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Beklemmender Selbstversuch: So viel weiß Amazon nach jedem meiner Klicks

CC BY-SA 2.0 Gordon Welters Wissen Sie noch, wonach Sie heute vor einem Jahr bei Amazon gesucht haben? Die Netzaktivistin Katharina Nocun hat ihre Nutzerdaten angefordert - und erfuhr, wie viel der Konzern über seine Kunden weiß.
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#1 - 28.04.2018, 07:56 von marcaurel1957

Ich bin ja sehr für Datenschutz, aber mir ist nicht klar,mwas an den im Artikel erwähnten Daten kritisch sein sollte. Als Amazonkunde werde ich dort eine ähnliche Historie haben, ich kann aber sehr gut damit schlafwn, wenn Amazon weiss, welche Bücher oder Steckdosen ich gekauft habe.

#2 - 28.04.2018, 08:00 von avada~kedavra

Etwas

aufschlussreich ist diese Auflistung auf der einen Seite, auf der anderen Seite dürfte dies bei anderen großen Anbietern oder Community-Seiten nicht großartig anders aussehen. Je mehr man im Netz stöbert und Cookies zulässt bzw. zulassen muss umso mehr Daten werden halt gesammelt und gespeichert. Denn wie sonst sollte eine (angeblich) zielgesteuerte Werbeeinblendung denn sonst funktionieren?
Also unter dem Strich nichts neues und aufsehenerregendes.

#3 - 28.04.2018, 08:06 von muellerthomas

Angesichts der vielen Daten klappt die Auswertung immer wieder erstaunlich schlecht.

#4 - 28.04.2018, 08:10 von wexelweler

Egal, mir egal, illegal?

Die Verwendung der anfallenden Daten innerhalb der Firma ist soweit OK. Das hat durchaus auch kundenfreundliche Aspekte.
Es gibt aber auch ein Missbrauchspotential ( Kunde aus Berlin eingeloggt, Temperatur 30 Grad, Klimageräte = Preise + 25% und/oder Restbestände werden angezeigt, wenn die Wetterprognose Regen für den Tag der Lieferung vorsieht werden auch noch überteuerte Regenschirme angezeigt).
Es irritiert mich auch, wenn ich z.B. auf bei IKEA was gesucht habe und dann im Spiegel tagelang Ikeawerbung sehe, meist auch noch aus der Abteilung in der ich gesucht habe. Mindestens teilt dann der Spiegel meine IP-Adresse mit Ikea ... Somit weiss dann Ikea auch, dass ich Spiegel lese...
Schlussfolgerung: Der Handel mit den Daten muss gesetzlich verboten werden oder im Sinne des Internetnutzers beschränkt werden.
Am liebsten wäre mir aber dass die Werbung überall um 90% eingeschränkt wird oder einem Opt-In Verfahren unterstellt wird. Dann zahle ich auch für Inhalte. Versprochen.

Ebenso muss die Weitergabe meiner Daten an Behörden ohne meine Zustimmung oder ohne Vorlage eines konkreten Verdachts verboten sein.

Man darf ja mal träumen...

#5 - 28.04.2018, 08:13 von MartinHa

Incognito geht doch

Zum letzten Absatz: Die Daten der Autorin wurden natürlich nur deshalb aufgezeichnet, weil sie in ihr Amazon-Konto eingeloggt war, während sie sich auf der Webseite bewegt hat, oder zumindest noch ein Cookie vorhanden war. Ich bin mir sicher, dass, wenn sie im Incognito-/privaten Modus surft, die Klicks ihrem Konto nicht zugeordnet werden. Theoretisch wäre das zwar eingeschränkt möglich (über IP-Adressen, Fingerprinting oder Supercookies); eine Firma wie Amazon wird diese wahrscheinlich illegalen Möglichkeiten nicht nutzen, da der Aufwand hoch und der zusätzliche Nutzen sehr begrenzt ist. Also: einfach im privaten Modus Surfen, und erst dann, wenn man kaufen will, wieder in den normalen Modus wechseln, sich in das Konto einloggen und direkt das entsprechende Produkt aufrufen und kaufen.

#6 - 28.04.2018, 08:16 von ebt78

Bin immer wieder überrascht wie naiv die Leute sind. Nachts um 2 Uhr den Luxus zu haben ein Buch zu kaufen (was bei dem Buchladen um der Ecke schwierig wird) und sich dann beschweren das die Firma die das ermöglicht die Daten speichert und damit Geld verdient. Eine Medaille hat immer zwei Seiten. Das müssten sie eigentlich wissen die für ein Unternehmen schreibt das gerichtlich gegen Werbeblocker auf Internetseiten vor geht!
Wie gesagt immer nur den eigenen Vorteil haben wollen aber keine Nachteile.

#7 - 28.04.2018, 08:21 von pegasos2010

"...von dem man weiß, dass ihn die örtliche Buchhandlung..."

...seufz! Seit den 1980er Jahren gibt es den für den Kunden aber nicht für den Händler kostenfreienÜbernacht-Lieferservice im Deutschen Buchhandel. Macht aber nix, es finden sich schließlich IMMER Argumente für Amazon und gegen den vor Ort versteuerten prekär entlohnten Lokal(buch)händler. Schon klar.

#8 - 28.04.2018, 08:23 von conocedor

wie gehabt

Auf Amazon stöbern, ohne sich dabei einzuloggen, sich in einer Mußestunde mal mit der Absicherung seines Browsers zu beschäftigen, angesammelten Internetcache regelmäßig und kurzfristig zu löschen- das ist wohl für eine "Netzaktivistin" schon zu viel verlangt.

Stattdessen soll die Politik "Leitplanken einziehen", weil eine Daten-Auskunft des Versenders offenbart, dass einen all dies offenkundig nie interessiert hat. Selber schuld.

#9 - 28.04.2018, 08:23 von frankfurtbeat

nun ...

nun wenn man der Meinung ist auch noch über´s mobile Bestellungen absetzen zu müssen sind eben auch Geodaten von Interesse. Persönlich kaufe ich soweit es geht regional um der Krake zu entgehen oder eben bei einem regionalen Anbieter der Krake.

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