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Nach der Brandkatastrophe: Wie sich Kalifornien selbst hilft

AP Die Todeszahlen steigen täglich, Hunderte werden noch vermisst, Tausende sind ohne Obdach: In Kalifornien herrscht Notstand. Profiköche versorgen die Opfer der Waldbrände. Ein Besuch in einer improvisierten Großküche.
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#10 - 19.11.2018, 17:13 von derjoey

Zitat von martinm70
Trotz allem frage ich mich, da stimme ich Trump ausnahmsweise zu, ob man nicht mehr Vorbereitungen hätte treffen können um so eine Katastrophe zu verhindern. Immerhin gibts diese Waldbrände jedes Jahr. Schneisen zwischen den Waldabschnitten z.B. insbesondere um die Wälder wo Gebäude drin stehen, so daß wenn ein Abschnitt brennt das Feuer erst gar nicht übergreifen kann.
Grundsätzlich kann man nachher immer sagen, man hätte es vorher wissen können. Bei diesen Bränden ist es wohl eine Mischung aus menschlichen Fehlern (Feuer legen sich selten von alleine, und Häuser befanden sich im gefährdeten Gebiet - wenn auch vorwiegend nicht am Waldrand, sondern in der Nähe von Gestrüpp) und klimatischen Bedingungen (sehr heißer und trockener Sommer, viel Zündstoff aufgrund nur wenig vorangegangener Bränden).

Wenn man von vornherein den Klimawandel, der in Kalifornien u.a. für ein stetes Ansteigen der Temperaturen sorgt, als stark begünstigenden Faktor ausschließt, wie es Mr. Trump tut, dann fällt natürlich in der Welt des aktuellen US-Präsidenten mehr Schuld auf die Kalifornier.

Wer Kleingeistigkeit unterstellen würde, würde noch anmerken, dass Kalifornien zurzeit ein "blauer" Staat ist (Senatsmitglied und Governeur) und damit nicht gerade hoch in Mr. Trumps Gunst steht, was einige Äußerungen erklären könnte.

#11 - 19.11.2018, 19:17 von g.eliot

Make America Rake Again!

Die finnischen Social Media amüsieren sich über Trumps Behauptung, dass das Geheimnis der seltenen Waldbrände "raking and cleaning" sei.
So eine Frau, die in Finnland aufgewachsen ist:
"No friggin body is raking the forests."

Manche dagegen witzeln, dass Harken ein fundamentaler Bestandteil finnischer Kultur sei. ;-)

Präsident Niinistö meinte zu der finnischen Zeitung Ilta-Sanomat, dass er in Paris mit Trump kurz gesprochen hatte und ihm gesagt hatte: “Finland is a country covered by forests,” and that to avoid forest fires “we have a good surveillance system and network”.

https://www.theguardian.com/us-news/2018/nov/19/make-america-rake-again-finland-trump-forest-fire

Lustig. ;-)

#12 - 19.11.2018, 20:54 von winfield06

Nicht

Zitat von kayakclc
Dieses Verhalten ist typisch für die Amerikaner. Der Auspruch von Kennedy, frage nicht, was Dein Land für Dich tun kann, sondern was Du für Dein Land tun kannst, ist Ausdruck des Pioniergeists einer relativ jungen Nation von Immigranten, wo jeder gewohnt ist, anzupacken. In der Not spielen Einkommen, sozialer Status etc keine Rolle. Was in Deutschland weniger vorstellbar ist, ist dass sich gerade die Bessergestellen sich besonders verantwortlich fühlen, um der Gesellschaft etwas zurückzugeben. Das geschieht durch Spenden aber eber auch durch persönlichen Einsatz und Arbeitskraft. In Deutschland sind wir eher obrigkeitshörig und fordern daher auch viel schneller, dass das Staat die Probleme löst anstellen einmal selbst was beizutragen. Die Amerikaner haben eine andere Mentalität, die viele Deutsche wegen ihrer Sichtweise auch nicht verstehen. Dabei können wir viel voneinander lernen, wenn wir auch einmal hinterfragen, was wir als selbstverständlich annehmen.
nur die Deutschen sind "obrigkeitshörig" auch die US-Amerikaner sind dies. Ein sehr gutes Beispiel dafür liefert der (leider schon 11 Jahre alte) Film von Michael Moore "SiCKO". Dort geht es zwar um das amerikanische Gesundheitssystem aber er zeigt gut auf in wie weit auch "John Doe" und "Jane Doe" sich dem System unterordnen.
Auch der von Ihnen zitierte Satz von John F. Kennedy ist aus seinem Kontext gerissen - denn im gesamten Zusammenhang gibt sich doch ein etwas anderes Bild. https://de.wikiquote.org/wiki/John_F...ttsrede_(1961)

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