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Leistungsschutzrecht für Presseverleger: So ein Quatschgesetz

DPA Mit dem Leistungsschutzrecht wollen sich manche Verleger von der Politik eine digitale Gelddruckmaschine schenken lassen - bald auch auf EU-Ebene. Wie konnte es so weit kommen?
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#50 - 15.06.2018, 10:07 von richard.ervins

Danke - das tut gut!

Sauber auf den Punkt gebracht, Herr Lobo. Vielen Dank dafür!

Es wird noch einige Zeit dauern, bis die mächtige Altherren und Damenriege begreift, dass sich Internetkanäle nicht so einfach von einer Elite zu ihren Gunsten kontrollieren lassen. Was aber passieren kann, ist dass sich immer mehr Bürger einen Filter zulegen, der Meldungen vom Springer-Verlag herausfiltert. Wenn es ihn nicht schon gibt, programmiere ich ihn in ein paar Tagen, mein Enkel quick-and-dirty in ein paar Minuten...

#51 - 15.06.2018, 10:42 von sanjay_sauldie

Das perfekt Beispiel für den Ast absägen,

auf dem Verlag sitzt. Ich finde es super, denn dann verschwinden die Verlage einfach schneller in die Bedeutungslosigkeit (!IRONIE!)!

Die neue Digitale Währung ist Sichtbarkeit - nicht nur für Google Suchergebnisse, sondern insbesondere in den Sozialen Netzwerken. Wenn des Teilen kostenpflichtig werden sollte, dann sterben nicht die Sozialen Netzwerke, sondern die Inhalte der Verlage werden einfach nicht mehr multipliziert - und eine neue Generation wird uns Silver Surfer fragen, was denn Verlage überhaut waren. Also, weiter so, verschwindet in die Bedeutungslosigkeit mit diesen Regeln, anstatt das Internet als Chance für seriösen Journalismus zu verteidigen. So werden nun alle anderen Inhalte in die Sozialen Netzwerke multipliziert, die vielleicht nicht immer von verantwortungsvollen Redaktionen kommen - Chapeaux, so legt man sich selbst lahm - und überlässt seinen Markt komplett denen, die Meinungsmacher sind. Sehr schade, was gerade in Europa passiert.

#52 - 15.06.2018, 11:45 von urqhart

Besteuerung

Es ist schon traurig. Bei der Frage, wie wir amerikanische Internetkonzerne in Europa leistungsgerecht besteuern können, kommt die Politik keinen Milimeter weiter. Aber mit dem Leistungsschutzrecht werden absurde Klimmzüge veranstaltet, um Verlagen Einnahmen zu verschaffen. Das sagt einiges über die Prioritäten aus. Oder über effektiven Lobbyismus. Aber das ja nix Neues. Der Rabatt bei den Sozialbeiträgen der Zeitungszusteller ist ja genausowenig sachlich zu begründen.

#53 - 18.06.2018, 14:38 von Spiegulant

Nix Ast absägen

Die Verlage bekommen ja ihre Steuern ohnehin. Egal, ob ihre Inhalte in Google angezeigt werden oder nicht.
Es wird halt einfach davon ausgegangen, dass alle Informationen zum Tagesgeschehen Eigentum der Verlage sind.
Also bekommen die Verlage entsprechend ihrer Größe Abgaben und Steuern von Google und den Telekommunikations-Anbietern.
Auch reine Online-Blogs werden so zu Zwangskunden der Verlage.

Das ist doch eine Super-Idee! Wenn das nicht diesmal so beschlossen wird, dann spätestens in der nächsten Legislaturperiode.

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