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Nach Flugzeugabsturz in Äthiopien: Boeing vor US-Gericht verklagt

Stephen Brashear / Getty Images / AFP Nach dem Flugzeugabsturz in Äthiopien wurde der Luftfahrtkonzern Boeing jetzt in den USA verklagt. Boeing habe das Flugsteuerungssystem für das Modell 737 Max 8 fehlerhaft entworfen.
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#1 - 28.03.2019, 22:06 von heinrich.busch

Das tragische Ereignis

wird jetzt zur Nagelprobe. VW musste wegen schwindeln 15 Milliarden zahlen.Was wird Boing für 350 Tote zahlen. Meine Prognose sagt deutlich weniger, denn ein America First Unternehmen wird nicht so hart bestraft

#2 - 28.03.2019, 22:31 von artist69

Immer die tollen VW Vergleiche

VW hat nicht geschwindelt, VW hat jahrelang die Behörden verarscht und höchst illegal gehandelt. Es sind schon mehrere, auch US amerikanische Autobauer vor VW in Amerika mit hohen Strafen belegt worden. Nur so dummdreist wie VW war bisher niemand.
Boeing wird sicher mit voller Härte angegangen, machen Sie sich mal keine Sorgen. Das Land, wo Konzernbetrüger ungeschoren davon kommen heißt Deutschland.

#3 - 28.03.2019, 22:39 von hansriedl

Boeing erhielt anhaltend illegale Subventionen von USA

Das Urteil macht den Weg für Vergeltungsmaßnahmen seitens der Europäischen Union frei, die den Fall vor 15 Jahren angestoßen hatte:
Im Boeing-Fall geht es unter anderem um gegen WTO-Regeln
verstoßende Steuer- und andere Begünstigungen im US-Bundesstaat Washington. Von der Washingtoner Reduzierung der Unternehmenssteuer habe Boeing so stark profitiert, dass sie im Konkurrenzkampf um Aufträge mit Airbus 2013 und 2014 in Dubai, Kanada und Island zum Zuge kamen und dem europäischen Rivalen damit Schaden zufügten. Das Gremium gab der EU darüber hinaus anders als 2017 unter anderem Recht, dass staatliche Unterstützung für Forschung- und Entwicklung die Fertigstellung des Dreamliners Boeing 787 beschleunigte.
Die EU ist zuversichtlich, dass die WTO bei ihrer bisherigen Linie bleibt und erneut feststellt, dass illegale Subventionen an Boeing nicht wie gefordert abgebaut wurden. Sie will ebenfalls Schadenersatz in Milliardenhöhe geltend machen.

#4 - 28.03.2019, 22:39 von Bernd.Brincken

Es ist richtig, Boeing wegen konstruktiver Fehler anzuklagen, anstatt die Aufmerksamkeit auf den Nebenschauplatz der Zertifizierung zu richten.
Der Hersteller ist verantwortlich gegenüber den Kunden, im engeren und weiteren Sinne.
Und da hier gleich mehrere Mängel vorliegen, gehen die Fragen weiter nach oben im Management.

#5 - 29.03.2019, 04:56 von Hajojunge

Die Steuerungssoftware mag fehlerhaft sein

Sie wurde aber nur zum Ausbügeln aerodynamischer Mängel des betagten B 737-Konzeptes eingesetzt und zunächst weder den Airlines noch den Piloten kommuniziert. Die vergrößerten Triebwerke, zudem noch näher und weiter vorn an den Tragflächen angebracht, können bei bestimmten Manövern mit ihrem Auftrieb zum Strömungsabriß führen. Eine hastig gestrickte Krampflösung, nur um dem Airbus A320 NEO etwas entgegenzusetzen. Auch ein Softwarepatch am MCAS (Might Aircraft Crash Suddenly) ändert daran nichts.

#6 - 29.03.2019, 05:19 von Lagrange

@1

Naja die beiden Themen zu vergleichen ist schon etwas an den Haaren herbeigezogen. VW hat wissentlich und mit voller Absicht betrogen. Boeing hat das Flugzeug so schnell wie möglich auf den Markt bringen wollen und dabei nicht ausreichend getestet.
Schuldig sind beide, aber trotzdem ist für mich das Vergehen von VW deutlich schwerwiegender- auch wenn die Folgen bei Boeing - zumindest auf den ersten Blick - fataler sind

#7 - 29.03.2019, 05:38 von haraldbuderath

50 -100 Milliarden

Boeing spielt den Unschuldigen, Boeing und die USA haben mal wieder versagt, wenn ein Krebskranker ohne Beweise 80-270 Millionen zugesprochen bekommt sollte ein Toter sicher 500 Millionen kosten, VW hat 25 Milliarden gezahlt wegen vermeinten Betrug, Bayer soll zahlen für Roundup obwohl dieses Produkt schon 30 Jahre niemanden getötet haben kann, Kunden die mit diesem Todesflieger geflogen sind haben Recht auf Schadenersatz, diese Kunden sind jetzt Lebenslang traumatisiert, Europa sollte die Aufsicht Behörden der USA nicht mehr anerkennen und Produkte aus den USA prüfen ehe eine Zulassung erteilt werden kann,

#8 - 29.03.2019, 05:53 von pjms_buy

boeing ist kein vw

aus allem whistleblowing, über das bis jetzt (kann sich ja noch ändern) zu lesen war, käßt sich keineswegs die kriminelle energie herauslosen, die über jahre bei vm im einsatz war. trotzdem kann boing mit milliardeneinußen rechenen, und im fall daß zivilrechtleche prozessen mit hunderten millionen von zahlungen.

abgesehen soll vilkswagen, und damit die deutschland ag, froh sein, daß die amerikaner einen stratgiewechsel erzwingen haben: sonst gäbe es nämlich keinen MEB (elektrobaukasten) und tesla wäre one probleme auf 20% weltmarktanteil gekommen. so muß sich tesla mit senen anfängerautos wenigstens ab nächstem jahr mit den anfängerstromern aus deutschland messen.

#9 - 29.03.2019, 06:17 von steppenwolf81

@ Beitrag 1, das ist geschwindelt

VW musste nicht zahlen weil die Firma geschwindelt hat. Sie hat betrogen und Menschen dadurch wissentlich erhöhten Schadstoffen ausgesetzt. Bitte bagatellisieren Sie das nicht. Dennoch wird die Klage gegen Boeing interessant, da, wie Sie richtig schreiben, dieses Unternehmen Staatspolitik ist. Wobei schon die Automobilindustrie der USA erfahren musste, dass deren Status nicht unangreifbar ist, auch dort wurden viele fallen gelassen, wenn nicht sogar verraten und verkauft.

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