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Brand in Pariser Kathedrale: Notre-Dame entging nur knapp der kompletten Zerstörung

Christophe Petit Tesson/ AP "15 bis 30 Minuten" machten am Ende den entscheidenden Unterschied: Nach Angaben des französischen Innenstaatssekretärs war die Gefahr einer vollständigen Zerstörung von Notre-Dame größer als bisher angenommen.
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#1 - 17.04.2019, 06:03 von charlesdemasiado

Rom

Und der Papst in Rom schweigt.....

#2 - 17.04.2019, 06:36 von gottseidank.de

Traurige Welt

Zu sehen dass Milliardäre innerhalb von Minuten solche Summen spenden für ein Gebäude, sich aber ansonsten über die Steuerlast beschweren, finde ich sehr traurig. Den Menschen in Frankreich scheint es nicht so gut zu gehen, man schaue auf die Gelbwesten, die massiven Probleme in den Vororten. Das Geld wäre besser in die Menschen investiert und in eine faire, balancierte Gesellschaft. Stattdessen setzt man auf Wahrzeichen und Symbole. Schade um das alte Gebäude aber dieser „Spendenmarathon“ ruft bei mir keine Bewunderung hervor. Vielmehr ist es doch auch Ausdruck einer Gesellschaft in der etwas gewaltig schief läuft.

#3 - 17.04.2019, 06:51 von in.se

Beeindruckende Spendenbereitschaft

Die Ruine ist noch nicht erkaltet und schon stehen hunderte Millionen Euro bereit zum Wiederaufbau.
Ich bin beeindruckt, aber ging das in Mosambik auch so schnell?

#4 - 17.04.2019, 07:08 von marcuro

Gesteigerte Dramatik... Erinnert mich an Louis de Funès

15 Minuten vorm Einsturz.... Frauen und Männer setzten Ihr Leben ein.... in ganz Frankreich läuten die Glocken zum Gedenken... Familien spenden hunderte Millionen.... Großes Schauspiel... Große Gesten .... an bitterer Komik angesichts der Probleme, denen Frankreich, Europa und die Welt gegenüberstehen nicht zu überbieten!
Meine Voraussagung ist: sobald die letzten Rauchschwaden sich verzogen haben, wird dieses sicherlich tragische Ereignis der Sarg der jetzigen französischen Regierung. Denn deren Probleme sind nicht einfach mit in Rauch aufgegangen... und Macron hat natürlich tollkühn bereits seine Wahl getroffen: Aufbau - Koste es was es wolle.

#5 - 17.04.2019, 07:10 von joke61

Von Zeit zu Zeit denke ich,

ich bin im falschen Film! Ja, der Notre-Dames ist ein erhaltenswürdiges Gebäude! Zeitgeschichte, Wichtig! Aber, dass man ein Gebäude höher bewertet wie tausende Menschenleben, war mir bisher nicht bewusst. Da macht eine Milliadärsfamilie mal eben öffentlich 100 Millionen locker. Die Presse hypt und ruft zu Spenden auf. Wo war die Milliadärsfamilie bei der Naturkatastrophe im Sudan? Wo waren alle die, die jetzt so schnell Geld locker machen, damit der Notre - Dames möglichst schnell wieder aufgebaut werden kann? Trotz allem, Nur ein Gebäude!

#6 - 17.04.2019, 07:12 von Korken

30 min

Es ist interessant zu spekulieren, was 30 Minuten ausmachen. Es gab laut Presseberichten (siehe NYT, nach zitierter Aussage des Pariser Staatsanwalts Rémy Heitz) ebenso einen ersten Feueralarm knapp 30 Minuten vor dem Feueralarm, als die Flammen schon weit um sich gegriffen haben und zur Alarmierung führte. Man fand aber bei dem ersten Alarm nichts. Nun, sollte es sich beim ersten Alarm noch um ein kleines Feuer gehandelt haben, das man übersah, hätte man die große Katastrophe vielleicht verhindern können. Aber auch das sind Mutmaßungen.

#7 - 17.04.2019, 07:25 von alternativlos

Der Glöckner von Notre-Dame

Manchmal gibt es Ereignisse, da weiß man nicht, ob Gott Zufall oder Schicksal mit uns spielt.

Gesichert scheint, dass es immer wieder Menschen gibt, die sich solcher Symbole bedienen, um daraus eigene Narrative zu konstruieren.

Wenn sich aber alle einer solchen Methodik bedienen würden, was bliebe dann für ein Gott übrig? Einer der Schicksal spielt oder den Zufall lenkt...

Weiterhin Alles Gute

#8 - 17.04.2019, 07:39 von Sibylle1969

Es ist schon seltsam, wenn sehr wohlhabende Menschen oder Unternehmen viel dafür tun, so wenig Steuern wie möglich zu bezahlen, dann aber mal eben 100 oder 200 Millionen Euro als Spende locker machen.

#9 - 17.04.2019, 07:39 von ramsis77

Vive la France

So machen das die Franzosen (und so hättens die Amis, Italiener, Spanier und jede stolze Nation gemacht):
1) einen Helden der Nacht küren
2) ein stolzer Satz des Staatsoberhauptes
3) die Katastrophe auf die Minute und das letzte Tröpfchen dramatisieren.
Die Grande Nation hat mit höchster Emotion auf eine wahrlich traurige Katastrophe reagiert, alle trauern mit und spenden, was das Zeug hält.

Wäre sowas in Deutschland passiert (man stelle sich einen solchen Brand im Kölner Dom vor), wäre erstmal der Schuldige an den Pranger gestellt und bis auf die letzte Unterhosennaht auseinander genommen worden. Außerdem die Brandschutzfirma, die irgendwo im Schuppen der Dom Gärtnerei ein Ventil vergessen hätte. Mama Merkel hätte nur traurig geschaut, irgendwelche Atheisten hätten für den Abriss demonstriert, bevor die Kirche für 250.000? wieder aufgebaut worden wäre (Endsumme 2,5 Mrd wegen vergessener Sprenkleranlagen). Und ab Jahr 2045 würden die Prozesse gegen Pfuscher und Pfeifen geführt.

Jeder der den Umgang mit der Katastrophe nicht verstehen will: so macht man Denkmäler, Wahrzeichen, Helden und ein Nationalgefühl! Ich bin mal wieder begeistert von den Franzosen!

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