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Games-Förderung: Diese Spiele entstehen mit Geld vom Bund

Asylum Square Interactive Die ersten Hunderttausend Euro fließen und bald sollen Millionenbeträge folgen: Der Bund fördert erstmals direkt die Entwicklung von Games. Doch der Blick auf 2020 ist für Entwickler schon wieder ernüchternd.
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#1 - 10.10.2019, 10:02 von vox veritas

Wer entscheidet nach welchen Kriterien, welche Spiele und Konzepte förderungswürdig sind? Ich finde des ein wenig bedenklich, wenn die Politik entscheidet, was Designer machen dürfen und was nicht. Und anscheinend ist eine Förderung notwendig, damit Game-Designer überhaupt noch am Markt 'überleben' können.

#2 - 10.10.2019, 10:21 von charly05061945

Brot und Spiele

Es kann ja wohl nicht Aufgabe des Staates sein die Entwicklung von Computerspielen finanziell zu unterstützen! Wie wäre es mit der Förderung eines unabhängigen Betriebssystemes?

#3 - 10.10.2019, 10:48 von benmartin70

Zitat von charly05061945
Es kann ja wohl nicht Aufgabe des Staates sein die Entwicklung von Computerspielen finanziell zu unterstützen! Wie wäre es mit der Förderung eines unabhängigen Betriebssystemes?
Es kann auch nicht die Aufgabe des Staates sein Filme, Theater, Opernhäuser und Orchester zu fördern...?
Von irgendwelchen dubiosen Rettungsmassnahmen für antiquierte Unternehmensbranchen ganz zu schweigen

#4 - 10.10.2019, 10:50 von isi723

Was für ein Irrsinn!

Wenn man Geld - vielleicht sogar einen sehr hohen Betrag - ausloben würde, damit Alternativen zu Android oder Apple Betriebssystemen generiert würden, dann hätte ich dafür sehr viel Verständnis. Steuern zu verwenden um Computerspiele herzustellen halte ich für kompletten Irrsinn!

#5 - 10.10.2019, 10:51 von kezia_BT

Rausgeschmissenes Geld!

Lieber die Summen in Umwelt- und Klimaschutz investieren - wer spielt, zahlt auch, entsprechend kommen die Entwickler auf marktüblichem Weg an ihren Lohn. Das ist nun wirklich keine Angelegenheit des Steuerzahlers.

#6 - 10.10.2019, 11:17 von m82arcel

Ich finde die Förderung der IT-Industrie schon allein deshalb wichtig, um Know-how in Deutschland zu behalten (und zu entwickeln). Daher ist es bedauerlich, dass die Politik dies mal wieder nicht weiter verfolgt.
Der "Agentur für Sprunginnovationen" wird es ähnlich ergehen. Dabei gibt es unmengen an universitären Projekten, die mit einer entsprechenden Förderung zur Marktreife gebracht werden könnten. Aber dafür muss eben schon vor der Marktreife Geld investiert werden, denn "nebenbei" lässt sich in der Regel nicht viel mehr als ein Prototyp entwickeln - wenn überhaupt.

#7 - 10.10.2019, 11:19 von isi723

Zitat von benmartin70
Es kann auch nicht die Aufgabe des Staates sein Filme, Theater, Opernhäuser und Orchester zu fördern...?
Doch, denn dabei handel es sich um Kultur, die sich leider nicht selber trägt. Wenn wir darauf verzichten würden, dann würde unsere Gesellschaft noch schneller verblöden, als sie das ohnehin bereits tut. Schauen Sie doch mal nachmittags ins private Fernsehen!

#8 - 10.10.2019, 11:41 von bronck

Zitat von isi723
Doch, denn dabei handel es sich um Kultur, die sich leider nicht selber trägt. Wenn wir darauf verzichten würden, dann würde unsere Gesellschaft noch schneller verblöden, als sie das ohnehin bereits tut. Schauen Sie doch mal nachmittags ins private Fernsehen!
Opernbesucher sind in der Regel keine Konsumenten des angesprochenen HartzIV-TV. Umgekehrt geht trotz Subvention von ca. 400-500 Euro pro Eintrittskarte kaum ein HartzIV-TV-Zuschauer in die Oper.
Diese "Kulturförderung" ist nicht anderes als ein Geschenk an Leute, die eh schon genug Geld haben. Also eher eine Mövenpick-Steuerermäßigung und Pöstchengenerierung für alte Freunde und Amigos.

#9 - 10.10.2019, 11:49 von AbtrünnigerSozialdemokrat

Kostenvergleich:

ID-Software hat das Jump-and-Run-Spiel Commander Keen in 2 Monaten geschrieben, und dafür von Apogee 1500 Dollar und Spesen für Pizzen bekommen. Also wofür haben die 200000 Euro gebraucht ? Zugegeben hat Tiny Thor 8Bit Farbtiefe (anstatt 4Bit wie Keen) aber teurer als Jazz Jackrabbit 1 (von Epic Megagames) sollte es sicher nicht werden.

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