Schrift:
Ansicht Home:
Forum
Panorama

Brand in Pariser Kathedrale: Notre-Dame entging nur knapp der kompletten Zerstörung

Christophe Petit Tesson/ AP "15 bis 30 Minuten" machten am Ende den entscheidenden Unterschied: Nach Angaben des französischen Innenstaatssekretärs war die Gefahr einer vollständigen Zerstörung von Notre-Dame größer als bisher angenommen.
zum Artikel
Im mobilen Forum können sie die Beiträge nur lesen.
Um zu kommentieren, verwenden Sie bitte die Kommentarfunktion im Artikel.
    Seite 10/17    
#90 - 17.04.2019, 11:19 von bernie_witzbold

Na na na...

Zitat von UlrikeLange aus Darmstadt
Ich finde gut, dass Sie mich vervielfältigen. Jede PR ist meiner Profilneurose wertvolle Nahrung. Dank Ihrem Dung blühen meine Wiesen, auf denen Sie weiden und sch**ßen.
Sie belagern schon wieder den ganzen Morgen den Computer der Stationsschwester. Und Ihre morgendliche Medikation haben Sie anscheinend auch nicht genommen! Wie wollen Sie da denn gesund werden? Mit Logorrhoe ist nicht zu spaßen!

#91 - 17.04.2019, 11:25 von Beat Adler

Zitat von KingTut
Was Sie schreiben hat zwar stets Hand und Fuß, aber ich hoffe, Sie irren hier. Der Louvre samt Inhalt unversichert ... das ist ein beklemmendes Gefühl. Unsere Nofretete ist ja auch für einige hundert Mio. Euro versichert, wie es in einer Nachrichtensendung einmal hieß. Aber sollte wirklich kein Versicherungsschutz bestehen, dann müssten keine Ausgaben gescheut werden, um die Wahrscheinlichkeit eines Worst Case Szenario möglichst nahe bei null zu halten.
Wer bezahlt die Versicherungspraemien der Nefertiti? Der Steuerzahler? Private Maezene?

Es ist sicher moeglich fuer eine Privatperson bei einer Versicherungsgesellschaft die Mona Lisa im Louvre zu versichern. Die jaehrliche Praemie duerfte 7-stellig sein.

Es werden auch keine Ausgaben eingespaart beim Schutz der Kulturgueter, wenn diese Ausgaben das Budget des Staates nur soweit belasten, dass es vom Parlament noch abgesegnet wird.

In Frankreich stehen 25'000 Gebaeude unter Denkmalschutz. Viele davon brauchen dringend Renovationen, um sie vor dem Einstuerzen zu bewahren. Stefan Bern fuehrt deswegen einen Feldzug zum Schutz des franzoesischen Kulturgutes, inklusive Lottoziehungen, das fuer die Tourismusindustrie, Frankreich ist die Nummer 1 darin, 100tausende Arbeitsplaetze haengen dran, unbedingt noetig ist.

Fuer den Empfang von Putin und Trump, den 140 Vertretern der groessten Firmen der Welt, genuegt schliesslich das "Hasenhuettli" Palais de Versailles. Was wohl eine Vollkasko-Versicherung dieses "winzigen" Kulturgutes kosten wuerde?
mfG Beat

#92 - 17.04.2019, 11:32 von kmussfeldt

Zitat von gottseidank.de
Zu sehen dass Milliardäre innerhalb von Minuten solche Summen spenden für ein Gebäude, sich aber ansonsten über die Steuerlast beschweren, finde ich sehr traurig. Den Menschen in Frankreich scheint es nicht so gut zu gehen, man schaue auf die Gelbwesten, die massiven Probleme in den Vororten. Das Geld wäre besser in die Menschen investiert und in eine faire, balancierte Gesellschaft. Stattdessen setzt man auf Wahrzeichen und Symbole. Schade um das alte Gebäude aber dieser „Spendenmarathon“ ruft bei mir keine Bewunderung hervor. Vielmehr ist es doch auch Ausdruck einer Gesellschaft in der etwas gewaltig schief läuft.
Bei der Familie Arnault kann man eventuell etwas nachsichtig sein, immerhin handelt es sich hier um den Mehrheitseigner von LVMH (LV wie Louis-Vuitton) und Dior. Und dessen Taschen verkaufen sich sicherlich auf den CHamps-Elysées besser, wenn die japanischen und chinesischen Kunden etwas zu besichtigen haben.
Pinault "gehört" neben Gucci auch noch ein Sitz in der GF von Bouygues, einer der grössten Baukonsortien (+Parkhäuser und Telecom). Da ist sicherlich auch ein gewisser Eigennnutz nachweisbar.
Wieso Bettencourt? Der ehem. Mdm de Bettencourt hat ettliche Künstler gefördert.
Und dann darf man nicht die ca. 20 bis 30 % eingefleischten Katholiken vergessen, die gerne ihrer notleidenden Kirche unter die Arme greifen, damit der Papst auf seinem (Geld-)Säckerli sitzen bleiben kann.
Übrigens so erzkatholisch, dass ich schwören könnte, die Identitären kommen ursprünglich aus Frankreich. Jedenfalls waren sie dort sehr früh aktiv.

#93 - 17.04.2019, 11:40 von kmussfeldt

Zitat von ackermart
einer vorsätzlichen Tat - ist wohl die eigentliche Botschaft des Artikels, dem die Entsprechung mit der Überschrift ansonsten in Gänze abgeht. Von "geschwächtem Gewölbe am nördlichen Querschiff" ist da die Rede, aber nicht davon was sich doch jeder fragt der das Bild sieht: Ob vom Hauptschiff aus man nicht den Himmel sehen muss, wenn der Dachstuhl denn am Boden liegt? Womöglich kann man aber so entspannt sein wie der Feuerwehrmann mit den hinter dem Rücken ergriffenen Händen, der offensichtlich in Voraussicht auf die wohltuende Wirkung zur Befriedung des Landes vom Ganzen auch nicht sonderlich ergriffen scheint. Denn schließlich weist auch nichts in seiner Blickrichtung darauf hin, dass man im Schutt je ein Motiv finden werde das gegen eine glückliche Selbstentzündung der das Land endlich wieder heilenden Kirche spricht.
Da ist aber einiges durcheinandergeraten. Es wird vom Giebel am nördlichem Gewölbe gesprochen. Da die Kirche wie viele in Ost-West-Achse ausgerichtet ist, ist dies der Giebel der bei den ersten Bildern zu sehen ist. Vom Hauptschiff ist in dem Zusammenhang nie geredet worden.
Zur Orientierung: Die Haupttürme sitzen beide im Westen des Gebäudes, der Nordturm, wo "kurz" ein Feuer war, ist der zum Rathaus und Hotel-de-Dîeu hin, der Südturm steht zum Seineufer hin.
Der nördliche Giebel ist also der, den man hinter der Einrüstung sieht.

#94 - 17.04.2019, 11:43 von tomdabassman

Die wahre Bedeutung von Notre Dame

Für alle, die nicht der blinden Verehrung solcher sakraler Pomp-Baukunst anheim gefallen sind, hier eine brillante Analyse zum Bauwahn der katholischen Kirche im Mittelalter: https://www.welt.de/wirtschaft/article192053871/Notre-Dame-So-teuer-war-der-Bauwahn-der-katholischen-Kirche.html

#95 - 17.04.2019, 11:45 von christianbernard

Ein Haufen Steine?

Zitat von ich2010
es gab keine Verletzten, es mussten keine Menschen gerettet werden,es ist kein Hochhaus mit tausende Menschen eingstürzt, sondern der Dachstuhl eines alten Gebäudes hat gebrannt. Ja, natürlich ist es schade, wenn Museumsgegenstände vernichtet werden. Was das aber mit Nationalgefühl oder Heldentum zu tun hat, erschließt sich mir nicht. Man identifiziert sich nicht mit einem Haufen alter Steine, sondern wenn überhaupt mit einer Kultur. Und selbst das stelle ich in Frage.
Wenn eine Gesellschaft durch mentale Entwicklung, durch Entdeckung und Erforschung von technischen Fähigkeiten, und nicht zuletzt aus purem menschlichen Schöpfergeist einen Haufen Steine zu solch einem dreidimensionalen Meister- und Kunstwerk formen kann, welches zudem über Jahrhunderte besteht, stellt sich eigentlich nicht wirklich die Frage ob das nun Kultur ist, oder weggemacht werden kann, oder?
Und diese Frage stellt sich schon gar nicht in einer wahren Kulturnation wie der französischen. Wenn man kein Franzose ist, hat man dieses Gefühl vielleicht nicht automatisch in sich. Die deutsche Gesellschaft tut sich nun einmal schwer mit Emotionen. Ich bin auch kein Franzose. Aber etwas Empathie und Solidarität kann doch eigentlich nicht so schwer aufzubringen sein.

#96 - 17.04.2019, 11:50 von Hans58

Zitat von charlesdemasiado
Und der Papst in Rom schweigt.....
OT:
Warum soll er was sagen, die Kirche gehört doch nicht zum Eigentum des Vatikans!

#97 - 17.04.2019, 11:52 von kmussfeldt

Zitat von Ralf1234
Es soll um 18.20 Uhr einen ersten Feueralarm gegeben haben, bei dem abber nichts gefunden wurde und um 18.43 Uhr einen zweiten, da hat es dann schon gebrannt. Da bleiben ein paar Fragen offen: Hätte die Feuerwehr nicht schon beim ersten Alarm ausrücken müssen (wir haben hier im Ort eine Firma mit automatisierter Meldung an die Leitstelle, da rückt jedes mal die ganze Kompanie aus, obwohl es so gut wie immer ein Fehlalarm ist)? Wer oder was hat den ersen Feueralarm getätigt ? Hätten sich beim zweiten Alarm nicht schon bereits Personen auf dem Dachstuhl befinden müssen ( die noch vom ersten Alarm da waren) ?
Das sind genau die Fragen die sich mir auch stellen. Zumal, wenn FW vor Ort war und die nichts sehen, gehe ich doch als Feuerwehrmann hin und hole zur Sicherheit die Wärmebildkamera. Und die Treppe hoch zum Dachstuhl, eventuell über die Türme dauert bestimmt 5-10 Minuten. So dass in den 23 Minuten sicherlich noch Feuerwehrleute vor Ort hätten gewesen sein müssen.
Und Alarm bedeutet ja nicht, vor Ort zu sein sondern erst ausrücken. beim 2. Alarm also ca. 7 Minuten (also ca. 18:27, bis zum 2. Alarm sind da nur 16 Minuten).
Vor allem bei so einem, für Frankreich wichtigen Gebäude. Es sei denn die Feuerwehr wäre nicht ausgerückt. Oder jemand hat den Alarm weggedrückt, Fehlalarm und so.
Das ist aber genauso, wie mit dem Teleskopmasten, die nur bis 30m gehen udn das Schiff ca. 40m hoch ist. Und paris hat mit der Defense, Tour Montparnasse, sowie einige Wohnblocks im 16. oder 13./14. nicht gerade kleine Gebäude. Es gab ja Anfang diesen Jahres und Ende letzten Jahres bereits einige Brände in MFHäuser mit Todesfolge.
Wenn die Jubelperser ruhig geworden sind, sollte Mediapart da schon mal drin herumwühlen. Im Moment würden sie bei aller Heorisierung der SPdP nur gelyncht werden.

#98 - 17.04.2019, 11:55 von Hans58

Zitat von p2063
warum Spenden? hat die Katholische Kirche plötzlich etwa kein Geld mehr?
Sie hat Geld, aber es ist ja nicht ihre Kirche, sondern die des Kultusministerium (sprich: französischer Staat)

P.S.
Und woher wollen Sie wissen, dass die Kath. Kirche sich nicht auch am Wiederaufbau beteiligt?

#99 - 17.04.2019, 11:58 von kmussfeldt

Zitat von trucgassin
Manche Foristen versuchen krampfhaft einen Zusammenhang zwischen der unglaublichen Spendenbereitschaft und einem unmoralischem Steuerverhalten der Spender zu konstruieren. Unerträglich. An dem was im Zusammenhang mit der Katastrophe in Frankreich geschieht erkennt man wahre Verbundenheit und Solidarität. Kleinkarierten Bedenkenträgern wird zum Glück kein Raum geboten.
Zumindest bei Pinault meine ich mich erinnern zu können, dass einige Schwarzkonten in der Schweiz gefunden wurden. Ist ja just ein ehemaliger Minister in der letzten Zeit verurteilt worden (Cahuzac, war verantwortlich für/gegen Steuerbetrug !)
Und bei Arnault war ja auch so eine Posse, wo er nach Belgien ziehen wollte, wegen der Steuer. So ganz Unrecht hat der OP nicht.

    Seite 10/17