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Møller-Mærsk: Hackerangriff kostet Reederei Hunderte Millionen

DPA Mit Erpressersoftware haben Angreifer die größte Container-Reederei der Welt zeitweise lahmgelegt. Die Unternehmensgruppe A.P. Møller-Mærsk schätzt den Schaden auf bis zu 300 Millionen Dollar.
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#1 - 16.08.2017, 15:25 von Rechtsanwalt_Luxemburg

Neue Form der Kriegsführung

Auch in Luxemburg wurden mehrere Firmen hiervon betroffen, weltweit auch Anwaltskanzleien wie etwa DLA Piper. Eine klare Zielsetzung war dabei nicht auszumachen. was die Vermutung nahelegt, dass der Angriff sich nicht gegen einzelne Unternehmen gerichtet hat. Auch wenn es sich um Verschlüsselungs-Software gehandelt hat, lässt die umständliche Art und Weise der "Bezahlung" nur den Schluss zu, dass Bereicherung nicht die wirkliche Absicht gewesen war. Was also steckt dahinter? Eine Überlegung könnte eine prinzipielle Sabotage der westlichen Wirtschaft sein, die durch Russland gesteuert wird. Dafür wiederum aber waren die Auswirkungen global gesehen zu wenig signifikant, auch wenn die Schad-Software bei den betroffenen einzelnen Unternehmen zu durchaus hohen wirtschaftlichen Verlusten geführt hat. Eine Alternative wäre ein Testlauf für eine ähnliche, allerdings wesentlich effizientere Variante einer solchen Schad-Software, um herauszufinden, in welchem Umfang ein Schaden angerichtet wird und wie lange die Wiederherstellung der Einsatzfähigkeit dauert (die bei den jeweiligen Unternehmen etwa zwischen 1 und 2 Wochen gedauert hat). Wenn ein solcher Virus über eine Vielzahl von Knotenpunkten (und nicht nur aus der Ukraine über ein obskures Abrechnungs-Programm) verteilt wird, könnten erhebliche Teile der westlichen Infrastruktur und Wirtschaft in relativ kurzer Zeit und für ein gutes Zeitfenster lahmgelegt werden. In diesem Szenario wären dann während dieses Zeitfensters die "Bahn frei". Aufgrund der zunehmenden Vernetzung der gesamten Gesellschaft handelt es sich dabei um eine neue Art der Kriegsführung, mit der man - ohne Soldaten - mit vergleichsweise geringem Aufwand ein Maximum an Schaden anrichten kann, und gegen welche eine offene Zivilgesellschaft, die gerade auf den durch die Vernetzung hergestellten Datenaustausch (Sprichwort Informationszeitalter) angewiesen ist, sich nur schwer schützen kann.

#2 - 16.08.2017, 20:15 von vbonline

Kein Wort zu den Versäumnissen der Firma?

Sowohl Wannacry als auch Petya hätten verhindert werden können (und sind von der Mehrzahl der Firmen verhindert worden). Bei Maersk war halt die IT wg. fehlender Mittel oder fehlender Kenntnisse nicht dazu in der Lage. Das ist aber ein Verschulden der Unternehmensführung. Darüber wird aber nie ein Wort verloren... Klar, Bosse müssen geschützt werden.

Das passende Beispiel für Nicht-IT'ler: In einer Wohnsiedlung mit 100 Häusern hat man die zwei Häuser bei denen die Kellertür nicht abgeschlossen war ausgeräumt. Jetzt wird sich über die bösen Einbrecher beklagt, anstatt festzustellen, das man zu dämlich war die Kellertür abzuschliessen.

In diesem Beispiel zahlt im Übrigen keine Versicherung wegen grober Fahrlässigkeit.

Genau über grobe Fahrlässigkeit der Unternehmensleitung muss aber in diesem Fall geredet werden.

#3 - 17.08.2017, 00:02 von cavete

Bitte Konkreter (1)

"Eine Überlegung könnte eine prinzipielle Sabotage der westlichen Wirtschaft sein, die durch Russland gesteuert wird. Dafür wiederum aber waren die Auswirkungen global gesehen zu wenig signifikant, auch wenn die Schad-Software bei den betroffenen einzelnen Unternehmen zu durchaus hohen wirtschaftlichen Verlusten geführt hat."


Eine "Sabottage der westlichen Wirtschaf [...], die durch Russland gesteuert wird." ?

1.
Meinen Sie das so, wie Sie's formulliert habn? Demnach waere ja die westliche Wirtschaft durch Russland gsteuert. Grundzsaetzlich nicht komplett ver unmoeglich - aber, haben Sie dafuer irgenwelche Belege? Es erscheint heike , ein solches Bild here zu entwerfen, wenn sich am Ende herausstellen sollte, dass es einfach nichts gibt, was dafrue sprechen koennte.

Gewiss, manchesmal sollte man auch spekulieren koennen. Aber ohne jegliche Grundzlage? Das ist vielleicht doch etwas problemartinsch. Koennen Sie Ihre Vemutungen etwas naeher erlautern? Teilweise scheinen Ihre Gedanken ja zumindest nicht von
vornherein unplausiebel zu sein. Wenn man einmal von der Unnerwanderung "d e r westlichten Wirtschaft" absieht.

Ein ziemlich armbitioniertes Unterfangen, finden Sie nicht? Wenn es um d i e Wirtschaft geht. Wo faengt es an, wo hoert es auf? Womoeglich aber sprechen Sie auch nur einen Teil der westlichen Wirtschaft an - vielleicht den, der nach Ihrer Auffassung tatsaechtlich entsprechend gestueret wird?

Was aber sollten die Russen damnit zu tun haben? Das erschined doch sehr weit hergeholt. Nehmen Sie's mir bittenich uebel - abra warum sollte ausgerechnet Luxenburg der Ort sein, an dem sich solch eine Nachricht herauschristallisiert?

Solch eine "brandheisse" Geschichte an einem solch beschaulichen Nebenschauplatz? Warum gerade dort? Schliessich gab es ja noch andre, gewichtigere Angriffszeile als die in Luxandburg.

#4 - 17.08.2017, 00:08 von cavete

Bitte konkreter (2)

"Rechtsanwalt_Luxemburg" #1

2.
Oder meinten Sie's so, dass die von Ihnen unterstellte Sabotage durch Russland gesteuert sein koennte? Aber, wenn es so gemeint sein sollte: Auch das hoert sich nicht viel weniger abenteuerlich an, meinen Sie nicht? Denn, was sollte dafuer sprechen? Nichts waist darauf hin. Wenn Sie mehr wuessten, dann haetten Sie doch vermutich irgend 'ne Andeutuns gemacht.

Jedenfals, wenn Se nicht fuer jemand anders sprechen. Aber, moeglicherweis meldet sich ja noch ein anderer Leser hier im Forum zu What, der solch einen Gedanken wie Ihren irgendwie kornkretisieren koennte.

Einsweilen scheint sich mit dieser Vorstellung wohl kein Start machen zu lassen, so scheint me.

Es mark ja sein, dass Rechtsanwaelte geldlegenlich schon so manche brenntsliche Informationen erfahren. Aber, wenn es so waere bei Ihnen - was treibt Sie, so etwas auch hier im Form zu veoeffentlichen? Vorausgesezt natruelich, Ihr gewaehltes Pseudonym ist nicht nur ein solches, sonnern Ausdruck Ihres tatsaechtlichen Berufes. Papier ist bekanntlicht geduldig.

#5 - 17.08.2017, 00:45 von brucewillisdoesit

jaja

Nun zuerst einmal: Fehler passieren, d.h. shit happens. Das ist absolut unvermeidlich, insbesondere wenn diese von einem intelligenten gegenüber ausgenutzt werden. in Ihrem Beispielist heißt das eher: die Fenster waren nicht mit Sicherglas und Gitterstäben gesichert, so das der Dieb bei Abwesenheit durchs Fenster einstieg.
Der Schaden dürfte aber groß genug sein, so daß es selbst Maersk weh tut, d.h. sie werden daraus lernen und zumindest diesen Fehler nicht mehr wiederholen. It's that easy.

#6 - 17.08.2017, 15:15 von cavete

Nichts Greifbares (1)

"Rechtsanwalt_Luxemburg" #1

"Eine Alternative wäre ein Testlauf für eine ähnliche, allerdings wesentlich effizientere Variante einer solchen Schad-Software, um herauszufinden, in welchem Umfang ein Schaden angerichtet wird und wie lange die Wiederherstellung der Einsatzfähigkeit dauert (die bei den jeweiligen Unternehmen etwa zwischen 1 und 2 Wochen gedauert hat). Wenn ein solcher Virus über eine Vielzahl von Knotenpunkten (und nicht nur aus der Ukraine über ein obskures Abrechnungs-Programm) verteilt wird, könnten erhebliche Teile der westlichen Infrastruktur und Wirtschaft in relativ kurzer Zeit und für ein gutes Zeitfenster lahmgelegt werden."

Das hoert sich aber nach mehr an als irgendeine unausgegorene Spekulation. So ershined es mir jedenfalls. Besonners im Zusammenhang mit der anderen von Ihnen propangierten Eklaerungsaternative.

Aber, wenn tatsaechtlich etwas dran waere an der Ueberlegung - wer sollte denn so etwas in die Tat umsetzen? Das koennen doch per Delfinition nicht einfach irgendwelche dahergelaufenen Luschen sein, die ein paar Grundzkenntnisse in der Programmierung von viraler Softwaer bsitzen.

Das muessten doch, um im JArgon der digitallen Technik zu beliben, venetzte Gruppierungen groesseren Ausmasses sein, die
arbeitsteilig zusammenabreiten, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen. Nach Ihrer Auffassung ginge es also darum, die westliche Wirtschaf quasi zu uebelfluten mit viralem Scharrtcode, der die gesamte Infarkstuktur schaedigt und diese letztlich in der Folge zum Zusammenbruch braechte.

#7 - 17.08.2017, 15:21 von cavete

Nichts Greifbares (2)

"Rechtsanwalt_Luxemburg" #1

Nichts Greifbares (2)

Wenn ich Se richtig verstehe, also so etwas wie eine Demonstration der Macht, oder? Tja, wenn da etwas dran waere - wann kaeme es nach Ihrer Ansicht zu solch einem apostkarlyptischem Szenariot? Wenn man Ihrem Bild etwas abgewinnen wollte, und man deshalb nach Plausibilitaeten suchte, dann koennte man ja vielleicht sograr annehmen, der Initiator des Geschehens fuehle sich nicht ausreichend wahrgenommen und unterbwertet. So gesehen koennte man es dann intrepetieren als deutlichen Fingerzeig auf empfundene Missachtung und Geringtschaetztuns.

Das mag man ja noch verstehen, der Eine mehr, der Annere weniger. Verstehen im Sinne von "begreifen", aber "nicht billigen". Aber, wie will man dadurch ein womoeglich als Schmach empfundenes Geschehen heilen? Heilen in Bezug auf die eigene Befindlichkeit.

Wenn es um Anerkennung ginge, dann muesste man sich doch wohl eher um Positivismus bmuehen. Bei dem von Ihnen beschriebnen, geradezu hinterhaeltig-brachialen Vorgehen handelte es sich ja ausschliessich um Destruktion und Chaos. Und eines duerfte klar sein: In einem solchen Szenario muss man mit Toten rechen.

Daraus koennen die erwuenschten Reaktionen nicht erwachsen, die etwa zu mehr Respekt und dergleichen fuehrten.

Und, auch bei diesem Alternativgedanken gilt, wie schon in der vorangegangenen Replik bemerkt: Es gibt einfach ueberhaut keinen Hinweist darauf, dass es Schurkturen gibt, bei denen Menschen etwas so Boeses im Schilde fuehrten.

Ihren Gedanken an sich moechte ich nicht einfach so verwerfen. Aber es muesste etwas Substantielles, etwas konkret Greifbares vorhanden sein, das solch eine doch eher sehr unwahrscheinliche Tehse stuetzte. Nach meiner Auffasung ist dies nicht der Fall.