Schrift:
Ansicht Home:
Forum
Netzwelt

Missbrauch im Smart Home: Er hat das Passwort - und damit die Macht

Getty Images Vernetzte Thermometer, Kameras, Lautsprecher: Ums Digitale kümmern sich bei Paaren oft die Männer - ein gefährliches Ungleichgewicht. Bei einer Trennung kann das zum Problem werden.
zum Artikel
Im mobilen Forum können sie die Beiträge nur lesen.
Um zu kommentieren, verwenden Sie bitte die Kommentarfunktion im Artikel.
    Seite 1/4    
#1 - 12.05.2019, 16:15 von w.diverso

Das sind ja fast schon Geschichten

wie aus der großformatigen deutschen Tageszeitung. Den Router vom Netz trennen und damit das WLAN stilllegen kann doch auch die technisch unbeleckteste Frau. Oder mit ein bisschen Lesen oder der Hilfe von einer/einem Helfer die Passwörter ändern kann doch nicht so schwer sein. Außerdem managen in vielen Familien die Finanzen und daher auch oft die Anlagen, damit haben viele Frauen viel mehr Macht als solche beschriebenen Boshaftigkeiten. Davon abgesehen kommt mir vor, dass das Niveau der Artikel bei SPON doch etwas zu viel absinkt.

#2 - 12.05.2019, 16:19 von Vargk

bester Tipp

All diese Fälle haben wohl einen gemeinsamen Nenner: Der Mann ist nicht freiwillig gegangen, sondern rausgeschmissen worden. Wenn er von sich aus gehen wollte, hätte er es ja nicht nötig, sich "rächen" zu wollen, da er ja seinen Willen bekommen hat.

Von daher mein Tipp an alle: Schmeißt einfach niemanden aus dem Haus, auf dessen Expertise ihr irgendwie angewiesen seid. Wenn euch elektronische Geräte gehören, dann richtet sie selber ein, das ist nicht schwer, mit der Bedienungsanleitung bekommt das jeder hin, der in der Grundschule lesen gelernt hat und oftmals haben die Hersteller (die übrigens keineswegs Nutzerwechsel erschweren) auch eine Videoanleitung im Internet veröffentlicht. Alle Geräte die euch nicht gehören sollten eh mit dem Partner gemeinsam die Wohnung verlassen, auch wenn man so einen teuren Gegenstand verliert, soll die andere Person doch sehen wohin damit.
Generell gilt eh, dass jedes smarte Haushaltsgerät ein Risiko für Privatsphäre ist. Wenn nicht der Ex-Partner, so können auf jeden Fall die Hersteller des Geräts im Zweifelsfall alle Funktionen des Geräts zur Überwachung nutzen, dessen sollte sich jeder bewusst sein, der sich solche Geräte anschafft, aber auf Privatssphäre wert legt.

Also es gilt: Über die Konsequenzen allen Handelns sollte besonnen nachgedacht sein und über alles in seiner Wohnung sollte ein selbstständiger Mensch eh Bescheid wissen.

#3 - 12.05.2019, 16:22 von Korken

Erster Schritt

Da der meiste Smarthometraffic über den Router läuft, diesen resetten (oder fürs erste ausstecken, zumindest das Telefonkabel). Hat der/die ausgezogene Zugang zum Router ist alles nachträgliche fast umsonst. Dann vor dem ersten Wiederanschließen nach dem resetten neue WLAN SSID und den Code nutzen, so kann man keine nachträglich reingeschmuggelten Geräte übers WLAN einbuchen. Alle anderen WLAN Smart Geräte ebenso resetten, denn diese können per separatem Zugang immer noch von außen angesprochen werden. Ist auch praktisch, da sowieso eine neue SSID vergeben wurde. Zusätzlich jemand überprüfen lassen, ob nicht ein Gerät doch über Mobilfunkersatzverbindung noch aktiv ist. Dann sollte man sicher sein. Keine Scheu vor dem resetten, ist bei Laien oftmals der einzig sichere Weg. Etwas komplizierter wird das beim PC, wenn da Spysoftware drauf ist und man somit trotzdem doch wieder alles aus dem Heimnetz auslesen kann, sobald der Laptop wirder ans WLAN geht... Aber ich weiss aus eigener Wartungserfahrung, dass selbst das Resetten mittels simplen Druckknopf für manche böhmische Dörfer sind. Daher nach Trennung einen Fachmann kommen lassen zum drüberschauen, ist gut investiertes Geld.

#4 - 12.05.2019, 16:33 von marthaimschnee

sehr witzig

Die Kontrolle über die Geräte? Die breite Masse hat überhaupt keine Kontrolle über die Geräte, die eingesetzt werden. Und mit den Details, wie das Zeug funktioniert, will sich auch kaum wer beschäftigen. Ansonsten würde dieser ganze Smart-Home Kram, der meist mit Cloud-Zwang verknüpft ist und komplett unkontrollierbar mit Gott und der Welt kommuniziert, kritischer hinterfragen und seine eigene Bequemlichkeit infrage stellen müssen. Diejenigen, die wissen, was typische Smart-Home Geräte, oder auch die netten Gadgets wie Alexa im Detail tun und wozu das imstande wären, die meiden den Kram wie die Pest und mißtrauen allem, was sie nicht selber gebaut und konfiguriert haben.

#5 - 12.05.2019, 16:37 von spon_8172778

Haustürschlüssel

Ich gehe mal davon aus, dass die meisten im Falle einer Trennung den Haustürschlüssel vom Partner zurück verlangen.
Gleiches gilt für IT-Systeme bzw. SmartHome.
Das Argument, dass diese Systeme vom Partner installiert wurden und man ja gar keine Ahnung davon hat, ist peinlich. Scheinbar werden diese ja weiter genutzt. Und wenn nicht, kann man die ja einfach ausschalten.
Leider basiert der ganze Artikel auf zwei Vorurteilen:
Männer sind böse und Frauen haben keine Ahnung von Technik.

Im weiteren gesteht man im Artikel sogar ein, dass es garnicht klar ist, dass Männer hier primär die Täter sind. Dies hat aber leider nicht davon abgehalten im Großteil des Artikels zu suggerieren, dass Männer das Problem sind.

Im Fazit: Unwissenheit schützt nicht. Wenn man Technik einsetzen will, sollte man(Frau) sich auch damit auskennen und befassen. Alles andere ist grundsätzlich Fahrlässig.

#6 - 12.05.2019, 16:43 von mark.muc

SPON und der Genderwahn....

In allen drei Fällen nusste der Mann die gemeinsame Wohnung verlassen. Das ist auch der Normalfall, auch bei solchen Trennungen, die freundlicher ablaufen, als die hier beschriebenen. Nicht wer das Passwort hat, hat die Macht, sondern wer die Wohnung bekommt, hat die Macht. Wenn schon in solchen Termini gedacht wird, dann bitte auch konseqeunbt., aber das passt nicht in das reaktionär-sexistische Weltbild von SPON: Mann immer Täter, Frau immer Opfer. Der gesamte digitale Klimbim lässt sich deutlich schneller ersetzen als die Wohnung. So gesehen ist auch nicht ganz klar, was hier mehr die Sicht vernebelt, die Mißachtung der meteriellen Welt oder der übliche feministische Sexismus.

#7 - 12.05.2019, 16:47 von Haarfoen

Bus- Systeme

Das Problem dürfte insbesondere bei Bus- Systemen nur sehr schwer zu lösen sein, hier werkeln Server mit durchaus komplexer Software. Hat man die Zugangscodes nicht, so kann man den Server zwar deaktivieren, damit fallen aber wesentliche, ggf. auch vitale Funktionen in den betroffenen Häusern aus. Das neue Aufsetzen des Systems ist nicht nur arbeitsintensiv, wenn entsprechende Dokumentationen zu den ganzen Aktoren und Abhängigkeiten fehlen, wird es detektivisch. Nicht schön. Das ist der Preis für den ganzen Digital- Wahn, der in unsere Wohnbereiche Einzug hält. Wie eine längere Radio- Dokumentation in Bayern 2 neulich erbrachte, werden ja auch von Systemen wie "Alexa" fleißig Mitschnitte aufgenommen. Damit hat man nicht nur den Ex- Mann, sondern auch gleich einen ganzen Konzern in bester Schnüffelmanier auf der Pelle.

#8 - 12.05.2019, 16:50 von sametime

Einfache Lösung, meist nicht kostenlos.

Man kann den Router auf Werkseinstellung zurücksetzen oder sich auch einen neuen kaufen. Wenn man sich gar nicht mit der Materie auskennt, dann beauftragt man einen Computerfachmann. Gut, das kostet Geld, dafür hat man dann seine Ruhe. Geiz ist eben nicht immer geil.

#9 - 12.05.2019, 16:53 von claus7447

Zitat von Vargk
All diese Fälle haben wohl einen gemeinsamen Nenner: Der Mann ist nicht freiwillig gegangen, sondern rausgeschmissen worden. Wenn er von sich aus gehen wollte, hätte er es ja nicht nötig, sich "rächen" zu wollen, da er ja seinen Willen bekommen hat.
Sind sie nicht so wohlwollend oder einseitig, vielleicht ist er auch zur Neuen gegangen und hat noch seinen fussabdruck hinterlassen.

    Seite 1/4