Schrift:
Ansicht Home:
Forum
Netzwelt

Datenschutz-Grundverordnung: Experten warnen vor gefälschten Datenschutz-Mails

AFP Kriminelle nutzen die E-Mail-Welle zur Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) und bitten unter diesem Vorwand um die "Bestätigung" von Nutzerdaten. Vorsicht!
zum Artikel
Im mobilen Forum können sie die Beiträge nur lesen.
Um zu kommentieren, verwenden Sie bitte die Kommentarfunktion im Artikel.
    Seite 1/2    
#1 - 25.05.2018, 12:31 von herkurius

Gleich löschen

Ich lösche sowieso die ganzen E-Mails der momentanen DSGVO-Welle, die um irgend eine Bestätigung betteln. Seriöse Geschäftspartner wie Versicherungen oder Webhoster versenden zwar auch Benachrichtigungen, aber nur mit dem Inhalt, daß sie ihre Verfahren und AGB angepasst haben. Unglaublich, was für schräge Vögel Daten von mir aufgehoben haben, z.B. Webshops oder Verkäufer der bekannten Versteigerungs- bzw. Marketplace-Portale. Ich hoffe, dass ich nach dem Inkrafttreten der Verordnung den Dreistesten unter ihnen, deren Spams ich schon ein Dutzendmal abbestellt und sowieso nie bewilligt habe, richtig teuer einen reinwürgen kann. Die Bundesnetzagentur zieht sich neuerdings immer öfter darauf zurück, daß nicht beweisbar sei, dass es sich um Massenaussendungen handele und für private Belästigungen nur eines einzelnen Kunden sei sie nicht zuständig, da kommt mir die DSGVO gerade recht.

#2 - 25.05.2018, 13:13 von DieSkolderin

Phase 1

Phase 1 läuft :) War auch nicht anders zu erwarten. Bleibt abzuwarten wie sich Phase 2 gestaltet.... wahrscheinlich sind dann die "sozialen" Netzwerke dran, in denen Bilder von Personen gepostet wurden. Ich fotografiere selber, hab mich aber zum Glück auf Naturfotografie spezialisiert. Wird wohl noch ne Weile dauern, bis ein Anwalt auftaucht der ein Gänseblümchen vertritt und mir mit Abmahnung droht. Vielleicht sollte ich mir ab sofort einen Wurzelabdruck als Genehmigung holen.

#3 - 25.05.2018, 13:18 von joaa

Menschen, die sich durch diese Mails...

...dazu auffordern lassen einen bestimmten link zu drücken und unkontrolliert ihre Daten eingeben, werden sehr wahrscheinlich auch Probleme haben gezielt den Support (zu deutsch: kundendienst) einer bestimmten Firma zu kontaktieren.
Es scheint nach wie vor für viele Menschen zu schwierig zu sein einmal in die Adresszeile zu gucken.
Es gibt tatsächlich die ein oder andere phishing mail, die verblüffend echt aussieht. Zu 99% sind sie aber bereits an der Anrede oder der Betreffzeile zu erkennen. Safe surfing weiterhin ;)

#4 - 25.05.2018, 13:43 von wolle0601

Weihnachten kommt immer so überraschend. Genauso wie die DSGVO. Die Bundesregierung ist davon genauso überfordert wie Bürger allgemein. Etwas gegen Abmahngeier unternehmen wie im Koalitionsvertrag vereinbart - wär ne super Chance gewesen. Oder eine Kollektion von Modellfällen mit rechtssicheren Kochrezepten für kleine Unternehmen, Vereine, Private, rechtzeitig vor dem Stichtag bereitgestellt. Tja.

#5 - 25.05.2018, 14:44 von ich2010

Zitat von DieSkolderin
Phase 1 läuft :) War auch nicht anders zu erwarten. Bleibt abzuwarten wie sich Phase 2 gestaltet.... wahrscheinlich sind dann die "sozialen" Netzwerke dran, in denen Bilder von Personen gepostet wurden. Ich fotografiere selber, hab mich aber zum Glück auf Naturfotografie spezialisiert. Wird wohl noch ne Weile dauern, bis ein Anwalt auftaucht der ein Gänseblümchen vertritt und mir mit Abmahnung droht. Vielleicht sollte ich mir ab sofort einen Wurzelabdruck als Genehmigung holen.
huuuiii wenn sie da mal nicht probleme mit der kaninchengrundrechtsverordnung auf optik und ernährung bekommen. vor jedweder datenerhebung im lebensraum der kaninchen und benachbarten regenwürmer muss das einverständnis der betroffenen kaninchen mit dreifachem pfotenabdruck und biss-bestätigung in den allerwertesten des datenerhebenden eingeholt werden.

#6 - 25.05.2018, 15:56 von matijas

neue Möglichkeiten - nur keine guten

Zitat von wolle0601
Etwas gegen Abmahngeier unternehmen wie im Koalitionsvertrag vereinbart - wär ne super Chance gewesen. Oder eine Kollektion von Modellfällen mit rechtssicheren Kochrezepten für kleine Unternehmen, Vereine, Private, rechtzeitig vor dem Stichtag bereitgestellt. Tja.
Ganz genau, das wirklich Nützliche passiert nicht. Wer Nutzerdaten missbrauchen will, kann das weiterhin tun wie bisher, aber alle haben sauviel Arbeit mit der DSGVO und die ausufernden Datenschutzerklärungen wird man schon bald nicht mehr lesen.
Und es gibt herrlich viele neue, zusätzliche Möglichkeiten, etwas für Abmahnungen zu finden!
Und die neuen notwendigen Bestätigungen sind geradezu eine Einladung an die Phisher, man hofft auf genervte Nutzer, die nicht mehr genau hinschauen und z.B. meinen, mit einem Klick auf einen "Ablehnen"-Button könne man nichts falsch machen. Irrtum.

#7 - 25.05.2018, 16:18 von PriseSalz

Naiv

Wer auf Mails unbekannter - und ja, dazu gehören auch die eigenen Provider - Absender antwortet statt diese sofort in den Mülleimer zu verschieben, der gehöhrt in die Kategorie ... Für teuer Geld installieren sich die Menschen Antivirusprogramme auf ihre Rechner, nur um dann Tür und Tor zu öffnen für die Gauner.

#8 - 25.05.2018, 16:54 von minando

Bisher...

...sorgt diese Verordnung hauptsächlich für Kommunikationsprobleme.
Versuchen Sie jetzt mal z.B. als Arzthelferin ein Rezept über ne Packung Diclo an ne Apotheke zu faxen.
Hoffentlich wird man in Zukunft wenigstens nicht mehr so heftig mit personenbezogener Werbung zugemüllt...

#9 - 25.05.2018, 17:07 von matijas

Kein echten Vorteile, viele Nachteile

Zitat von minando
Hoffentlich wird man in Zukunft wenigstens nicht mehr so heftig mit personenbezogener Werbung zugemüllt...
Genau das glaub ich nicht im Geringsten. Schön wärs!

Missbraucher von Daten warten ja nicht deren Löschung ab, sondern greifen die Daten vorher ab und verkaufen sie - und dann sind sie nicht mehr im eigenen Rechner/Provider, man kann also kaum nachweisen, wer sie veräußert hat.

Sobald ich auch nur für einen einzigen Tag irgendwo meine E-Mail-Adresse angebe, ist das Potential für Missbrauch gegeben.

Die Löschungen haben für mich als Nutzer eher Nachteile: ich muss jedesmal, wenn ich nach Jahren einen bestimmten Geschäftskontakt wieder neu aufnehme, WIEDER sämtliche relevanten Daten (Name, Rechnungs-Adresse, Liefer-Adresse, Telefonnummer etc.) NEU über die Leitungen schicken, da der Partner nicht mehr meine Daten hat und diese also nicht mehr wie bisher einfach anhand meiner E-Mail-Adresse in seiner Datenbank finden kann.

Oder ich muss provisorisch sämtlichen Firmen schreiben, bitte bitte behaltet meine Daten wer weiß ob ich nochmal was bestelle.

Alles absurde Konsequenzen der DSVGO!

    Seite 1/2