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Leben und Lernen

Umfrage in Deutschland: Mehrheit unterstützt Schülerstreiks für Klimaschutz

DPA Jeden Freitag demonstrieren weltweit Schüler für einen besseren Klimaschutz. Die Schwänzer werden teils scharf kritisiert. Was denkt die Mehrheit der Deutschen?
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#1 - 22.02.2019, 09:57 von Benzino_Napoloni

Zukunftsthema

Streik und freie Meinungsäußerung gehört bei uns zu den Grundrechten! Was sollen denn die Schüler daraus lernen, wenn man es ihnen verbietet? Dass sie die Klappe zu halten haben und gefälligst das tun sollen, was man ihnen sagt? Das wäre ein grundverkehrtes Signal an die Heranwachsenden - sie sollen sich äußern, sollen sich für etwas einsetzen und Demokratie leben! Oder wollen wir sie zu obrigkeitshörigen Ja-Sagern erziehen? Zudem geht es beim Klima um DAS Zukunftsthema überhaupt, unseren Kindern gehört die Zukunft und somit auch das Thema!

#2 - 22.02.2019, 10:02 von totalausfall

Überbewertet.

Wir waren doch selber alle in der Schule.

Für nen Tag frei macht man alles mit. Sogar einen Besuch im Theater oder der Stadtsparkasse, Kekse backen für Afrika, laufen für Peru und was weiß ich noch was alles!

Ist halt ein Event.

In der Realität bestehen die Kiddis alle 12 Monate aufs neuste Smartphone, unterm Weihnachtsbaum werden jährlich elektronische Gerätschaften gefordert, mit 18 gibts ne 130ps Karre, 2 mal im Jahr wollen sie in den Urlaub und Produkte werden 2 mal um den Globus gefahren, wenn irgendein youtube "influencer" ne Kaufempfehlung ausspricht.

Den ökologischen Fußabdruck, den heute so manch ein 15 jähriger hat der gerade fürs Klima streikt, hatte die "angeklagte Generation" mit Mitte 30 noch nicht!

#3 - 22.02.2019, 10:06 von BaMargera

Grundsätzlich gut, aber die Umsetzung muss auch anders gehen

Ich persönlich finde es grundsätzlich gut, dass sich junge Menschen politisch wieder engagieren. Ob das regelmäßige Ausfallenlassen des Unterrichts am Freitag jedoch die richtige Art der Umsetzung ist, wage ich zu bezweifeln.

#4 - 22.02.2019, 10:06 von smilesuomi

prinzipiell unterstützenswert...

....und so praktisch, da ja Schulzeit keine Freizeit ist. Insgesamt wäre es schön, wenn die Medien mal recherchieren, wieviel Freizeit in den Streik rein fließt. Prinzipiell ist es natürlich eine riesige Katastrophe (gerade wenn man die Trumpsche Ignoranz, die es ja auch hierzulande gibt) in diesem Bezug sieht. Ich persönlich nehme mich aus meiner Kritik nicht aus. Wenn aber auch eine Grünenvorsitzende in Bayern Wasser predigt und Wein trinkt (Vielflieger), dann findet sich halt für alles eine Ausrede.
Für mich habe ich übrigens in der Fastenzeit ein Smartphone (außer telefonische, berufliche Erreichbarkeit) und ein Auto-Verzicht auferlegt. Wieviel von den demonstrierenden Schülern sind bereit, diesem Beispiel zu folgen...einfach mal für 40 Tage kein Smartphone...
denn der Streik ist ja richtig...bloß was will man denn erreichen...?
Umweltschutz (wie auch übrigens bei den Bienen (z.B. kein englischer Rasen im Garten/keine Steingärten) muss bei uns anfangen...hier war erst ein Artikel, dass an der Fleischtheke die obige Statistik ad absurdum führt.
Die Jugend von heute muss sich bewußt sein, dass Batterien/Öl/Fleisch in Zukunft absolute Luxusgüter werden müssen...ich weiß auch, dass ich wieder in der Luft zerrissen werde für den Kommentar, dass sich mal jeder bewußt sein sollte, wieviel tausend Euro Technikschrott schon unter Fünftklässlern zu finden ist. Dass Problem der Menschheit wird sein, dass wir alle nicht bereit sind selbst Bodenschätze einzusparen, es aber von anderen verlangen. Für den Stadtmensch ist es einfach, aufs Auto zu verzichten, für den Menschen auf em Lande ist es schon ein enormer Verzicht. Umgekehrt nutzt der Stadtmensch weniger und teueren Wohnraum,....usw

Was mein Fazit ist? Diese Demonstrationen sind wie Facebook likes...wer denkt, damit anderen Menschen oder der Umwelt zu helfen, belügt sich selbst, wenn die betreffende Person (hier Schüler) nicht bereit ist wie z.B. ein 16-18 Jähriger in den 90ern zu leben...kein Handy, nicht dauern Fernseher an (Standbild gibts heute nicht mehr), usw....unser Konsum hat sich über Jahrzehnte gesteigert und solange diese Demonstranten selbst nicht bereit sind zurückzufahren (und zwar massiv), wirds wohl nichts mit der Rettung...und jetzt ab ins Fourm zum neuesten Spritfresser (möglichst mit umweltschädlicher Lithiumbatterie) oder zum neuen Samsung foldable...so what?

#5 - 22.02.2019, 10:07 von kraftmeier2000

Ich finde

es Klasse was diese Schüler machen, und kann nur hoffen das die schulischen Leistungen nicht zu sehr darunter leiden. Ansonsten bin ich dafür das Sie weiter machen, bis diese Lobbyisten in den Regierungen endlich handeln, und das zum Wohl der Menschen auf dieser Welt, und nicht immer nur wie schon seid zig Jahren nur für die Industrie welche die Umwelt zerstört. Wie z. B. Bauern die den Insekten auf Teufel komm raus keinen Raum mehr bieten, und Unmengen an Pestiziden verspritzen, was sicher auch mit weniger bis gar keinen dieser Stoffe gehen würde. Da würden eben die Preise etwas ansteigen müssen, aber das sollte uns eine bessere (Um) Welt wert sein, anstatt immer nur Lippenbekenntnisse abzugeben. Das Gleiche gilt aber auch für den Braunkohleabbau, der müsste bis spätestens 2025-2030 eingestellt werden, Alternativen gibt es zur genüge, man muss nur wollen.
Also Ihr Industrielobbyisten im Bundestag, Bewegt Euren Allerwertesten mal in die richtige Richtung, oder legt Eure Ämter Nieder. Wobei einige können ja nichts außer Dummschwätzen, aber als ehemalige Lobbyisten werden Sie schon irgendwo unterkommen.

#6 - 22.02.2019, 10:10 von isi-dor

Die Schüler fordern einen kritisch-rationalen Umgang mit dem Thema und was soll man nun wirklich dagegen haben, wenn man nicht gerade zu den Rechtsradikalen gehört, denen das Thema ganz grundsätzlich nicht gefällt?

#7 - 22.02.2019, 10:11 von Darkqueen

Leider sind die meisten Forderungen der Schüler garnicht umsetzbar da sie nicht finazierbar sind, da sie extrem schädlich für unsere Gesellschaft durch massive Vernichtung von Arbeitsplätzen.Ausserdem würde es wirtschaftlich auch extreme Folgen für Deutschland haben, durch die Abwanderung von Firmen.

#8 - 22.02.2019, 10:12 von smilesuomi

klar dürfen die...

Zitat von Benzino_Napoloni
Streik und freie Meinungsäußerung gehört bei uns zu den Grundrechten! Was sollen denn die Schüler daraus lernen, wenn man es ihnen verbietet? Dass sie die Klappe zu halten haben und gefälligst das tun sollen, was man ihnen sagt? Das wäre ein grundverkehrtes Signal an die Heranwachsenden - sie sollen sich äußern, sollen sich für etwas einsetzen und Demokratie leben! Oder wollen wir sie zu obrigkeitshörigen Ja-Sagern erziehen? Zudem geht es beim Klima um DAS Zukunftsthema überhaupt, unseren Kindern gehört die Zukunft und somit auch das Thema!
....Schüler demonstrieren...und zwar in ihrer Freizeit. Das würde Verzicht bedeuten...eine Tugend, die alle lernen müssen (inklusive mir), wenn wir die Umwelt retten wollen)...welches Thema zum Verzicht hätten Sie gern...meine Auswahl:

1. Lithiumbatteriesteuer
2. Bitcoins et al. sofort verbieten (immense Energiefresser)
3. Benzin auf 5 Euro
4. Steuern rauf auf Urlaubsflüge
5. Energiesteuern so, dass der Fernseher auch mal ausbleibt...
6. Elektroschrottsteuer schon beim Verkauf
7. Internetsteuer (Energieverbrauch)


ach ne....das ist alles uncool....nur mit Schulstreiks wird man die Welt retten...Eigenverzicht stört da nur und jetzt bitte noch ein Selfie auf Insta vom Schulstreik...das hilft den Eisbären

#9 - 22.02.2019, 10:14 von Chico73

es muss auch weh tun...

Kurz vorab: ich finde es gut, wenn Schüler politisiert sind und für ihre Rechte demonstrieren und auf die Straße gehen. M.W. sollte dies auch andere Bereiche als den Klimaschutz betreffen. Aber ich finde es auch richtig und gut, wenn gegen die Schulschwänzer mit allen nötigen Konsequenzen vorgegangen wird. Nur wenn wes auch weh tut und man bereit ist die Konsequenzen für sein Handeln zu übernehmen, kann man das Demonstrationsrecht auch ernst nehmen. Ansonsten bestünde die Gefahr oder der Verdacht, dass es sich um eine bloße Livestyle-Aktion handelt, weil es cool ist zu einer Demonstration zu gehen. Viele (auch aus meiner Generation) kennen das ja gar nicht mehr, für oder gegen etwas auf die Straße zu gehen.

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