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Leben und Lernen

Streit um Studienfinanzierung: "Bafög ist eine Sozialleistung, kein Almosen"

DPA Sollen Bafög-Studenten in billigere Uni-Städte ziehen? Bildungsministerin Anja Karliczek findet das vertretbar, der Generalsekretär des Studentenwerks hält dagegen: Dann sei die Freiheit der Berufswahl in Gefahr.
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#1 - 09.02.2019, 18:08 von kalim.karemi

Wem das Bafög nicht reicht

Der kann sich bitte einen Job suchen, in Städten die teuer sind, gibt's für Studenten davon mehr als genug.

#2 - 09.02.2019, 18:18 von Inlinen

Geht´s noch

Nun höre ich zum ersten mal etwas von unserer Bildungsministerin (CDU). Leider nichts Gescheites. Da wird mal schnell "die freie Wahl des Wohnsitzes" abgeschafft. Menschen, die studieren soll das Bafög gekürzt werden, ja geht´s noch. Diejenigen, die etwas aus ihrem Leben machen wollen. Unser Humankapital. Sonst haben wir ja nichts mehr in Deutschland. Jedem AlgII Empfänger wird sein Lebensunterhalt, seine Miete (Wohnsitz egal) Wasser und Heizung bezahlt, auch wenn er keine Lust hat zum Arbeiten. Er muss nur die richtigen Ärzte kennen, die ihm bei einem Arbeitsangebot die jeweiligen Scheine ausstellen.
Und dann kommt diese Frau und redet so einen Mist. Typisch CDU.

#3 - 09.02.2019, 18:23 von widower+2

So ist es!

Mehr Wohnheimplätze und insgesamt mehr, viel mehr sozialer Wohnungsbau wird benötigt. In diesen Bereichen versagt die "freie Marktwirtschaft" seit Jahren absolut kläglich. Wer FDP, AfD oder CDU wählt bekommt Raubtierkapitalismus der schlimmsten Sorte. Die FDP-Wähler wollen in der Regel genau das, die CDU-Wähler sind da gespalten und die Wähler der AfD wissen in ihrer großen Mehrzahl gar nicht, was für eine Politik sie da jenseits des plumpen "Ausländer raus" eigentlich wählen.

#4 - 09.02.2019, 18:31 von Nordstadtbewohner

Es gibt immer Alternativen

Wem das Bafög zu wenig ist und keine Eltern hat, die einspringen wollen: Man kann zusätzlich bei der KFW einen Studienkredit aufnehmen: 14 Semester lang bis zu 650 Euro monatlich. Wer das nicht will, der kann etwas machen, was viele Studenten tun: Sich einen Studentenjob suchen. Von daher verstehe ich das Gejammer nicht.

#5 - 09.02.2019, 18:34 von Lesenkönner

@2Inlinen

An Ihrem Beitrag ist so ziemlich alles falsch. Es geht nicht um Kürzung des BAFÖG, sondern darum, ob es Wohnen in München garantieren soll. Ich wohne auch nicht in Düsseldorf, obwohl ich dort arbeite, weil es zu teuer ist. Habe ich jetzt auch einen Anspruch auf Zuschuss? Meine Brüder und ich haben während des Studiums zu Hause gewohnt, damit meine Eltern über die Runden kamen. Bafög war „rechnerisch“ nicht drin bei der damaligen „typisch“ SPD Regierung.

#6 - 09.02.2019, 18:36 von sven2016

Coole Bildungsministerin.

Mit solchen Ansagen rettet man das Bildungswesen und spart das Geld „der Steuerzahler“?

Sagt jemand aus der Partei der externen Berater? Wirklich super.

Die Schwarzen wollen nur noch mit Verboten und Vorschriften regieren - außer für Unternehmer, die sollen nicht bevormundet werden.

#7 - 09.02.2019, 18:37 von remedias.cortes

Die Lebensverhältnisse sind nicht gleich .....

war doch vor kurzem hier auf SPON , dass überdurchschnittlich viele Uni- Rektoren von der Uni Mainz kommen und kein einziger aus den neuen Bundesländern, mit der Ausnahme eines Ossis, der aber im Westen studiert hat.
Gleichzeitig gibt es die Exzellenz- Universitäten in München und Berlin.
Ärmere Studierende auf die billigeren Städte zu verweisen, ist im Tat eine Ungleichbehamdlung - da bleibt man schön unter sich, gelle.

#8 - 09.02.2019, 18:40 von Postwachstumsökonom

Die Insel

Genau. Die Bafög-Studenten ziehen in billigere Städte und die Kinder reicher Eltern, studieren dann ''mit ihresgleichen Stand'' . Das Kapital will ja keinen Klassenkampf, sondern lieber unter sich bleiben. Das hält also unsere Bildungsministerien für vertretbar. Vielleicht sollten wir noch einen Schritt weiter gehen und nicht nur den Studienort, sondern auch das Studienfach zur Disposition stellen. Nautik oder Seeschiffahrt kann man nur in Hamburg studieren? Geschenkt. Dann muss man halt flexibel sein und stattdessen BWL in Bad Posemuckel studieren, weil es da ja billiger ist. Letztendlich ist es eh egal was man studiert, denn viele Studenten werden von der Gesellschaft ohnehin schon ausgegrenzt, alleine aufgrund ihres ''Status Student/-in''. Dann können wir hier gleich weiter machen und die Schere noch weiter auseinander treiben. Gerechtigkeit sieht anders aus. Bafög sollte jeder Person ab 18 gezahlt werden, für 5 Jahre ohne Erbringung von nachweisen, ausser einer jährlichen Immatrikulationsbescheinugung. So einfach ist es und so machen es auch andere Länder. Die eine Hälfte kann dann ab dem 30 Lebensjahr in kleinen Raten bis zum erreichen der Rente zurückgezahlt werden. Die andere Hälfte trägt der Staat. Wer meint, für Bildung nichts ausgeben zu wollen und andere ''durchzusponsoren'', der hat das Solidarprinzip nie verstanden. Auf der anderen Seite profitiert man dann aber gerne von den hier ausgebildeten Ärzten, die 10 Jahre Studium hinter sich haben, bei Krankenkassenbeiträgen, die andere für einen gezahlt haben, wenn man mal richtig krank ist und die Behandlung länger dauert. Aber nur weiter so. Jeder ist auch wohl gerne selbst der nächste!Studenten Deutschlands - hört nie auf, für euer Recht und Ansehen in der Bevölkerung zu kämpfen, denn ihr habt es verdient.

#9 - 09.02.2019, 18:43 von keine-#-ahnung

"Da wird mal schnell ...

Zitat von Inlinen
Nun höre ich zum ersten mal etwas von unserer Bildungsministerin (CDU). Leider nichts Gescheites. Da wird mal schnell "die freie Wahl des Wohnsitzes" abgeschafft. Menschen, die studieren soll das Bafög gekürzt werden, ja geht´s noch. Diejenigen, die etwas aus ihrem Leben machen wollen. Unser Humankapital. Sonst haben wir ja nichts mehr in Deutschland. Jedem AlgII Empfänger wird sein Lebensunterhalt, seine Miete (Wohnsitz egal) Wasser und Heizung bezahlt, auch wenn er keine Lust hat zum Arbeiten. Er muss nur die richtigen Ärzte kennen, die ihm bei einem Arbeitsangebot die jeweiligen Scheine ausstellen. Und dann kommt diese Frau und redet so einen Mist. Typisch CDU.
... "die freie Wahl des Wohnsitzes" abgeschafft."

Ich habe gerade mal im Hotel Adlon angerufen und mich nach der Präsidentensuite für eine Daueranmietung erkundigt. Übersteigt mein Monatshonorar deutlich :-( !

Ich habe dem Concierge mit einer Klage vor dem BVerG gedroht - erstaunlicherweise war er da nicht sonderlich beeindruckt :-)

Irgendwie ist der Generation iPhone das Verständnis dafür abgekommen, dass man, bevor man sich etwas leisten kann, vorher erst einmal etwas leisten muss ... und bis es soweit ist, bleibt das Leben in ganz besonderer Form das, was es nun einmal ist - eine Aneinanderreihung von Kompromissen zwischen Wunsch und Wirklichkeit.

Das hat mit der CDU nix zu tun ...

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