Schrift:
Ansicht Home:
Forum
Leben und Lernen

"Gravierende Mängel": Chef der Hochschulrektoren sieht Studierfähigkeit von Abiturien

DPA Sie könnten schlechter rechnen und lesen wollten viele auch nicht mehr: Der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, Peter-André Alt, hat seinen Unmut über angehende Studenten zum Ausdruck gebracht.
zum Artikel
Im mobilen Forum können sie die Beiträge nur lesen.
Um zu kommentieren, verwenden Sie bitte die Kommentarfunktion im Artikel.
    Seite 1/12   10  
#1 - 18.06.2019, 14:13 von OlliFussballfan

Und gleichzeitig...

gibt es von Jahr zu Jahr immer mehr Einser-Abiturienten!

#2 - 18.06.2019, 14:13 von hans-henning

Recht hat er

Diese Beobachtung ist besorgniserregend, aber leider nicht überraschend.
In dieser auf schnelle Zusammenfassungen im Netz als Informationsquelle orientierten Zeit bezweifle ich allerdings, dass der Appell mehr zu lesen beherzigt werden wird. Kein gutes Zeichen für unsere Kultur!

#3 - 18.06.2019, 14:14 von Aktinionär

Tut mir leid

Mir tut es vor allem für die Erstsemester leid, die dann realisieren wie wenig sie trotz guter Noten eigentlich können. Man kann Schülern ruhig mehr Stoff zutrauen. Der Trend geht in eine völlig falsche Richtung immer oberflächlicher und weniger zu unterrichten, obwohl es in Zeiten des Internets noch nie so einfach war komplexe Sachverhalte zu lernen. Die gleichen Schüler, die noch nie ein Ungleichungszeichen gesehen haben, verstehen oft komplexe Zusammenhänge in Echtzeit beim Videospielen. Wieso also Ihnen Mathematik vorenthalten?

#4 - 18.06.2019, 14:16 von interjector

...und es hat trotzdem bisher gut funktioniert

Als ich zum ersten Mal studiert hatte (vor 30 Jahren), haben sich bei uns nun einige Professoren über die ungenügende Vorbereitung der Schulen auf das Studium mokiert - und Unternehmen über die schlechte Vorbereitung der jungen Absolventen im Studium auf die Anforderungen der beruflichen Realität.
Sollten die Hochschulen und Universitäten also dem Digitalisierungstrend folgen oder die Schulen? Ich glaube nicht, dass dies ein ernst gemeinte Frage sein kann. Mir scheint dies eher eine Rückwärtsverteidigung zu sein, sich unter Druck ändern zu müssen.

#5 - 18.06.2019, 14:18 von winterfeldplatz

Zu viele Experimente

Wenn ich mir im Kreis der Familie, bei Verwandten, Bekannten oder Freunden anschaue, wie in den verschiedenen Schultypen jahrzehntelang Experiment auf Experiment folgte, so sind diese Ergebnisse nicht weiter verwunderlich. Ob Anlauttabelle, jahrgangsübergreifender Unterricht oder verkürzte Schulzeit. Alles Ideen mit teilweise frappierenden Folgen für die Kinder und Jugendlichen. Dazu kommt ein eklatanter Mangel an Lehrkräften und viele ausgefallenen Schulstunden. Wie soll ein Gymnasiast ein ordentliches Abitur in Englisch ablegen, wenn über ein Jahr kein Englischunterricht stattfindet usw. usw. Nur diese Erkenntnisse sind inzwischen schon Jahrzehnte alt. Die Bildungspolitik tut wieder mal nichts. Bei meinen Studierenden sehe ich neben den fehlenden Schriftsprachlichen Fähigkeiten auch mangelnde Reife. Wer mit 17 schon beginnt zu studieren, hat einfach noch nicht die organisatorischen Fähigkeiten eines Zwanzigjährigen. Zudem müssen Mami oder Papi immer noch Unterschriften leisten. Aber der Staat möchte Menschen rasch in die Produktionskette integrieren. Intelligente, kritische Menschen sind nicht gefragt. Konsumenten von Medien und Waren jedoch schon.

#6 - 18.06.2019, 14:19 von herm16

ja

und jetzt? noch mehr Geld in Bildung stecken, werden typisch Grünenwähler

#7 - 18.06.2019, 14:19 von gedu49

Die Botschaft hör ich wohl.....

....aber wird man ENDLICH reagieren ? Wann wird man die Anforderungen in Mathe oder Deutsch endlich wieder den Notwendigkeiten und nicht dem Lern ( un ) willen der Schüler anpassen ?
Es hat eben etwas gebracht ein Mindestmaß an Kopfrechnen und das kleine Einmaleins zu beherrschen OHNE den Taschenrechner zu benötigen. Ebenso muss ein Schüjler einer höheren Klassenstufe in der Lage sein einen Text in angemessener Zeit zu lesen und den Inhalt zu erfassen.
Man muss doch nur prüfen nach welchem Wechsel in Pädagogik und Didaktik die Leistungen der Schüler nachgelassen haben und zum Altbewährten zurückkehren.
Dazu gehört eben auch schon frühzeitig Leistung zu fordern und zu bewerten.

#8 - 18.06.2019, 14:21 von dasfred

Nehmt die Studenten wie sie sind

Der Ball liegt jetzt bei den Hochschulen. Die jungen Leute heute sind nicht dümmer als früher. Wenn sie nicht genug Stoff mitbringen, dann müssen ihnen die Hochschulen den Stoff vermitteln. Dafür werden sie bezahlt. Notfalls müssen Hochschulen und gymnasiale Oberstufen kooperieren. Die Studenten haben bisher fürs Abi gelernt und wenn das den Rektoren zu wenig ist, dann haben sie Pech. Es gibt keine anderen. Jedes Studium muss seine eigenen Grundlagen vermitteln. Das ist Aufgabe der Professoren, nicht der Gymnasiallehrer.

#9 - 18.06.2019, 14:28 von mantrid

Keine Allgemeine Hochschulreife

Bringen wir es auf den Punkt, obwohl der Begriff "Allgemeine Hochschulreife" suggeriert, der Inhaber eines solchen Zeugnisses wäre fähig und in der Lage an einer allgemeinen Hochschule studieren und damit einen Hochschulabschluss erreichen können, scheint dem oft nicht so zu sein. Das gleicht der Vergabe der TüV-Plakette für ein offenkundig verkehrsunsicheres Fahreug. Eigentlich müsse man Personen, die ein solches Zeugnis ausstellen, wegen Urkundenfälschung und Betruges strafrechtlich belangen. In dem Zusammenhang ist das Erschleichen akademischer Grade so manchen Politkers vielleicht als reine Notselbsthilfe zu verstehen.

    Seite 1/12   10