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Kuhglocken-Prozess in München: "Wer keine Kühe mag, muss nicht aufs Land ziehen"

imago stock&people In Oberbayern stört sich ein Zugezogener am Lärm der Kuhglocken. Weil er vor Gericht verliert, will nun seine Frau klagen. In der Region fürchten manche um den Verlust ihrer Traditionen.
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#1 - 14.12.2017, 17:25 von cpt.z

Ich denke auch...

das man ein gewisses Maß an Landwirtschaftslärm und Geruch hinnehmen muss, wenn man in ein Haus neben einem landwirtschaftlichen Betrieb zieht. Das ist ja am End nichts anderes als eine Einflugschneise oder eine Bahnstrecke. Man weiß es halt vorher. Aber bei den Glocken muss ich schon sagen - Brauchtum hin oder her - aber das kann man heutzutage eben doch mit GPS lösen. Das ist auch gesünder für die Kühe, die ja am meisten von dem Lärm abbekommen...

#2 - 14.12.2017, 17:39 von ambulans

yep,

das hat was: ein landbewohner namens "urban" (lat.: "urbs" stadt, "urbanus" städtisch) verteidigt das traditionelle baierische landleben mit kuhglocken, frühmorgendlichem hahn aufm mist, kirchenglocken!, "nebengeräusche" vom schnuckeligen biergarten nebenan, usw. - also so gut wie alles, weshalb man dem herrgott sein weißblaues land sich als refugium normalerweise so aussucht - gegen ehemalige städter (sicherlich aus minge). gottseidank gibts ja da noch das gute alte (leider nicht mehr königliche) baierische amtsgericht, und das hat hier - recht gesprochen ... pfiat euch, dr. ambulans (alle kassen)

#3 - 14.12.2017, 17:42 von butzibart13

Kling, Glocke, klingelingeling

Hat man jemals eine Kuh auf Tinnitus untersucht? Dies wäre doch eine perfekte Studie für den Ig-Nobelpreis. Aber mal ernsthafter, haben mal irgendwelche Tierschützer wie Peta usw. nach dem Wohlergehen der Kuh gefragt? Ich lass mal bewusst außer acht, ob das Gebimmele den Menschen nervt oder nicht.

#4 - 14.12.2017, 17:44 von wallaceby

Tja, es hat sich eben Nichts geändert...

Sorry, aber der "Saupreiss" lebt einfach, und lässt sich auch nicht so einfach wegzaubern! Wer von "ausserhalb" nach Bayern zieht, weil er es hier so schön findet, der sollte bitteschön nicht auch noch Forderungen stellen, geschweige denn vor's Gericht zu ziehen, weil ihm etwas zu laut ist, oder zu streng riecht! Es ist zwar einerseits ein eher skuriles Thema, aber auf gewisse Weise verkörpert es doch im Kleinen einen Umstand, den man ansonsten nur im grösseren, sprich im Gesamtdeutschen diskutiert: nämlich eine unter Druck geratene einheimische Bevölkerung, die sich buchstäblich neu hinzugekommenen und teilweise als "Eindringlingen" empfundenen, gegenüber sieht, weil diese kackfrech sofort juristische Mittel bemühen, um ihren Willen hier durchzusetzen! Tja, wer glaubt, seine eigenen gewünschte Rechtsprechung hier gegen die "Urbevölkerung" durchsetzen zu müssen, sollte wirklich lieber erst gar nicht hier her ziehen! Bayern wurde die letzten Jahrzehnte in Wahrheit schon von allen möglichen nichtbayerischen Einflüssen regelrecht zersiedelt bzw. verwässert! In München spricht angeblich nur noch ein Prozent der Bevölkerung bayerisch. Und man kann diesen Effekt mittlerweile in den kleinsten bayerischen Gemeinden und Orten feststellen, und man buchstäblich überall durch "Zugezogene" eine homogene bayerische Identitätät auf dem Rückzug sieht! Die bayerische Sprache stirbt langsam aus, und man muss es scheinbar hinnehmen, dass Figuren wie dieser Kläger hier immer kackfrecher werden! Ich bedauere das extrem, weil es eben schon eine fundamental wichtige Sache im Leben Bayerns ist! Da können jetzt alle Nichtbayern jolen und maulen wie sie wollen: Fakt ist, Bayern wird in der Tat mit "Fremden" regelrecht überschwemmt, denen es hier ausgesprochen gut gefällt. Und da sind "Flüchtlinge" noch gar nicht mit dazu gerechnet, die ja auch zum Grossteil hier in Bayern landen! Lustig auch gerade deshalb immer wieder, wenn erst frisch hergezogene Menschen aus allen möglichen Teilen Deutschlands die einheimische Bevölkerung scheinbar für nicht ganz helle hält und sogar extrem "ausg'schamt" vor den Kadi zieht! Deshalb gilt anscheinend immer noch: der Saupreiss ist leider nicht "kleinzukriegen" bzw. einzudämmen hier im Bayernland!

#5 - 14.12.2017, 17:47 von febra

Das sind die gleichen Idioten

die an einen Sportplatz ziehen und sich dann über Training und Spiele beschweren. Und irgendwelche durchgeknallten Richter geben denen noch Recht.

#6 - 14.12.2017, 17:48 von m_e_m

dem kann ich mich nur anschliessen....

...wer aufs Land zieht sollte auch ländliche Eigenarten wie Kuhglocken und Kirchenglocken akzeptieren oder wieder in die Stadt ziehen. Hier verbleibt nur sagen - Geld darf nicht alles.
Einheimische können sich die lokalen Mietpreise nicht mehr leisten, weil zugezogene Reiche den ortsüblichen Preis treiben...

#7 - 14.12.2017, 17:53 von St.Baphomet

Warum tragen Kühe Glocken?

Damit man sie auf der Alm in zaunfreier Landschaft wiederfindet?
Oder als nervige Folklore für Touristen auf der Dorfwiese?
Nachts oder im Stall sind die Glocken natürlich einfach nur Ruhestörung weil total unnötig.
Ob zur Wahrung der Tradition jede Kuh in Wohngebieten eine Glocke tragen muss ist eine andere Frage.
Ich zumindest finde Kuhglocken auf der Alm sehr schön, vor meinem Schlafzimmerfenster sind mir Kühe ohne Glocke aber definitiv lieber.
Immer noch besser als eine Schnellstraße.

#8 - 14.12.2017, 17:54 von efwe

absurd :)

ja, man darf fragen warum ziehen solche Stadteier aufs Land!? warum zieht man in ein en Ort wo man ja schon vorher weiss dass da zb. Kühe mit Glocken rumrennen -
man weiss nicht -soll man lachen oder sich ärgern über solche typen.

#9 - 14.12.2017, 17:58 von Kanalysiert

Und die Kühe?

Das sehr hohe Gewicht der Glocken und die Lautstärke schädigen leider das Tier gleich mit. In Studien wurde beobachtet, dass sich die beglockten Kühe weniger bewegen, insbesondere die Kopfbewegungen stark einschränken, weniger liegen und weniger wiederkäuen. (zu finden u.a. bei www.schweizerbauer.ch). Durch das Dauergewicht wird auch die Haltung verändert. Aber was soll's, geht ja nur um den zeternden Flachlandtiroler, nicht wahr?

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