Schrift:
Ansicht Home:
Forum
Leben und Lernen

Transsexualität im Beruf: Und dann kam Andrea

Nike Laurenz Vor sechs Jahren machte Andrea Krieger an ihrer Arbeitsstelle ihre Transsexualität bekannt. Als Transfrau konnte sie sich nie mit ihren männlichen Geschlechtsmerkmalen identifizieren. Sie erhielt überraschend positive Reaktionen.
zum Artikel
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!
    Seite 1/3    
#1 - 10.04.2015, 10:26 von Koana

Glückwusch,

sowohl Frau K. als auch den Menschen, die sie auf ihrem Weg mit Unvoreingenommenheit begleitet haben.

#2 - 10.04.2015, 10:30 von bitboy0

Kein Drama draus machen!

ich glaube, wir haben hier in unserem Land doch eine große Bereitschaft für Toleranz!
Wenn jemand schwul ist, lesbisch oder eben transsexuell, dann sollte das genau so behandelt werden wie alle sexuelle Themen im Job: Ich gehe nicht zum Job um mit meinem Geschlecht zu hantieren und es spielt keine Rolle welches Geschlecht mein Kollege hat. Es ist sicher etwas Zeit nötig um sich daran zu gewöhnen, aber dann ist das eben so.

Ich hoffe, dass ich nicht zu optimistisch bin, aber ich denke es sollte - wenn es nicht nur eine Show der Person ist - keine Probleme machen!
Wenn jemand aber besonders affektiert sich selbst darstellt, dann ist es - unabhängig vom Geschlecht - einfach ein provozierendes und unagepasstes Sozialverhalten. DAS wird mit Sicherheit oft Probleme machen.

#3 - 10.04.2015, 10:35 von soundwaves

Erfahrung

Ich selbst hatte auf meiner Arbeitsstelle eine transsexuelle Frau, die sich entschieden hat, die Umwandlung zum Mann vorzunehmen...
Natürlich ist das zunächst befremdlich, wenn die Stimme tiefer wird und der Bart anfängt zu wachsen.

Aber es ist wie mit allem, man gewöhnt sich schnell an etwas und nach kurzer Zeit ist das dann völlige Normalität.
Die Akzeptanz war zu 100% positiv und alles andere würe mich auch schwer wundern. Diese Entscheidung wird schließlich getroffen, weil es einem Menschen damit besser gehe soll und sowas sollte man auch zu 100% unterstützen.

#4 - 10.04.2015, 10:40 von postmaterialist2011

Schön zu lesen !

Toll, das Frau Krieger keine Diskriminierung erfahren hat, so sollte es eigentlich auch sein, da nur die Arbeitsleistung und nichts anderes zählen sollte. Als weibliche Systemadministratorin wird sie wohl die gleiche Leistung als zuvor als Mann erbringen.
Leider wird bei uns noch allzu häufig aufgrund der Ethnie ( türkische, arabische oder dunkelhäutige Bewerber werden gleich aussortiert), der sexuellen Identität ( wieviel offen schwule Vorstände und Führungskräfte gibt es in D ?), aber auch aufgrund des Alters ( was schon 45 ?) diskriminiert. Erst wenn unvoreingenommen allen Bewerbern die gleichen Chancen geboten werden, wird ein solcher Artikel unnütz werden.

#5 - 10.04.2015, 10:55 von monolithos

Ermutigende Geschichte

Ich bin zwar betroffen und kann mich daher, wie viele andere, nur als Außenstehender zu der Sache äußern. Beeindruckend finde ich die professionelle Haltung der Mitmenschen, insbesondere des Chefs. Diesen gebührt Respekt für ihren Respekt davor, was wirklich wichtig ist im Leben: dass jemand ein guter Mensch ist, egal wie er aussieht, wo er herkommt, wieviel Pigmente in seiner Haut sind, welche Sprache er spricht oder ob er sich in seinem Körper zu Hause fühlt oder nicht. Daher wünsche ich nicht nur Frau Krieger alles Gute, sondern auch ihrem Chef, ihren Kollegen, ihren Freunden und allen anderen, die ihre Entscheidung mittragen.

#6 - 10.04.2015, 11:33 von jamguy

so is die Welt

Ich traf auch schom mal ein Mensch der davon träumte ein Pferd zu sein.Wie soll man damit umgehen?

#7 - 10.04.2015, 11:42 von iconoclasm

Zitat von postmaterialist2011
Toll, das Frau Krieger keine Diskriminierung erfahren hat, so sollte es eigentlich auch sein, da nur die Arbeitsleistung und nichts anderes zählen sollte. Als weibliche Systemadministratorin wird sie wohl die gleiche Leistung als zuvor als Mann erbringen. Leider wird bei uns noch.....
Einerseits beklagen sie Diskriminierung, andererseits möchten sie genau wissen wie viele Dax Vorstände Schwul sind. Entscheiden sie sich mal.

Die Sexualität anderer Menschen, insbesondere im Berufsleben ist mir und wahrscheinlich den meisten anderen auch sowas von egal.
Im Gegenteil, selbstdarsteller die ihre Sexualität jedem auf die Nase binden müssen nerven einfach nur.

#8 - 10.04.2015, 11:42 von spon-facebook-1610186763

Schall und Rauch

Das lief bei mir ebenfalls sehr beruhigend ab. Es dauerte zwar eine Weile, jedoch zeigte sich der langsamere Weg scheint der angenehmere für die Menschen um uns herum zu sein. Erst als ich nicht mehr die Veränderung verbergen konnte, habe ich den Entschluss des Wechsels kund getan. Allerdings schon bei Therapiebeginn meinem Vorgesetzten reinen Wein eingeschenkt. Die dienstliche Umstellung hat nicht einmal eine Woche gedauert. jedoch sind Umstellungen bei privaten Dienstleistern mitunter Spiessrutenläufe. Schon der Schritt, diesen Wandel zu vollführen ist ein immenses emotionales und auch körperliches Unterfangen, die Folgen kosten noch einmal zusätzliche Energie. Ich schaffte das innerhalb eines Jahres bei zwei Jahren Vorbereitung. Also wer, so jemanden in seinem Kreis hat, bitte versucht nett zu sein. ;)

#9 - 10.04.2015, 11:46 von MatthiasPetersbach

überraschend positiv?
Das ist doch bitte nur für den überraschend, der nicht registriert hat, daß es im realen Leben jedem Normalbürger völlig egal ist, wer mit wem pennt, ob jemand Mann oder Frau oder was anderes ist, wo er herkommt, was er isst, wie er sich kleidet oder oder oder …..

Das ist nur bei Dummköpfenn und Deppen nicht so - aber für die allerallermeisten Leute.
Außer denen, die sich von RTL oder Emma "ernähren".
Das schließt allerdings nicht aus, daß man sich besserdünkende Missionare in jeglicher Form vom Hals halten sollte. Aber auch die spielen -zugegebenermaßen- auch keine Rolle im täglichen Leben.

Die Welt ist schön.

    Seite 1/3