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Spam-Trends: Ruhe im Postfach, Fallen bei Facebook

Spam gehörte lange*zu den profitabelsten Geschäftsmodellen im Netz.*Doch bessere Filter und*aufgeklärte Verbraucher verderben Abzockern zunehmend das Geschäft. Wie gut, dass es neue Opfer gibt, die jeden für ihren Freund halten - bei Facebook und anderswo.
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#1 - 08.03.2011, 09:51 von josha_de

Facebook: so gefährlich wie entbehrlich

Zitat von sysop
Wie gut, dass es neue Opfer gibt, die jeden für ihren Freund halten - bei Facebook und anderswo.
Nachdem mich ein »Freund« einer »Gruppe« hinzufügte, zu der ich partout nicht hinzugefügt werden wollte, und nachdem ich feststellen musste, dass ich – ohne Bitten und Betteln – keinerlei Handhabe gehabt hätte, mich aus dieser »Gruppe« wieder zu lösen, war der Fall entschieden: Facebook-Account gelöscht. Dauerhaft. Und ich habe diesen Kinderkram nicht einen einzigen Tag vermisst. Stattdessen freue ich mich über zurückgewonnene Zeit – meine Zeit. Lebenszeit. (Gut, wer das Hineinstieren in plane Monitorflächen als »Leben« bezeichnen will, mag jetzt widersprechen. Guter Freund, tu’s!)
BTW: Entgegen allen Gerüchten ist es sehr wohl möglich, sich aus Facebook zu verabschieden – dauerhaft und spurenlos. Entweder man geht den einfachen Weg (http://bit.ly/erQBhV): Dann darf man sich nur nicht wieder bei Facebook anmelden, 14 Tage lang. Angeblich werden danach alle Daten gelöscht.
Oder man geht den gründlichen Weg (http://bit.ly/eCr0hW), der zu einer sofortigen Löschung aller Daten führt.
Nachhelfen kann man beim zweiten Verfahren auch noch dadurch, dass man die dort benötigte Interims-Mail-Adresse so wählt, dass sie dem Konzern nicht gefällt, zum Beispiel »destroy.facebook@domain« (»domain« muss natürlich ersetzt werden). Wenn man Glück hat, bekommt man so recht fix eine nette Bestätigungs-Mail eines Facebook-Robots mit diesem Wortlaut, ich zitiere:
»Hello,
Du hast eine Seite erstellt, die gegen unsere Nutzungsbedingungen verstößt. […] Sollte deine Seite aus den oben genannten Gründen entfernt worden sein, wird sie nicht wiederhergestellt.«
So soll’s sein.

#2 - 08.03.2011, 09:53 von keingestern

wenn wunderts?

Die "social Networks" sind weder sozial noch Netzwerke, sie sind schlichtweg Plattformen fuer ungehemten Exhibitionismus Billige Moeglichkeit unzaehlige Unbekannte mit bedeutungslosen "Informationen" zu begluecken, Bilder zu veroeffentlichen, die so peinlich sind das sie besser gar nicht gemacht worden waeren und Kreti und Pleti an Tisch und Bett, Bank und Bloedheit teilhaben zu lassen.
Wie vereinsamt und wie dumm sind Menschen die glauben dort "Freunde" zu haben? Namenslisten sind keine Freunde....
Die nicht erkennen das sie mitwirken an einer der genialsten Verdummungkampagnen der Geschichte. Behutsam, klug und sehr sicher wird die Gesellschaft umgebaut. Unsere Aufmerksamkeit soll (und wird grossteils schon) vom Schwachsinnstv, vom gigantischen Informationsmuell in den Medien und Internett absorbiert werden. Was danach noch an (sich)Selbst-Bewusstsein ueber ist soll der "Kontaktpflege" in eben diesen Plattformen dienen.
Am Ende bleibt keine Zeit und kein Raum mehr, sich seiner selbst bewusst zu sein, eine eigene Meinung zu haben und eigene Werte. Es bleibt eine amorphe Masse Menschenvieh, bloede und manipulierbar wie gewuenscht.
Wahrhaft eine "brave new World"!

#3 - 08.03.2011, 10:25 von gehdoch

Wie immer ist "Maßvoll" das Maß der Dinge

Gott, wie ich diese SocialNetwork basher albern finde...
Macht halt nicht mit und gut is....
Ich für meinen Teil nutze Facebook für folgende -meines Erachtens- sinnvolle Dinge:
-Ich halte sehr leicht Kontakt zu Leuten, die ich zwar kenne, mit denen ich aber nicht unbedingt oft zusammentreffe (Alte bis sehr alte Bekannte, Urlaubsbekanntschaften...)
-Ich habe durchaus schon viele Leute wiedergetroffen, die ich mal gekannt habe und bei denen es mcih gefreut hat, sie wiederzutreffen (Ehemalige Nachbarn, Kinder- oder Jugendfreunde, ehemalige Klassenkameraden)

-Ich nutze die Plattform als Musiker, um zu Veranstaltungen und Gigs einzuladen. Das beschert mir mittlerweile regelmäßig ein Mehr an Publikum.

Das exessive Datenspeicherverhalten von den Facebookbetriebern ist doch bekannt. Von mir gibt es dort weder Telefonnummern, noch sonst irgendwelche Infos, von denen ich nicht möchte, dass sie öffentlich könnten. Was Andere machen ist doch deren Bier...

Wie bei allen Netzangeboten oder im Fernsehen, oder in Discos, oder in U-Bahnen oder oder oder... ist auch Facebook voll von Schwachsinn und Swchwachsinnigen. Ich für meinen Teil unterscheide sehr genau zwischen "echten" Bekannten und einfachen Kontakten... Wo ist nun das Problem?

#4 - 08.03.2011, 10:33 von gehdoch

Hm...

Zitat von gehdoch
Gott, wie ich diese SocialNetwork basher albern finde... Macht halt nicht mit und gut is.... Ich für meinen Teil ....
Gott wie ich diese Rechtschreibfehler albern finde. Wieso kann man hier im Nachhinein auch nicht mehr editieren? Sorry, aber ich habe das eben nur mal schnell zwischen zwei Facebook Statusaktualisierungen hingeschludert... Jetzt aber wieder schnell an die Arbeit ;)

#5 - 08.03.2011, 10:33 von marlow

Facebook is scho a wahnsinn

Facebook hatte meinen Account gesperrt, scheinbar nach mehrmaligen Nachfragen, da ich nicht ich sein soll.
So weit so gut, sie wollten zur Wiederherstellung einen amtlichen Ausweis eingescannt oder abfotografiert. Das ging mir aus datenschutzrechtlichen Gründen eine ganze Ecke zu weit.
Daraufhin habe ich die gesamte Löschung all meiner Daten bei FB verlangt. FB wiederum sagt, dass sei aus Sicherheitsgründen nicht möglich und mein Konto sei auch nicht sichtbar. Meine Daten bleiben trotzdem im System.
Nach mehrmaligem Mailverkehr ist die letzte Aussage von FB, ich soll einen amtlichen Ausweis einscannen oder abfotografieren, damit meine Daten gelöscht werden können.

Ist schon seltsam eine solche soziale Seite

#6 - 08.03.2011, 10:49 von nurmeinsenf

Von gestern?

Zitat von keingestern
Die "social Networks" sind weder sozial noch Netzwerke, sie sind schlichtweg Plattformen fuer ungehemten Exhibitionismus Billige Moeglichkeit unzaehlige Unbekannte mit bedeutungslosen "Informationen" zu begluecken, Bilder zu veroeffentlichen, die so peinlich sind das sie besser gar nicht gemacht worden waeren und Kreti und Pleti an Tisch und Bett, Bank und Bloedheit teilhaben zu lassen.
Es hat halt nicht jeder ein so auffälliges virtuelles soziales Umfeld. Für mich und andere ist es eine Möglichkeit, mit einer Vielzahl an alten und aktuellen Bekannten in zumindest losem Kontakt zu bleiben und sie gezielt an Dingen teilhaben zu lassen, die ich interessant, spannend, oder lustig finde. Wer was kriegt, läßt sich fein granulieren. Viel eleganter als Mailverteiler, und viel persönlicher als Twitter.

Vielleicht kann man sich das als "was sich die jungen Leut wieder so ausgedacht haben" nicht mehr vorstellen, aber "man kennt sich" nicht nur virtuell, sondern meist auch persönlich.

Ihr Beitrag wirkt auf mich, als hätten sie einen immensen Bedarf, nicht so "vereinsamt und dumm" zu wirken wie die auf Facebook und Co, nicht zu der "amorphen Masse Menschenvieh" zu gehören. Eine ziemlich miesepetrige Sicht der Welt. Ganz sicher, daß sie nicht nur neidisch sind, dort keinen Anschluß gefunden zu haben?

#7 - 08.03.2011, 11:12 von SGBottwartal

Gesichtsbuch

Zitat von gehdoch
Gott, wie ich diese SocialNetwork basher albern finde... Macht halt nicht mit und gut is....
Selbst das ist gar nicht mehr so einfach. Ich habe keinen Account bei denen und bin angeblich trotzdem in irgendwelchen Gruppen. Aus denen kann mich aber derjenige, der mich dazu eingeladen hat, nicht mehr entfernen. Das kann ich nur selbst, und dazu muss ich einen Account anlegen.

Gott, wie ich diese SocialNetwork-Mitmacher albern finde....

#8 - 08.03.2011, 11:16 von Peter Werner

...

Vor ein paar Monaten habe ich mir beim "Gesichtsbuch" / facebook mal ein Test-Konto erstellt, keinerlei persönliche Informationen, anonyme Email-Adresse.
Nach ein paar wenigen Tagen hatte ich schon zig Kontaktanfragen vorliegen von irgendwelchen Menschen, die ich in meinem ganzen Leben noch nicht gesehen haben.
Seitdem habe ich nicht mehr reingeschaut.
Mit alten Bekannten und Freunden (hier gibt es einen großen Unterschied) kann ich auch per Email, Telefon oder ganz altmodisch per Brief Kontakt halten.
Wenn mir irgendeine Person noch nicht einmal wichtig genug ist, ihren Aufenthaltsort zu kennen, was habe habe ich dann davon diese Person bei facebook als "Freund" zugeordnet zu haben? Was habe ich von einer Liste mit 500 facebook - "Freunden" von denen vielleicht mal 3 oder 4 echte Freunde sind, der Rest reicht von vollkommen unbekannt bis zum ganz "normalen" Bekannten? Warum sollte ich diesen 500 "Freunden" Details über mein Privatleben mitteilen?
Für den Kontakt mit Freunden brauche ich kein "Gesichtsbuch". Der Kontakt mit "normalen Bekannten" braucht nicht intensiviert zu werden.
Sinnvoll wohl für kommerzielle Interessen (Zitat von gehdoch: "Ich nutze die Plattform als Musiker, um zu Veranstaltungen und Gigs einzuladen. Das beschert mir mittlerweile regelmäßig ein Mehr an Publikum."). Aus meiner Sicht war es das dann auch schon.

#9 - 08.03.2011, 11:24 von sough

ouh man ..

Zitat von keingestern
Wie vereinsamt und wie dumm sind Menschen die glauben dort "Freunde" zu haben? Namenslisten sind keine Freunde.... Die nicht erkennen das sie .....
Wow ich bin beeindruckt... wie kann man denn gleichzeitig so engstirnig und so allwissend sein. Auf der einen Seite mögen sie ja recht haben: die fortschreitende personalisierung von informationen im web schreitet immer weiter voran. Der Gläserne Bürger ist nicht mehr in allzu weiter ferne: es fehlt im grunde nur noch die unmittelbare zuordnung zur person, die vorlieben und aktivitäten sind ja längst jahrelang im web gesammelt worden, ja auch über sie, google weiss alles ;)

Wo sie allerdings nicht recht behalten, ist die Tatsache, dass der Mensch immer noch seine Quellen auswählen kann. Wer bei Fb und Co. sein will, der kann Informationen von sich präsentieren, wie viel ist ihm überlassen. Wer diese Informationen nicht sehen will, der kann sie blockieren (damit verschwinden sie nicht, das ist klar).
"gehdoch" hats gut beschrieben: es ist eine sehr gute möglichkeit, mit Leuten in Kontakt zu treten, die man normalerweise gar nicht treffen würde(wg. Entfernung etc.), oder es schon jahrelang nicht geschafft hat.
"keingestern" hat hier eine sehr sehr pessimistische Ansicht der aktuellen Lage präsentiert, ich sage das Gegenteil:
Ich mag Facebook, weil: Parties zu organisieren war nie so leicht; Frauen kennen zu lernen ebenso; mit alten Bekannten in Kontakt zu bleiben wird zum Selbstläufer; die Interessen und Neuigkeiten anderer, die außerhalb meines persönlichen Fokus liegen, sind zugänglich und bieten eine gute Meinungsbildungs- und Diskussionsgrundlage.

Das wichtigste ist aber, dass man nicht naiv durchs Web geht... ich surfe grundsätzlich ohne java script, aktiviere nur die Buttons und Elemente der websites, die ich brauche.
Solche Links in Fb, die mich für ein "gefällt mir" auf irgendwelche tollen Sachen bringen sollen, verachte ich von vornherein und sie werden ignoriert.
Die tollen Minigames, die für ne Runde Poker oder was auch immer, als Gegenleistung zugriff auf mein Profil haben wollen, können mich genauso...
Es ist immer auch eine Sache der persönlichen Handhabe und nicht ausschliesslich die pöse Spam- und SocialNetwork-Gemeinde, die hier die Wurzel des Übels darstellt.

Wie viele Leute wissen denn bitte, dass in Wirklichkeit ein paar Websites im Hintergrund bearbeitet werden können, bis man dann die vor sich hat, die man ursprünglich aufgerufen hat?
Wie viele Leute wissen, was Adresshändler sind und wie sie arbeiten?
Hier ist das Informationsdefizit auf zu holen, die Menschen sind nicht zu blöd PCs zu bedienen, es geht nur alles zu schnell und die meisten wollen ihn einfach nur _nutzen_ und nicht verstehen ;)

mfg

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