringere Rente. Dafür habe ich dann später, als ich Geld verdient habe, selber vorgesorgt...
Ich verstehe den Hype um das "Möglist-schnell-Studieren" bis heute nicht!

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