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NSA-Reförmchen: Obamas globales Waffensystem

REUTERS Barack Obama wird die NSA nicht entscheidend zügeln. Der Geheimdienst ist viel zu wertvoll für ihn: Die NSA hat das Internet in ein globales Waffensystem von geostrategischer Bedeutung verwandelt.
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#1 - 17.01.2014, 16:33 von Atheist_Crusader

Zitat von sysop
All die kompromittierten Computer, angezapften Überseekabel, Handy-Abhörstationen und verwanzten Rechner dienen bei weitem nicht nur der Spionage - sie sind ein Milliarden Dollar teures Rüstungsprojekt. Eines, das keine US-Regierung ohne Not aufgeben wird.
Ohne Not?. Die Infrastruktur bröckelt auseinander, jede Generation Schüler ist schlechter gebildet als die Letzte, die Wirtschaft gehört nur noch im Bereich Computer und Rüstung zur Weltspitze, das Land zerbricht immer mehr an politischen, ideologischen und subkulturellen Grenzen und das Verhältnis von Niedrig- zu Spitzenverdienern hat noch nie dagewesen Höhen erreicht.
Derweil fühlt man sich von sogenannten Terroristen bedroht, die im Jahr weniger Amerikaner umbringen, als die Straßenkriminalität an einem Wochenende, und deren Gefahr man um mindestens 50% senken könnte, wenn man einfach aufhören würde mit ihren Heimatländern herumzupfuschen.
Aber gut, stattdessen hat man sein "globales Waffensystem von geostrategischer Bedeutung". Denn wenn diesem Land EINES fehlt, dann sind es Waffen.

#2 - 17.01.2014, 16:34 von BBTurpin

Wir können dieses Lauschsystem unschädlich machen

indem wir alle in jeder Email und in jedem Online-Kommentar einen Satz nach dem Zufallsprinzip ausgewählter Worte des NSA-Lauschprogramms einfügen. Weiß auf weißem Hintergrund, von mir aus. Dann kennen sie sich vor lauter potenziellen Tätern nicht mehr aus. So schlägt man die Lauscher mit ihren eigenen Waffen.

#3 - 17.01.2014, 16:34 von genau_so_isses

Diktator Obama

Ich predige es schon seit 20 Jahren. Aber manche merken es erst jetzt:
Wer solche "Freunde" hat, braucht keine Feinde mehr.

#4 - 17.01.2014, 16:38 von Emmi

So wie es aussieht,...

So wie es aussieht, ist die einzige Möglichkeit, sich vor Ausspähung zu schützen, offline zu gehen, das Handy auszuschalten und nach Möglichkeit überhaupt keine elektronischen Geräte zu nutzen. Autofahren kann man - zumindest mit neueren Autos - auch vergessen.

Das ist zumindest die Quintessenz der letzten Tage/Wochen mit Meldungen über Router mit Hintertüren, Hintertüren in "smarten" Kühlschränken, TVs, Zählern und Thermostaten, der allgegenwärtigen Standortverfolgung und SMS-Abgreiferei bei Handies, des Mitlesens von Emails und Chatprogrammen, der "Vernetzung" von Autos und sogar der Verwanzung von offline-PCs mit Funkmodulen...

Viel Spaß in der Welt von vor 30 Jahren!

#5 - 17.01.2014, 16:38 von Pinin

Da gibts doch nur die gleiche Lösung wie bei Atomwaffen ...

... nämlich dass genug Staaten ähnlich aufrüsten um zum "Gleichgewicht des Schreckens" zu führen.

Unbestrittene militärische Überlegenheit eines Staates führt unweigerlich zu Kolonialkriegen - China z.B. kann ein Lied davon singen ...

#6 - 17.01.2014, 16:40 von heinz.wutz

Blödsinn!

Stuxnet wurde nicht per Internet, sondern mit einem simplen USB-Stick übertragen. Aber passt schon. Im Neuland kennen sich heute ja schon alle bestens aus, bis auf die Kanzlerin. Sieht man an den ganzen Schweineherden, die seit einiger Zeit tagtäglich durch die Dörfer getrieben werden.

#7 - 17.01.2014, 16:44 von appendnix

Die richtige Antwort,

auf die amerikanische Herausforderung ist nicht rum lamentieren, sondern eine europäische, technologische Initiative, die den Namen auch verdient.

Kennedy hat auf den Sputnik-Schock(gemeint der raumfahrttechnische Rückstand der USA zu damaligen UdSSR), so reagiert, dass er versprach in 10 Jahren auf den Mond zu fliegen, Geld spielte kein Rolle.

Seit Jahrzehnten geht man im IT-Bereich von einem Rückstand von bis zu 7 Jahren aus: Europa zu USA. Diesen Rückstand gilt es aufzuholen, wenn möglich die USA sogar überholen, das heißt aber finanziell: nicht kleckern, sondern klotzen.

Da Europa aber lieber sein Geld in ebenso sinnlose, wie teure Wahlgeschenke steckt, hält sich mein Optimismus in Grenzen, was visionäre Aufbruchstimmung angeht. Wahrscheinlich werden wir uns auf weiterhin jammern und heulen einigen, das kostet nichts und ist fast schon eine deutsche Spezialität.

#8 - 17.01.2014, 16:45 von tomxxx

Das öffentliche Gedächtnis...

warum erinnert sich eigentlich niemand daran, dass das Internet seit jeher ein militärisches System ist und war?
So ist es konzipiert und wer wissen will warum TCP/IP so arbeitet wie es arbeitet... das liegt am Zweck des Internets.
So unschön wie das mit der NSA ist, die Aufregung darüber sagt mehr etwas über die Naivität der Nutzer...

#9 - 17.01.2014, 16:45 von Niehen

Immerhin

Nach all den Jahren berichtet der Spiegel mal ausgewogen.

Vorher hieß es jahrelang "USA werfen China spionage vor", "USA besorgt wegen russischer Hackernetzwerke", "USA warnen China vor Wirtschaftsspionage".

Guess what? Da hat der größte Spion und Hasardeur selbst gewarnt!

Communiques der USA sollten mit dem seöben Maß´an Vertrauen behandelt werden wie die von Russland, China oder dem Sudan. Erst dann wird man seiner journalistischen Arbeit wieder gerecht.

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