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Leben und Lernen

Miete, Bioessen, Reisen: Wovon Studenten leben - und wofür sie ihr Geld ausgeben

Joy Kroeger Taxi fahren, Bafög oder eigene Wohnung: Hier erzählen Studenten, woher sie jeden Monat ihr Geld bekommen, wie es sich davon leben lässt - und woran sie am meisten sparen.
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#1 - 22.10.2018, 06:57 von weroc

Luxusproblem

Die meisten der hier gezeigten Studenten haben verdammt viel Geld zur Verfügung und wissen nur nicht wie man damit umgehen soll.
Ich habe zusammen mit meiner Freundin und für unsere Tochter knappe 1500? zur Verfügung.
Ich achte dennoch auf Qualität beim Essen und wir können es uns auch mal leisten wegzugehen.

Dass hier aber einige schon so halb darüber jammern, dass sie nicht in den Urlaub können, ist einfach nur ein Luxusproblem.

#2 - 22.10.2018, 07:34 von threonin

Verzerrtes Bild

Ich finde es auch ziemlich heftig, wie viel Geld hier zur Verfügung steht. Bei mir und vielen meiner Kommilitonen sieht das anders aus, besonders repräsentativ ist die Befragung ja aber bestimmt sowieso nicht :)
Vor allem wenn man sich mal den Altersschnitt anschaut, Ende 20 ist für einen Studenten schon sehr alt, das sind in den Naturwissenschaften eigentlich nur die Doktoranden, und die bekommen ja ein Gehalt.

#3 - 22.10.2018, 07:38 von bastikong

Nicht repräsentativ...

"Im Durchschnitt leben Studenten von 900 € im Monat"
Aber alle hier vorgestellten Studenten/innen haben z.T. deutlich mehr als 900 € zur Verfügung. Was ist mit der hälfte aller studierenden die weniger als 900 € zur Verfügung haben?
Der Beitrag erweckt den Eindruck das viele Studenten Luxusprobleme haben und gibt kein reales Bild wieder.

Wenn ich an meine Zeit an der Uni zurückblicke, dann habe ich teils prekäre Lebensverhältnisse vor den Augen: Viele Haben keine "reichen" Eltern die Sie finanziell unterstützen können und Nebenjobs in Unistädten sind rar oder sie werden unter Mindestlohn ausgebeutet (zu meiner Zeit in Greifswald 2004-2009 gab´s bei einer Burgerbude 4,53€ Stundenlohn). Einer meider Kommilitonen musste aus Mülltonnen Essen klauen... Und einige mussten ihr Studium abbrechen weil sie sich ein Studium einfach nicht leisten konnten...

Bildung bleibt eben vor allen ein Privilleg der sozial bessergestellten...

#4 - 22.10.2018, 07:42 von furril

Scherz?

Was sind denn das für Ansprüche? Wo steht denn geschrieben, dass ein Student in der Innenstadt leben und die lediglich die erlesensten Bio-Speisen konsumieren sollte? Sich Reisen nach Norwegen leisten können muss?
Ich hatte 600 € im Monat zur Verfügung, damals waren es noch 300 € Warmmiete. Ich hatte NIE Geldprobleme! Essen aus dem Supermarkt und für den Spaß gab es Hauspartys, bei denen je 4 Personen einen Kasten Öttinger mitgebracht haben. So ging es allen um mich herum! Also wirklich...

#5 - 22.10.2018, 07:47 von tpro

Zitat von weroc
Die meisten der hier gezeigten Studenten haben verdammt viel Geld zur Verfügung und wissen nur nicht wie man damit umgehen soll. Ich habe zusammen mit meiner Freundin und für unsere Tochter knappe 1500? zur Verfügung. Ich achte dennoch auf Qualität beim Essen und wir können es uns auch mal leisten wegzugehen. Dass hier aber einige schon so halb darüber jammern, dass sie nicht in den Urlaub können, ist einfach nur ein Luxusproblem.
Ja, das ist jammern auf einem sehr hohen Niveau. Und Flugreise nach Südafrika? Auch erstaunlich, wieviel Geld von Eltern monatlich ans Töchterchen überwiesen wird. Erstaunlich auch, die Denkweise zwischen denen, die schon in einem Beruf gearbeitet haben und denen, die bisher nur Sohn/Tochter von Beruf waren. Die erste Gruppe ist deutlich erwachsener und realistischer.

#6 - 22.10.2018, 07:48 von Sibylle1969

In meiner alten Firma hatten wir mal eine Studentin als Aushilfe, die es normal fand, an einem ganz normalen Samstagabend beim Ausgehen 100 Euro auszugeben. Wer von 1000 Euro im Monat leben muss, kann selbstverständlich nicht so viel fürs Ausgehen ausgeben, und auch ich, die netto ein Vielfaches davon verdient, käme nicht auf die Idee, an einem einzigen Abend so viel auszugeben, nur mal ausnahmsweise in einem sehr guten Restaurant.

#7 - 22.10.2018, 08:10 von MioMioMimi

Was soll das?

Wo bitte habt ihr diese Studenten her? Ich kenne wirklich niemanden aus dem Studium, der so viel Geld zur Verfügung hatte. Vielleicht liegt es daran, dass ich an einer Hochschule studiert habe. Ich habe immer auf 400-Euro-Basis gearbeitet. Das Bafög, was ich erhalten habe wurde scheinbar immer wieder neu ausgewürfelt. So hatte ich mal 900 Euro mal 500 Euro zur Verfügung. Zum Glück habe ich vor dem Studium eine Ausbildung gemacht und konnte ein bisschen Geld zur Seite legen.
An Aussagen wie "Auf Bio-Lebensmittel möchte ich nicht verzichten" konnte ich im Traum nicht denken. Außerdem kann ich nicht nachvollziehen warum alle jungen Menschen der Meinung sind, sie haben einen Art Anspruch auf Reisen bzw. Fernreisen! Mit der Nordsee lässt sich ja nicht prahlen.

Ich habe mein Studium vor 2 Jahren abgeschlossen und denke daher, mein Eindruck ist noch nicht veraltet.

#8 - 22.10.2018, 08:20 von tiquita

Sogar ein sehr verzehrtes Bild

Zitat von threonin
Ich finde es auch ziemlich heftig, wie viel Geld hier zur Verfügung steht. Bei mir und vielen meiner Kommilitonen sieht das anders aus, besonders repräsentativ ist die Befragung ja aber bestimmt sowieso nicht :) Vor allem wenn man sich mal den Altersschnitt ......
Ich muss Threonin hier einfach zustimmen. Ich bin selbst vor einem Jahr erst mit meinem Studium fertig geworden und ich war mit ca 850 € pro Monat in meinem Freundes- und Bekanntenkreis ein deutlicher Ausreißer nach oben! Die meisten meiner Freunde und Kommilitonen hatten er so 500-650 € pro Monat zur Verfügung. Wovon dann 300-400 € für die Miete draufgegangen sind.

#9 - 22.10.2018, 08:21 von opalo

Studenten mit Luxusproblemen.....

..... mehr fällt mir zu den Beispielen nicht ein. Ich habe zwischen 1995 und 2000 studiert und hatte 200 bis 250 Euro im Monat zum Leben (dh Essen, Bücher, ausgehen Klamotten, eben alles....). Mehr Bafög gab es für mich nicht, weil meine Eltern wenig, aber offenbar noch zu viel verdient haben. Mein Zimmer haben meine Eltern bezahlt, das kostete 150 EUR. Mein gesamtes Budget war also die Hälfte vom heutigen Durchschnitt. Urlaub ging nur mit Jobben in en Semesterferien, während des Semesters wollte ich nicht arbeiten, um mich aufs Studium zu konzentrieren. Auslandssemester ging Dank meiner Oma und Schmalhans als Küchenmeister. Ja, ich musste rechnen, aber geklappt hat es immer. Und geschadet hat es mir nicht. Manche Studenten scheinen zu vergessen, dass Studentenjahre keine Herrenjahre sind.

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