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Leben und Lernen

Hilfe von der WG-Therapeutin: "Unser Mitbewohner trinkt zu viel"

DPA Hans hat sich gut in die WG integriert, dann zieht er sich plötzlich zurück, trinkt viel Alkohol und beschwert sich bei der Vermieterin über die anderen Mitbewohner. Was sollen sie tun?
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#1 - 26.12.2017, 21:23 von till-ulrich_hepp

Wenn Ich diese ganzen WG Kommentare lese, dann fühle Ich mich in die eigene jüngere Vergangenheit zurück versetzt und denke auch an die Gegenwart (zur Zeit in einer WG) und es fällt mir ein grundsätzliches Problem bei diesem Konzept auf: Es gibt Leute, die meinen, man miete sich da als Kumpels oder Familie auf Zeit ein. Das ist aber nicht verpflichtend. Es ist so, dass Leute sich ein Zimmer mit einem separaten Vertrag mieten und sich dann gemeinsam um die gemeinsam genutzte Wohnfläche kümmern und sich an die vom Vermieter gesetzten Regeln zu halten haben. Ansonsten kann man erwarten von Mitbewohnern mit Lärm, Trubel, Trunkenheit etc. verschont zu werden.

Wenn man dieses Grundkriterium ansetzt, dann lassen sich auch viele Probleme objektiver und zielführender lösen. Wenn der Mitbewohner trinkt und dadurch zum Problem wird, dann sollte man sich beschweren. Wenn er aber Grund für seine Beschwerden hat sind die anderen evtl. die, welche falsch liegen. (ob und wie viel er trinkt kann diesen auch egal sein, bis dies zum Problem durch Verhaltensauffälligkeit etc. wird).

#2 - 26.12.2017, 21:24 von schnarchn

Was für ein seltsames Verhältnis zur eigenen Mutter, wenn es zu so einer Konstellation kommen kann...

#3 - 26.12.2017, 21:50 von Cäsarenwächter

Erst Suff, dann druff!

Hans könnte fristlos gekündigt werden. Allerdings muss Hans zuvor von der Vermieterin abgemahnt werden. Eine Kündigung durch die Vermieterin kommt in Betracht, wenn Hans wegen seines Alkoholismus den Hausfrieden erheblich und nachweislich stört, z. B. andere Mitbewohner belästigt, beschimpft, terrorisiert. Der Alkoholkonsum an sich reicht nicht aus, um Hans loszuwerden. Es sollte unbedingt das Gespräch mit ihm durch die Vermieterin gesucht werden, bzw. durch den Hauptmieter und ihm die Grenzen aufgezeigt werden. Man sollte ihm auch empfehlen, sich zu therapieren. Denn wenn er sich bei nachgewiesener Alkoholkrankheit nicht therapieren lässt, kann das für ihn rechtlich nachteilig werden.

#4 - 27.12.2017, 02:25 von dasfred

Gar nicht lange diskutieren

Raus mit ihm. Er hält sich nicht an Absprachen, treibt einen Keil in die Familie der Vermieterin und ist nach acht Gläsern Bier nicht mehr bei klarem Verstand. Es ist nicht die Aufgabe von Laien, sich hier der Alkoholtherapie anzunehmen. Jedes Verständnis und Mitgefühl ist am falschen Platz. Er hat sich für Alkohol und gegen die Mitbewohner entschieden und sich somit selbst als WG untauglich präsentiert. Jeder weitere Tag belastet nur die anderen Bewohner.

#5 - 27.12.2017, 08:48 von touri

Zitat von schnarchn
Was für ein seltsames Verhältnis zur eigenen Mutter, wenn es zu so einer Konstellation kommen kann...
Warum, weil die Mutter als Vermieterin auftritt?

Das halte ich jetzt nicht für so ungewöhnlich, insbesondere wenn ein Einkommen vorhanden sein sollte. Außerdem steht ja nicht im Text, was die Kinder an Miete zahlen.

#6 - 27.12.2017, 09:45 von Valis

Traurig

Was ich bei solchen Beiträgen immer wieder feststellen muss:
Es wird nicht mehr geredet.
Es wird versucht abzuschieben, zu verdrängen oder rechtliche Handlungen werden ausgelotet.
Alles bevor man sich einmal um eine Aussprache bemüht.
Was ist so schlimm daran das Gespräch zu suchen?
Im schlimmsten Fall verschlimmert sich ein Verhältnis was eh zerstört ist.
In den meisten Fällen aber klärt ein Gespräch.
Ich glaube das geht den Menschen allmählich verloren.
Das sieht man auch an der Zahl von gescheiterten Ehen.

#7 - 27.12.2017, 10:58 von hansgustor

@dasfred

Genau, Alkoholiker gehören rausgeschmissen, damit sie auf der Straße leben. Am besten auch gleich bei der Arbeit / Uni anrufen, damit ihm gekündigt wird. Ordnung muss sein.

#8 - 27.12.2017, 11:24 von markus_wienken

Zitat von hansgustor
Genau, Alkoholiker gehören rausgeschmissen, damit sie auf der Straße leben. Am besten auch gleich bei der Arbeit / Uni anrufen, damit ihm gekündigt wird. Ordnung muss sein.
Wenn Sie die Zeit, Interesse und das Know How haben sich um einen Alkoholiker zu kümmern, bitte.
Andere Studenten konzentrieren sich auf ihr Studium und möchten ihre (oftmals spärliche) Freizeit eben anders nutzen.

#9 - 27.12.2017, 12:35 von andi987

In so eine WG wäre ich an Hans Stelle nie eingezogen. Hört sich ziemlich langweilig an dort und Putzfanatiker sind es anscheinend auch noch. Die Konstellation mit Mutter und Kindern ist bei Streitigkeiten auch ungünstig.
Vermutlich hätten die Parteien vor dem Einzug mehr miteinander sprechen müssen um dieses absehbare Desaster zu verhindern

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