Schrift:
Ansicht Home:
Forum
Panorama

Rollenbilder: "Ich wollte nicht Vater werden"

Illustration: Lina Moreno/ Foto: Getty Images Die neue Folge von "Drei Väter - ein Podcast" dreht sich um die Frage: Was ist ein guter Vater? Antworten geben ein Psychologe und ein Väterstammtisch. Es geht um Leistungsdruck, finanzielle Ängste und das "coolere Elternteil".
zum Artikel
Im mobilen Forum können sie die Beiträge nur lesen.
Um zu kommentieren, verwenden Sie bitte die Kommentarfunktion im Artikel.
    Seite 2/2    
#10 - 13.03.2019, 09:46 von jamguy

Zitat von Schartin Mulz
ist denn jetzt bei den Menschen andes? Man zeugt Nachkommen, zieht sie auf, und dann lässt man sie ihr Leben leben.
möglich das der Mensch veilleicht unbewußt das Streben zum Großem,Schöpfer/Gott intus hat und es gibt gute und schlechte Götter?

#11 - 13.03.2019, 12:52 von Luemgi

In der Tierwelt hört eben die Verantwortung und auch die Einflussnahme irgendwann auf. Menschen haben Schwierigkeiten damit. Man könnte so entspannt miteinander umgehen, wenn man nicht versuchen würde, die Lebensentwürfe anderer den eigenen anzupassen. Das funktioniert ja sowieso nicht.

#12 - 13.03.2019, 13:58 von Schartin Mulz

Ziemlich

Zitat von jamguy
möglich das der Mensch veilleicht unbewußt das Streben zum Großem,Schöpfer/Gott intus hat und es gibt gute und schlechte Götter?
abstrus.
Was haben jetzt gute oder schlechte Götter damit zu tun?

#13 - 13.03.2019, 14:04 von Schartin Mulz

Deshalb

Zitat von Lykanthrop_
Das Ernähermodell festigt die geschlechtsspezifische Zuteilung von Mann und Karriere bzw Frau und Heim und Herd. Das führt zu ökonomischen Benachteiligung von Frauen.
hätte ich meine Frau, die sich um die Kinder kümmern wollte, zwingen sollen, stattdessen Karriere zu machen? Im Sinne der Gleichberechtigung? Das ist grotesk. Früher musste man sich rechtfertigen, wenn beide Elternteile berufstätig waren. Heute muss man sich rechtfertigen, wenn einer der Partner zuhause bleibt.
Beide Male wird versucht, den Menschen in ihre private Entscheidungen hereinzureden und gesellschaftlichen Druck aufzubauen.

#14 - 13.03.2019, 17:05 von Lykanthrop_

@ 13

Das ist nicht grotesk sondern Emanzipation.
Das Private ist politisch und war es immer. Solange so viele Menschen die konservativen Rollenbilder pflegen haben es die Menschen extrem schwer, die auf eine gleichberechtigte Aufteilung der Lebensaufgaben dringen. Es ist ja nicht so, dass es kein Standard gäbe, der ist leider immernoch dieser, der Vater ernährt und die Mutter steuert etwas Teilzeit bei. Es ist die Frage, wollen wir eine Veränderung ? Ich ja, sie wahrscheinlich nicht. Damit sind sie ein Teil dessen, was Feministinnen Patriachat nennen und ihre Frau ebenfalls.

#15 - 13.03.2019, 18:35 von Schartin Mulz

Das ist absurd

Zitat von Lykanthrop_
Das ist nicht grotesk sondern Emanzipation. Das Private ist politisch und war es immer. Solange so viele Menschen die konservativen Rollenbilder pflegen haben es die Menschen extrem schwer, die auf eine gleichberechtigte Aufteilung der Lebensaufgaben dringen. Es ist ja nicht so, dass es kein Standard gäbe, der ist leider immernoch dieser, der Vater ernährt und die Mutter steuert etwas Teilzeit bei. Es ist die Frage, wollen wir eine Veränderung ? Ich ja, sie wahrscheinlich nicht. Damit sind sie ein Teil dessen, was Feministinnen Patriachat nennen und ihre Frau ebenfalls.
In welcher Welt leben Sie? In der Welt aus den Fünfzigern?
Ich kann Ihnen sagen, was ich will: Dass die Menschen selber entscheiden können, wie sie ihr Leben gestalten.
Und dass das nicht von anderen Leuten bestimmt wird.
Es geht Sie einfahc absolut nichts an, ob ich mehr verdien als meine Frau, oder meine Frau mehr als ich oder beide gleicht oder einer gar nichts. Warum maßen Sie sich an, die Lebensplanung andere Menschen bestimmen zu wollen?
Das ist nicht fortschrittlich, das ist reaktionär.

#16 - 13.03.2019, 22:55 von mazzmazz

Theorie vs. Realität

Als Vater von 2 Kindern, 6 und 8 Jahre alt, habe ich einen guten Einblick in die üblichen gelebten Rollenmodelle in Deutschlands Mittelschicht. Präkariat und Reiche kann man ausklammern, denn beide müssen sich nicht wegen des Broterwerbs arrangieren. Die einen beziehen Harz4, die anderen sind frei. Also geht es um uns "dazwischen". Um diejenigen, die die Party bezahlen und durch den Staat maximal erpressbar sind.
In meinem Umfeld arbeiten ca. 50% der Frauen. Keine einzige in Vollzeit. 100% der Männer arbeiten Vollzeit.
100% der Männer empfinden, dass sie insgesamt mehr für die Familie leisten als die Frauen. Denn nach 10-12h im (in den letzten 5-10 Jahren deutlich stressiger gewordenen) Job wird zu Hause dann erwartet, die Mutter, die ja den ganzen Tag die Kinder hatte (freilich sind sie ab 3 J. mindestens den halben Tag in KiGa und Schule), zu entlasten und sich "auch mal um die Kinder zu kümmern".
Zu Zeiten meiner Großeltern hätte das einen massiven Streit, bei meinem Vater zumindest noch Unverständnis hervorgerufen.
Die von frauen erzogene Generation heutiger Väter hingegen empfindet es ganz normal, maßgeblich die Familie zu ernähren und abends noch das Bad zu putzen.
Natürlich verbringe ich für meinen Teil sehr gerne abends noch eine Stunde mit meinen Kindern, lese ihnen vor, spreche mit ihnen über ihren Tag.
Da meine Frau aber seit Jahren nciht mehr arbeitet, diskutiere ich keine Sekunde wochentags über Hausarbeit. Am WE räume ich mal die Spülmaschine aus oder mache ihr Auto sauber. Tausche Glühlampen oder hänge ein Bild auf. Klar.
Aber das war´s dann und das ist völlig o.k. Übrigens auch (weitgehend) für meine Frau.
Das Cherrypicking der Damen ist mittlerweile schlichtweg ein schlechter Witz.
Man(n) muss dieses Spiel nicht mitspielen. Wichtig ist, vor der Geburt / Heirat viel miteinander zu sprechen und als Mann herauszufinden, wie die Dame des Herzens wirklich tickt. Dies wird, man sieht es an 50% Scheidungsrate, viel zu wenig praktiziert.
Ein bequemes Prinzesschen wäre für mich nie in Frage gekommen.
Und ich freue mich darauf, wenn meine Frau bald wieder arbeitet und ich mehr zu hause machen darf. Denn auf der anderen Seite wächst das Familieneinkommen und wir werden freier in Bezug auf Ruhestand, Immobilien u.s.w.

#17 - 14.03.2019, 23:53 von Lykanthrop_

Zitat von Schartin Mulz
In welcher Welt leben Sie? In der Welt aus den Fünfzigern? Ich kann Ihnen sagen, was ich will: Dass die Menschen selber entscheiden können, wie sie ihr Leben gestalten. Und dass das nicht von anderen Leuten bestimmt wird. Es geht Sie einfahc absolut nichts an, ob ich mehr verdien als meine Frau, oder meine Frau mehr als ich oder beide gleicht oder einer gar nichts. Warum maßen Sie sich an, die Lebensplanung andere Menschen bestimmen zu wollen? Das ist nicht fortschrittlich, das ist reaktionär.
Ich versuche lediglich Systeme und Zusammenhänge zu verstehen und zu erklären was ich warum für wünschenswert halte. Es gibt vielleicht Menschen die mir zustimmen, andere nicht, so ist das Leben.
Sie können jedoch tun und lassen was Sie wollen, ich sage ihnen nur wozu das führt.
Wer an der patriarchalen Rollenverteilung festhält lebt in der 50ern, wer diese aufbrechen will eher nicht.

#18 - 14.03.2019, 06:30 von braun_wie_die_Farbe

Guter Vater

Eigentlich ging es ja darum, was einen guten Vater ausmacht. Für mich sind die alten Rollenbilder gerade dabei zu zerfließen. Das macht es sicher nicht einfach sich als Vater zu definieren. Ich habe drei Kinder und hatte bei jedem Kind Elternzeit. Beim ersten sogar 15 Monate und war damit doppelt so lange zuhause wie meine Frau. Wir haben für jedes Kind neu entschieden wie wir uns aus beruflicher und familiärer Sicht die Arbeit in der Familie und im Beruf aufteilen. Da ist aus meiner Sicht auch der Unterschied. Es schlägt sich sicher auf dem Konto nieder aber für uns sind das zwei gleichberechtigte Posten, nur das der Teil für die Familie "schlecht bezahlt" wird ;-). Jeder begibt sich damit mal in die Abhängigkeit vom anderen - das nennt man aus meiner Sicht dann Familie.
Die Rolle des Vaters existiert aus meiner Sicht als soziologisches Modell und betrifft nur noch die Art wie Männer mit Kindern umgehen, die sich ja doch von Frauen unterscheidet. Eltern haben gemeinsam für das materielle und immaterielle Wohl der Kinder zu sorgen und damit fällt die Definition als Vater über das Einkommen oder die Menge an Hausarbeit weg. Ein guter Vater ist genauso Versorger und Kümmerer wie die Mutter. Mit dem Unterschied die Dinge immer etwas anders anzugehen.

#19 - 14.03.2019, 10:51 von Schartin Mulz

Sie behaupten einfach,

Zitat von Lykanthrop_
Ich versuche lediglich Systeme und Zusammenhänge zu verstehen und zu erklären was ich warum für wünschenswert halte. Es gibt vielleicht Menschen die mir zustimmen, andere nicht, so ist das Leben. Sie können jedoch tun und lassen was Sie wollen, ich sage ihnen nur wozu das führt. Wer an der patriarchalen Rollenverteilung festhält lebt in der 50ern, wer diese aufbrechen will eher nicht.
ich wolle an der patriarchalen Rollenverteilung festhalten. Womit ich in den Fünfzigern lebe.
Weil ich geschrieben habe, dass jeder das selber entscheiden soll?
Sie verdrehen mir die Worte, das einem schwindelig wird.
Warum eigentlich wird nur noch in Schubladen gedacht?

    Seite 2/2