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Streit über Kuhglocken in Bayern: "Wie lautes Hundegebell"

DPA Wie groß ist die Belästigung durch Kuhglocken? Seit Jahren beschäftigt der Streit bayerische Gerichte. Trotz mehrerer Niederlagen klagen zwei Eheleute weiter. Hier erklärt ihr Anwalt die Motive.
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#1 - 12.02.2019, 21:03 von samahiko

und wie geht es wohl erst den Kühen?

Es war mal ganz interessant, die Perspektive der Klagenden kennenzulernen. Vermisst habe ich aber, dass nicht auch mit Tierschutz argumentiert wird. Wenn das Läuten so laut ist, sind die Kühe selbst ja am meisten betroffen. Wenn ich recht weiß, sollten die Glocken verhindern, dass die Kühe auf der Alm verloren gehen - dieser Zweck ist ja wohl nicht mehr relevant. Wozu also noch die Glocken? Jeden Tag? Wir fahren ja auch nicht mehr Kutsche, und wir bewahren auch die ursprüngliche Landschaft nicht, sondern zerstören sie mit Straßen, Skiliften. Also, lasst die Kühe einfach in Frieden grasen!

#2 - 12.02.2019, 21:05 von shotaro_kaneda

Ich glaube, die beiden werden ohnehin in der Nachbarschaft nicht mehr froh und werden nach einem rechtskräftigen Urteil so oder so wieder umziehen.

#3 - 12.02.2019, 21:09 von widower+2

Streithansel

Weil er es sich leisten kann, beschäftigt der Herr Unternehmer diverse Instanzen deutscher Gerichtsbarkeit. Da muss man schon einen etwas absonderlichen Charakter haben.

Andererseits fehlt mir die Information, ob es sich um eine eingezäunte Weide handelt. Kuhglocken hatten ja eigentlich nur die Funktion, die Viecher leichter wiederfinden zu können. Unnötiger Lärm mit der Begründung "Brauchtum" muss ja auch nicht sein. Das gilt übrigens auch für Klappenauspuffanlagen und Kirchenglocken.

#4 - 12.02.2019, 21:09 von architekt09

Bescheuert!

Dank solcher Leute gibt es so gut wie kein Glockengeläut in Hamburg. Ja, es fehlt mir! Und es würde mir fehlen, keine Kuhglocken mehr zu hören. Es sind beides Töne einer glücklichen Kindheit für mich

#5 - 12.02.2019, 21:24 von M. Vikings

Die Glocken sind chinesische Massenware.

Die 100-jährigen Glocken wird man an einer Hand abzählen können.

Ursprünglich hatte nur das Leittier einer Herde
eine Glocke um den Hals.
Sie sollte einzelnen verirrten Tieren
den Rückweg in den Schutz der Herde ermöglichen,
und in zweiter Linie dem Bauern ermöglichen die Herde zu finden.

Die vom Schmied in Handarbeit hergestellten Glocken
waren für die eher ärmeren Bauern viel zu teuer,
um jedem Tier eine Glocke umzuhängen.

Das ist die Tradition,
und worüber wir hier reden ist Firlefanz für Touristen.
In der Gegend über die wir hier reden und auf eingezäunten Wiesen,
ist das sicher keine Tradition.

#6 - 12.02.2019, 21:25 von remedias.cortes

Ich überlege gerade,

ob so ein Lärm denn den Kühen zuzumuten ist - arme Viecher. Die dürften fast taub davon sein.

#7 - 12.02.2019, 21:28 von freigeistiger

Ich hab da 'mal Fragen.

Warum brauchen Weidetiere auf einer eingezäunten Weide in Dorfnähe Glocken? Hat sich Jemand einmal Gedanken gemacht, wie ein dauerndes lautes Gebimmel in Ohrnähe der Tiere auf diese wirken? Gut waren die Fragen nach der finanziellen Potenz der Kläger. Ob ein Rechtsstreit kurios ist entscheiden Gerichte, nicht Journalisten.

#8 - 12.02.2019, 21:31 von sametime

Falsche Anwendung

Kuhglocken gehören an Kühe, die in den Bergen in freier Wildbahn grasen. Der Bauer findet sie dann wieder. Auf einer Wiese sind Kuhglocken einfach nur dumm. Laut und sinnlos. Das hat nichts mit Tradition zu tun.

#9 - 12.02.2019, 21:34 von kapamb

Ein guter Rat

Wenn die beiden keine Glocken hören wollen sollten sie sich ein Lärmschutzfenster als auch eine Klimaanlage einbauen lassen. Das ist effektiv und weitaus billiger als sinnlose Prozesse zu führen.

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