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Leben und Lernen

Schulunterricht: Wie der Digitalpakt zur Geisel der großen Politik wurde

DPA Der Digitalpakt sollte den Aufbruch in die digitale Schulzukunft markieren. Doch er steckt im Klein-Klein föderaler Bildungsstreitereien fest - und jetzt wird die Zeit knapp.
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#50 - 30.10.2018, 15:12 von mrotz

Zitat von genugistgenug
Die Schulen haben es ja nicht mal geschafft, den Lehrstoff auf G8 einzudapfen, sondern haben einfach nur weiter gestopft - statt die Chance zum ausmisten zu nutzen. Einige übliche Floskeln aus unserer IT Zeit z.B. "der Computer muss doch wissen, was ich will" - ganz davon abgesehen, dass die meisten Leute gar nicht wissen (wollen), was am Ende dabei rauskommen soll. Oder "Sie bringen alles immer so knapp auf den Punkt, erzählen Sie doch mehr". Am besten ist immer noch ein Frager bei einem Vortrag aus Beginn des Internet: "Ist das dann so, dass wenn ich etwas auf Butterbrotpaier schreibe und dann abschicke, kommt das dann beim anderen dann auch auf Butterbrotpapier an - wie beim Fax auch?" Die IT ist für Behörden und die ganze Mafia immer ein guter Grund Meetings zu veranstalten, usw. um das Unwissen hinter Worthülsen zu vertuschen und sich gleichzeitig wichtig zu machen. Vor allem haben dann die Kollegen vor den Abgesandten ihre Ruhe. . Beginnend von der Planungszeit "was soll genau kommen - wer soll es machen - wer trägt die PERSÖNLICHE Verantwortung -w er darf mitreden/muss die Klappe halten (geschätzt 30 Jahre)" über Ausschreibung (europaweit) bis zu Entscheidung - Lieferzeit - Aufbau - Schulung und vor allem mitdenken der Verantwortlichen. Geschätzt 3 - 4 Jahre. Doch in diesem Zeitraum verändert sich die IT bereits zweimal. Das Projekt wird natürlich nicht angepasst und man kauft teuren, uralten Schrott ein. Wir haben uns vor Schulungen in Behörden, usw. immer gedrückt, weil das Niveau immer unterirdisch war, bzw. keiner durfte etwas sagen wenn der Vorgesetzte nichts kapierte, weil man ihn sonst blamiert hätte), die "Wunsch/Wahnvorstelungen" waren aber himmelhoch, man nicht mal einfachste logische Vorgänge verfolgen konnte, offensichtliche Fehler (extra eingebaut - Bits und Bytes - oder mal eine ganze Seite rausgenommen) nicht erkannte und kosten darf das alles natürlich gar nichts. Anm. Bedingung sollte Bedienung bzw. Selbstbedienung im 1. Post heißen.
Also zumindest in BaWü ist durch G8 extrem viel fundamental Wichtiges aus dem Mathematiklehrplan geflogen.

Die Schüler verdummen zusehends.

mfg

#51 - 30.10.2018, 15:26 von dickebank

falscher Fehler

Zitat von biesi61
Sie ist für unser aller Zukunft das mit Abstand größte Risiko! Manche Länder können mangels ausreichender Finanzmittel für unsere Kinder kein zeitgemäßes Bildungssystem organisieren und die anderen wollen das nicht! Und im Ergebnis fallen wir international immer weiter zurück!
Ob das Land oder der Bund für die lehrkräftebesoldung und das Schulgesetz einschließlich aller Verordnungen und Erlasse zuständig ist, ist vollkommen zweitrangig. Das Hauptübel liegt in der Trennung zwischen den Zuständigkeiten für die "innere und die äußere Schule".

Wenn der Bund die Schulen mit digitaler Infrastruktur zuschmeißt, die Kommunen als Schulträger aber kein Personal für die Systemadministratio bereit stellen und finanzieren, ist die gesamte Digitalisierungskampagne weggeworfenes Geld.

#52 - 30.10.2018, 15:37 von dickebank

genau

Zitat von rennflosse
Die Bildungspolitik gehört in die Hände eines Bundesministers. Föderale Strukturen sind hier vollkommen unzeitgemäß und blockieren die Qualität der Bildung. Ich habe da unselige Erfahrungen im Bundesland Berlin, wo die Bildung vollkommen unter die Räder einer zerstörerischen Sparpolitik geworden ist und wir heute vor einem Trümmerhaufen stehen, an dem immer noch mit Reformen herumgedoktert wird (die auch nichts anderes sind als verkappte Sparmaßnahmen oder schlicht Müll).
Ist wie bei den Finanzen. - Der Bund kann zwar für die Steuern, die ihm zustehen, Gesetze verabschieden, braucht aber im Rahmen der konkurrierenden Gesetzgebung die Zustimmung des Bundesrates - also der Länderkammer. Für die Steuererhebung sind dann die Länder im Zuge der Bundesauftragsverwaltung zuständig. Wie unterschiedlich die Länderfinanzverwaltungen dann vorgehen, ist am Beispiel des Ankaufs der Steuer-CDs zu sehen.

Und wer darüber himaus glaubt, dass ein einheitliches Schulgesetz zu gleichen Lernbedingungen am Starnberger See und im Ruhrgebiet führen, der glaubt auch an den Weihnachtsmann. Die Unterhaltung der Schulgebäude unterliegt nämlich immer noch den Kommunen.

#53 - 30.10.2018, 15:59 von crossy-hl

Vorschlag:

Der Bund sollte den Ländern die Bildungshoheit einfach mit einem Angebot abkaufen, dass die Länder nicht ablehnen können, z.B. mit einem höheren Anteil aus der MwSt.. Das wäre der schnellste Weg, den alten und nicht mehr zeitgemäßen Zopf Bildungsföderalismus abzuschneiden. Das politische Theater, was wir gerade erleben, wird niemals dazu führen, dass die Länder ihre Bildungshoheit aufgeben, lieber lassen sie den Laden weiter verlottern.

#54 - 30.10.2018, 16:26 von noalk

So wird die Geisel zur Geißel

Lasst den Digitalpakt sausen. Die Fähigkeit zum Umgang mit IT ist eine Sekundärtugend. Sie setzt Kenntnisse voraus,die gewissermaßen automatisch fachübergreifend angeeignet werden können. Wer nicht ordentlich lesen, schreiben (logisch!) und rechnen kann, dem hilft auch der DigiPakt nix.

#55 - 31.10.2018, 01:08 von Gerd Termathe

Digitalpakt

Mit den Schlagwörtern Digitalisierung, künstliche Intelligenz und Quantencomputern macht die Bundesregierung Werbung für eine Grundgesetzänderung, die es in sich hat. Worum es hier geht:

Digitalisierung:
Computer gibt es schon seit einem halben Jahrhundert. Neu ist das inflationär gewachsenene Interesse an den persönlichen Daten der Bürger, mit deren Hilfe sich einerseits Profit machen lässt (z.B. durch massenhafte personalisierte Werbung, die Google auf beliebigen Webseiten platziert) und andererseits gezielt Information und Desinformation zur Manipulation von Meinungen verbreitet werden können.

Künstliche Intelligenz:
Um die Datensammelwut zu befriedigen, wird eine geeignete Infrastruktur benötigt. Dazu gehören schnelles Internet und ausreichende Verfügbarkeit von Rechnerleistung. Die künstliche Intelligenz (mit Hilfe von Computern) besteht darin, die Daten möglichst effektiv zu verknüpfen und einzusetzen. Machterhalt und Gier stehen dabei im Vordergrund, die natürliche Intelligenz der Bürger ist da eher ein Störfaktor.

Quantencomputer:
Mit Quantencomputern verhält es sich ähnlich wie mit Einsteins Relativitätstheorie: Durch massenhafte Verbreitung gezielter Falschinformationen, vor allem durch steuerfinanzierte sogenannte Grundlagenforschungsinstitute, die erforschen, wie den Bürgern wesentliche Grundlagen vorenthalten werden können, werden die Menschen mit Hilfe des Einsteinschen Schummelfaktors (Lorentzfaktor) dazu gebracht, zu glauben, dass 2+2 etwas anderes als exakt 4 ergibt, wenn die Regierung es wünscht. Schon die Stichworte "Lichtteilchen (Photonen)", "Quantenverschränkung" und "Teleportation", von denen im Zusammenhang mit Quantencomputern die Rede ist, zeigen, worum es sich hier handelt: Scharlatanerie und Hokuspokus, erfunden, um die gezielte Verdummung zu verstärken.

Digitalpakt:
Der Digitalpakt gestattet es der Bundesregierung, über "Bildungsserver" direkt auf die Schüler zuzugreifen. Damit ist der gezielten Manipulation der Schüler Tür und Tor geöffnet. Im Gegenzug verspricht(!) die Bundesregierung ein paar Milliarden, verteilt auf mehrere Jahre, für die Infrastruktur auszugeben. Angesichts der vielen Milliarden jährlich, die allein für die Verbreitung der Relativitätstheorie ausgegeben werden (Teilchenbeschleuniger kosten Geld), eher etwas, was aus der Portokasse bezahlt werden kann.

Fazit:
Der grundgesetzwidrige (Art. 2 GG) millionenfache Missbrauch von Kindern und Jugendlichen zu eigenen Zwecken (Machterhalt und Gier) soll nicht nur fortgesetzt, sondern sogar noch intensiviert werden. Es geht dabei um Ihre Kinder und Ihre Steuergelder.

"Das ganze Thema der künstlichen Intelligenz wird eine riesige Rolle spielen. Darum ist es wichtig, Forschungseinrichtungen wie die der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) und ähnlicher Organisationen weiter zu stärken" (Merkel, 2017).

#56 - 31.10.2018, 09:18 von happy2010

In jedem Unternehmen ist es normal, dass man Personal, Gehalt Zuwendungen und Co digital verwaltet

Fragt man Deutschland, WO Person XY lebt, wieviel Zuwendung Kindergeld H4, Gehalt und Co derjenige bekommen hat, dauerts Monate, das zusammenzutragen.
Kostet mehrere 100 Euro Arbeitszeit
Woanders: Klick, fertig

Fragt man D, welche Verbrechen XY begangen hat, wo er welche juristischen Maßnahmen ausgelöst wurde, dauert es Monate, das zusammenzutragen.
Bindet tagelang Personal, bedeutet u.U. auch tagelange Überwachung, bis Ergebnisse vorliegen...

Fragt man D, ob es in Bundesland A die selben Taten von XY wie im Bundesland B...dauert es Monate....

Will man in D ein Fahrzeug anmelden, muss man zum Heimatort....

Will man eine Anzeige machen, muss man hintingeln, online Fehlanzeige

Will eine Polizeibehörde mit anderer Behörde kommunizieren geht das sinnig nur per Post....
Polizeibehörden untereinander: Geht auch nicht, da die Mailabdeckung unter 10% beträgt

Bekommt man einen Strafzettel, kommt der nach Monaten per Post, die 3 Monate werden nur nicht überschritten, da ansonsten verjährt
Eine Rechnung von einem Lieferanten bekomme ich binnen 1 h per Mail

Deutschland verzockt die komplette Zukunft durch Wähler, die im Gestern leben
Und durch Politiker, die mit Rechenschieber und Abakus groß geworden sind
Politiker, für DIGITAL verantwortlich, sollten unter 35 Jahre alt sein

#57 - 03.11.2018, 12:17 von beccon

Kleinstaatlerei vs. Zentralisierung

Die Lösung kann nicht Zentralisierung - sondern muß mehr Wettbewerb im Bildungswesen sein. Staatliche Schulen werden immer der Trabant unter den Bildungseinrichtungen sein - genau aus demselben Grund - weil der alte Papp-Trabant auch "gut genug" für alle "Werktätigen" war. Erst die Marktwirtschaft fegte ihn hinweg.

Als Argument für ein staatliches Bildungssystem wird von interessierter "offizieller" Seite immer angeführt, daß die Eltern mit der Bildung ihrer Kinder überfordert seien und darum ein alles verwaltender wohlwollender Staat diese Aufgabe und auch die damit verbundenen Entscheidungen besser wahrnehmen kann. Kann er nicht- will er nicht einmal.

Das Land Berlin gibt jedem Strafgefangenen jetzt ein Tablet - für die Schüler haben sie keins übrig.
https://www.welt.de/regionales/berlin/article177478774/Berliner-Modellprojekt-Tablets-fuer-Strafgefangene.html

Am mangenden Geld kann es bei dieser Steuerquote im Lande nicht liegen - am mangelnden Willen- trotz andersweitiger Bekundungen schon. Und bei einem zentralisierten System gäbe es auch kein Entrinnen mehr gegen Experimente und gewollte Verwahrlosung.

Mir ist es schleierhaft, warum wir das wertvollste, was wir haben - unsere Kinder - diesem Staat mit dieser Performance so widersprochslos anvertrauen.

#58 - 03.11.2018, 18:25 von Thomas Schröter

Im Wochentag grüßt der Digitalpakt - Alexa-World

Zitat von noalk
Lasst den Digitalpakt sausen. Die Fähigkeit zum Umgang mit IT ist eine Sekundärtugend. Sie setzt Kenntnisse voraus,die gewissermaßen automatisch fachübergreifend angeeignet werden können. Wer nicht ordentlich lesen, schreiben (logisch!) und rechnen kann, dem hilft auch der DigiPakt nix.
Wer zahlt für diese Spiegelartikel, die sicher nicht dem Wohl der Kinder sondern eher der Vorbreitung der zentralen Indoktrination und der Subventionierung der entsprechenden Industrien dienen?

Welche Studien untermauern die nachhaltige Lerneffektivität und persistente Lernerfolge digitaler Angebote (n der Schule)?
Seit über 60 Jahren zeigen zunehmende Zahlen von Studien deren kontraproduktiven Effekte.

Es geht um im Ergebnis destruktive Datensammelwut und Kontrollwahn einer Supermacht sowie der Verfügbarkeit deren miltärischen Waffensystemes, zu dem insbesondere das Internet zählt.

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