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Prozess in München: Der Kuhglockenstreit von Holzkirchen

imago stock&people In Bayern ist eine Frau vor Gericht gezogen, weil sie den Lärm von Kuhglocken auf dem Nachbargrundstück für unerträglich hält. Der Streit währt seit Jahren - eine Lösung scheint nicht in Sicht.
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#1 - 09.11.2018, 14:55 von Sepp Hinterseer

Muss nicht sein

Diese Lärmbelästigung ist dank heute verfügbarer Technik, z.B. günstiger Ortungssender, unnötig geworden.

Auch im Sinne der Tiere sollte man dieses Gebimmel also endlich abstellen.

#2 - 09.11.2018, 14:59 von chrismuc2011

Irgendwie entgleist unsere Gesellschaft und unser Rechtssystem. Greti und Pleti können eine Klage einreichen wegen der blödesten Kleinigkeiten. Dabei bräuchten wir die Gerichte für viel wichtigere Dinge wie Straftaten, die auch wirklich geahndet werden müssten. Und nicht wegen Überlastung der Gerichte versanden oder verjähren oder billige, dem Rechtsempfinden der Bürger nicht entsprechende Vergleiche benötigen.
Da zieht eine Familie aufs Land, um sich auf preiswertem Grundstück (Holzkirchen im Vergleich zu München) ein hässliches Einfamilienhaus zu bauen, was die schöne Landschaft zersiedelt und entwertet. Und dann klagen die Leute gegen Kuhglocken, Hahngeschrei am Morgen oder Kirchenglocken. Wenn inen die Sitten und Gebräuche im bäuerlichen, katholischen Voralpenland nicht gefallen, müssen sich die Einwohner nicht anpassen, sondern die Zugezogenen. Oder eben ins calvinistische Holland ziehen, wo es laut Anwalt keine Kuhglocken gibt.

#3 - 09.11.2018, 15:02 von bötzow33

Ein Fall für den Psychiater

Das Gericht sollte das Verfahren wegen Justizverhöhnung bzw. -nötigung einstellen und die Klage abweisen. Die Kosten trägt die Klägerin Im Gegenzug die Klägerin zu einer psychiatrischen Untersuchung verpflichten. Dann ist hoffentlich Ruhe im Kasten !

#4 - 09.11.2018, 15:06 von Violator

Jaja, so sind sie, die Zugezogenen

Auf'm Land könnte es noch viel schöner sein, wenn da nicht die Bauern mit ihren Kühen und Misthaufen wären...wer braucht sowas schon? Wurst und Fleisch gibt's doch schließlich im Supermarkt...

#5 - 09.11.2018, 15:17 von Frank Klipp

Lage, Lage, Lage...

Eine Grundregel beim Eigentumserwerb: erstmal genau die Umgebung checken. Ich vermute, die Nachbarn haben sich erst danach Kühe, respektive Glocken angeschafft. Oder die Begehung fand im Winter statt. Sonst hätten die Kläger gewusst, wo sie hinziehen. Und dann wäre eine Klage nach dem Motto: jetzt bin ich hier und mach mir die Welt, wie sie mir gefällt: reichlich unverschämt. Ich wundere mich, dass solche Klagen überhaupt angenommen werden. War da nicht mal was mit Bestandsschutz?

#6 - 09.11.2018, 15:18 von Havel Pavel

Zitat von chrismuc2011
Irgendwie entgleist unsere Gesellschaft und unser Rechtssystem. Greti und Pleti können eine Klage einreichen wegen der blödesten Kleinigkeiten. Dabei bräuchten wir die Gerichte für viel wichtigere Dinge wie Straftaten, die auch wirklich geahndet werden müssten. Und nicht wegen Überlastung der Gerichte versanden oder verjähren oder billige, dem Rechtsempfinden der Bürger nicht entsprechende Vergleiche benötigen. Da zieht eine Familie aufs Land, um sich auf preiswertem Grundstück (Holzkirchen im Vergleich zu München) ein hässliches Einfamilienhaus zu bauen, was die schöne Landschaft zersiedelt und entwertet. Und dann klagen die Leute gegen Kuhglocken, Hahngeschrei am Morgen oder Kirchenglocken. Wenn inen die Sitten und Gebräuche im bäuerlichen, katholischen Voralpenland nicht gefallen, müssen sich die Einwohner nicht anpassen, sondern die Zugezogenen. Oder eben ins calvinistische Holland ziehen, wo es laut Anwalt keine Kuhglocken gibt.
Ihre Argumentationen in Ehren aber dazu gibt es hierzulande keinen Mut dies allgemein so anzuerkennen, die allermeisten geben wohl schon allein deshalb klein bei um nicht den Unmut der Mehrheit auf sich zu ziehen. Und Richter die zu entscheiden haben achten in extrem auffälliger Weise auf die Herkunft der Kläger.

#7 - 09.11.2018, 15:20 von rumpler_taube

"Haben Sie schon mal in Holland eine Kuhglocke gesehen?"

Na dann... nichts wie ab nach Holland, liebe Nachbarn. Die Personenfreizügigkeit macht's möglich.

#8 - 09.11.2018, 15:28 von Plasmabruzzler

Die Kuhglocken sind doch ein probates Mittel für den Zweck, sie zu finden. Dass dies mit Geräuschen behaftet ist, beruht auf Logik.
Solche Klagen sind ebenso absurd, als wenn Leute gegen Fluglärm in der Nähe des Flughafens protestieren oder Leute, die am Rhein wohnen, gegen Motorengeräusche der Schiffe. Was kommt als nächstes? Klagen gegen den Rettungsdienst, wenn er mit Martinshorn über die Kreuzung neben seinem Abstellort fährt? - Lichtsignale sind ja auch ausreichend....

#9 - 09.11.2018, 15:31 von Frank Klipp

Was als Nächstes?

Zitat von Sepp Hinterseer
Diese Lärmbelästigung ist dank heute verfügbarer Technik, z.B. günstiger Ortungssender, unnötig geworden. Auch im Sinne der Tiere sollte man dieses Gebimmel also endlich abstellen.
Und dann? Werden Tiergeräusche auf die Zeit zwischen 8 bis 17 Uhr begrenzt? Danach müssen sie in den schalldichten Stall? Am Sonntag ganztägig? Draußen nur mit Paarhufer-Schalldämpfer (moohffler)? Echt jetzt, Sepp: wo Tiere und Menschen zusammenkommen, ist es laut und stinkt. Ich glaub fast, den Rindviechern ist das wurscht.

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