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Leben und Lernen

Hilfe von der WG-Therapeutin: "Mein Mitbewohner zockt bis in den Morgen"

Getty Images Nicos Mitbewohner besucht keine Vorlesungen mehr, sondern spielt den ganzen Tag Computer. Die WG verlässt er nur, um ins Fitnessstudio zu gehen. Wie kann Nico ihm helfen?
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#30 - 11.02.2019, 12:14 von Mr T

Zitat von jamguy
frag mal den Typ am PC wie Der sich fühlt und wahrscheinlich pudelwohl so das Er das Problem nicht nachvollziehen kann bzw. das etwas nicht stimmen soll?
Ich bemerke, dass es hier ziemlich viele Spieler gibt , die der Ansicht sind , monatelang 14-16 Studnen am Compute rzi sitzen 16 h kein Problem fuer sie ist. Das ist ein typisches Verdraenugngsvehralten. Ich habe Studenten erlebt, die durch die Pruefung gefallen sind wegen gamings und keiner hat ihnen geholfen. Ich denke, dass sie das jetzt bedauern

#31 - 11.02.2019, 12:18 von golfstrom1

Zocker

Es ehrt den Freund, dass er sich so um seinem Kumpel sorgt. Mehr als diese Thematik bei ihm ansprechen kann er aber auch nicht tun. Ich würde ihn auch nicht an den Eltern verraten. Das wird früher oder später sowieso zur Thematik werden. Der Kumpel kann sich nur darum kümmern, sein Studium erfolgreich zu beenden und seinen Freund eventuell mit alternativen Angeboten vom Rechner wegzulocken.

Die Gefahr sich an PC oder Konsolen zu verlieren ist extrem hoch heutzutage, weil die Spiele durch permanenten Zugriff der Entwickler dauerhaft spannend gehalten werden können. Es gibt viele Menschen die mittlerweile nichts anderes mehr machen, außer arbeiten zu gehen und zu zocken. Am ehesten kommen junge Männer mithilfe von Freundinnen davon weg, dass ist meine Erfahrung aus meinem Umfeld.

#32 - 11.02.2019, 12:31 von Newspeak

....

Es ist schon interessant, wie schnell einen Foristen hier für psychisch krank erklären, aufgrund der Sichtweise des Freundes, die so vermutlich auch nicht stimmt. 16 h Spielen und noch ins Fitnessstudio gehen? Ich glaube, hier übertreibt der Freund.

Ansonsten ist es doch so, dass der Junge gar nichts verdrängt. Er versteckt sich nicht vor Diskussionen, er weiss im Gegenteil sehr gut Bescheid, darüber, dass er kein guter Student ist, und darüber, dass es ihm so mehr Spass macht. Natürlich wird er auch Sorgen haben, dass dieses Leben nicht ewig so weitergehen kann. Aber wer damit droht, es den Eltern zu petzen, verdient eine klare Ansage. Das ist tatsächlich ein Verrat der Freundschaft.

Dem Freund wird nichts übrigbleiben, als ihn so sein zu lassen, wie er ist. Es ist nicht der erste Bummelstudent, und nicht der Letzte. Zur Freiheit gehört, auch wenn das Viele in unserer weichen Gesellschaft nicht wahrhaben wollen, dass man sich gegen seine eigenen langfristigen Interessen verhält. Erwachsen ist man, wenn man dann auch mit den Konsequenzen leben kann.

#33 - 11.02.2019, 12:58 von oll1e

Leben und leben lassen

Wenn hier die Kommentare liest, denke ich mir nur: was sind das für Ansichten?
Wer definiert das Glück des Lebens? Muss der Mitbewohner sein Studium beenden? Was ist so schlimm daran, wenn er von seinen Eltern durchgefüttert wird?
Ich habe mit 16 selbst ca 10 Stunden pro Tag gespielt und dadurch wahrscheinlich auch ein schlechteres Abi gemacht, weil ich zu dem Zeitpunkt keine Lust aufs lernen hatte. Deshalb bin ich später nicht studieren gegangen. Das habe ich bis heute nicht bereut. Ich habe einen Job in dem ich mehr als ausreichend verdiene, wenig machen muss und kaum Verantwortung habe. Mein Fokus liegt ganz klar auf der Freizeit und damit fühle ich mich sehr gut und bin zufrieden. Mein Chef versuchte mich anfangs fördern zu wollen, weil er angeblich Potential gesehen hat, aber ich verneinte. Mit einem Studium hätte ich zwar mehr Geld, welches ich nicht brauche, aber auch viel mehr Stress.
Am Ende muss jeder seinen Weg finden. Ich bereue meine Zeit des Spielens auf keinen Fall und kann mich heute manchmal sogar dafür begeistern.
90% der Probleme lösen sich von selbst. Langfristig wird das mit dem Studium nichts werden und er macht was anderes. So lange er so leben kann und will: lasst ihm seine schöne Zeit! Wenn ihm andere in die Suppe spucken, kann ich seinen Unmut verstehen. Jeder definiert sein Glück anders und ein ständiges Vorankommen, welches viele hier fordern, ist nicht immer die Pflicht.

#34 - 11.02.2019, 13:32 von Uniarzt

Gefahr

Guten Tag, Herr Briefschreiber,
Ihr "Freund" droht Ihnen mit Prügel. Er ist also gar kein Freund. Vielleicht war er es mal. Ziehen Sie aus und vermeiden Sie Situationen, in denen er Sie tatsächlich körperlich angreifen könnte.
Machen Sie sich frei von dem Gedanken, für diesen Mann verantwortlich zu sein, Sie sind es nicht. Falls Sie ihm helfen wollen - was sehr freundlich und selbstlos von Ihnen ist, gerade in Anbetracht der Tatsache, dass er Sie bedroht - tun sie dies z.B. am Telefon. Allerdings will erfahrungsgemäß kein Mensch hören, das er sein Leben nicht auf die Reihe bekommt. Solche Ratschläge führen, wie z.B. hier, eher dazu, dass sich der Beratene gegen den Berater wendet.
Nochmals: Schützen Sie sich selbst, körperlich und seelisch!

#35 - 11.02.2019, 14:39 von jhea

So what?

er hat das Jahr halt aufgegeben und wird es vlt nächstes Jahr erneut versuchen.
Hab ich auch gemacht als ich merkte dass ich in dem einen Jahr nichts hinbekommen habe, und dann halt im nächsten Semester nochmal ran gesetzt und siehe da... es hat geklappt.
Wo ist das Problem?
Der wird das schon hinbekommen.
Er braucht halt seine Erfolgserlebnisse, und die holt er sich derzeit virtuell (hab ich ja auch gemacht) weil in der Uni nichts klappt.

So what...?
Problematisch wird das erst, wenn er 2 3 4 Jahre am stück so einen Unfug macht.
Bis dahin geht es aber niemanden was an was er so treibt.

#36 - 11.02.2019, 15:53 von letztes_wort

Nur der Zocker ist für sich verantwortlich

Anhand der Angabe "erst im 5 Fachsemester" gehe ich mal davon aus, dass der Zocker schon mindestens 21 Jahre alt ist. Seine Eltern haben ihm eine Erstausbildung, zumindest bisher finanziell, ermöglicht. Die reine Pflicht der Eltern ist damit eigentlich erledigt. Mit über 21 Jahren ist niemand mehr für den Zocker verantwortlich als er selbst. Wenn er sich für das Leben so entschieden hat und die Eltern da finanziell mitspielen, ist es halt so.

#37 - 11.02.2019, 16:11 von Gwylim

Freundschaft und Freiheit

Zitat von StefanXX
BEIDE scheinen gegenseitig keine guten Freunde zu sein. Denn dass der Zocker wiederum seinem "Freund" mit körperlicher Gewalt droht ist für mich auch nicht unbedingt ein Zeichen wahrer Freundschaft.
Sehe ich ganz genauso. Bei wahrer Freundschaft ist beides Inakzeptabel.
Zu dem Problem: Sollte man es nicht auch akzeptieren, wenn ein Mensch bei einer Sache (Z.B. Studium) scheitert? Ist es wirklich gleich pathologisch und bedarf der Hilfe eines Psychologen? Sind wir Maschinen, die "richtig" oder "nicht richtig" funktionieren und je nach Zustand repariert werden müssen?
In dem ganzen Artikel wird aus der Perspektive des "Freundes" berichtet. Ist es aber nicht viel wichtiger die Perspektive des Spielers zu kennen? Zumindest wenn es darum gehen würde zu diskutieren, ob und wenn ja, welche Hilfe er braucht?
Ich zumindest bin mir nicht sicher ob, bzw. wie stark, der Spieler unter seiner Lebenssituation leidet. Dies aber ist ausschlaggebend wenn man beurteilen will ob ein Mensch Hilfe braucht, der niemandem außer sich selber "schadet", ganz zu schweigen davon, ob man das Recht hat sie ihm aufzuzwingen.
Für mich bedeutet Freiheit auch sich selber schaden zu dürfen, was ohnehin jeder von uns auf die eine oder andere Art jeden Tag macht.

#38 - 11.02.2019, 19:02 von Sueme

Eigentlich kann man dem Briefschreiber nur eines sagen "es ist nicht dein Problem also halt dich gefälligst raus solange er nicht um Hilfe bittet" insbesondere drohe nicht mit Denunziantentum.

#39 - 12.02.2019, 09:50 von annoo

Was Sie sol alles wissen...

Zitat von Newspeak
Ansonsten ist es doch so, dass der Junge gar nichts verdrängt. Er versteckt sich nicht vor Diskussionen, er weiss im Gegenteil sehr gut Bescheid, darüber, dass er kein guter Student ist, und darüber, dass es ihm so mehr Spass macht. Natürlich wird er auch Sorgen haben, dass dieses Leben nicht ewig so weitergehen kann. Aber wer damit droht, es den Eltern zu petzen, verdient eine klare Ansage. Das ist tatsächlich ein Verrat der Freundschaft.
Ob der junge Mann irgendwas verdrängt oder nicht, können wir ja nur mutmaßen, da keiner hier mit ihm gesprochen hat. Insofern ist es etwas "lustig" wenn Sie schreiben, worüber der Student gut Bescheid weiß. Abgesehen davon, selbst wenn der Student weiß was gut für ihn ist und was nicht, heißt das noch lange nicht, dass er in der Lage ist, entsprechend zu handeln. Und es ist eben Teil eines Krankheitsbildes, eine gesunde Selbsteinschätzung zu verlieren. Und durch die Krankheit der Mutter finde ich gar nicht so unwahrscheinlich, dass der Sohn eine depressive Grundstimmung hat. By the way, wenn Alle immer nur sinnvoll und durchdacht handeln würden gäbe es keine Gefängnisse. Da ich aber genau so wenig wie Sie "weiß", was in dem jungen Mann wirklich vor geht, hilft eigentlich nur ein klärendes Gespräch - ohne Druck und ohne Drohung, die Eltern zu informieren. Wobei ich unbedingt dafür bin, dass die Eltern wissen sollten, dass sie einen Nichtstudenten finanzieren. Wer weiß, vielleicht müssen sich das Geld ja vom Mund absparen oder auch nicht, und sicher wäre ihnen lieber, wenn sie wüssten, dass das Geld sinnvoll angelegt ist.

Und zu dem Foristen, der eine Profi-Karriere vermutet - ja klar, ich glaube das ist die Lieblingsausrede aller Zocker. Geld bekommen fürs Daddeln, was für ein Traum... :-) Das ist ungefähr so sinnvoll wie zu meinen, man könne justement in der Immobilienbranche erfolgreich werden weil man mal bei Monopoli gewonnnen hat.

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