Schrift:
Ansicht Home:
Forum
Politik

+++ Der Morgen live +++: Oskar Lafontaine will offenbar Fusion der Linken mit der SPD

DPA/Jörg Carstensen Er war einst Vorsitzender der SPD, dann wurde er zur prägenden Figur der Linken. Nach dem Scheitern von "Aufstehen" hält Lafontaine einem Bericht zufolge eine Fusion der beiden Parteien für notwendig. Die Live-News.
zum Artikel
Im mobilen Forum können sie die Beiträge nur lesen.
Um zu kommentieren, verwenden Sie bitte die Kommentarfunktion im Artikel.
    Seite 1/5    
#1 - 12.06.2019, 06:37 von ogg00

Klar, wenn man verliert, soll man sich Verlierern anschließen?!

Die "echte" Linke des demokratischen Sozialismus hat in D ein Potenzial von unter 10%, wie man seit 30 Jahren jede Wahl bei der PDS, Linke sieht. Sozialdemokratie hingegen von 40+x (Schmidt, Schröder)

Na dann schließen wir uns eben den 10% an. Irre!

#2 - 12.06.2019, 06:46 von Actionscript

Fusion, nicht gut! Warum?

Weil es Wähler auf beiden Seiten abschreckt. Auch ist die Frage offen, was für ein Programm herauskommt. Viel besser ist die Bereitschaft auf beiden Seiten zur Koalition mit eigenen aber absolut klaren Vorstellungen und Leuten, die dies vertreten. Dann können die Wähler entscheiden, was sie wollen.

Ich sehe eine grosse Chance für RRG. Das könnte auch die SPD retten oder zumindest ihren Verfall aufhalten. Doch muss sich die SPD vom Seeheimer Kreis lösen und sich klar von der Schroeder Politik entfernen. Denn die SPD wird keine CDU Wähler anziehen können. Der Arbeitnehmer egal ob Leiharbeiter, Arbeiter bei Amazon oder in anderen Tech Firmen, Flüchtling oder Migrant, alleinstehende Mutter muss gleichberechtigt im Mittelpunkt einer technologisch fortschreitenden Gesellschaft stehen.

Die Herausforderungen wie Klima und digitaler Fortschritt müssen in die Zukunftsvision einbezogen werden. Und dies müssen die SPD und die Linke für sich entscheiden und damit Wählern Alternativen geben.

#3 - 12.06.2019, 07:29 von Schlaflöwe

Zum Thema Fusion von SPD und Linkspartei:

zwar ergäbe das Produkt der Fusion keine SED, aber die Konservativen würden es sicher gern sozialistisch nennen und davor haben die Deutschen immer Angst. Ich glaube, dass manche SPD-Wähler zur PDS/Linkspartei ohnehin Vorbehalte hätten und sich nicht annähern könnten. Insofern ergäbe die Zusammenzählung der Teile kein entsprechendes Gesamtprodukt, also 2 plus 2 nicht 4 sondern 3. Vermutlich würde Lafontaines Rechnung nicht aufgehen. Also lieber getrennt wahlkämpfen und dann koalieren.

#4 - 12.06.2019, 07:38 von rosinenzuechterin

Zeitschleife

Fusion der SPD mit der Linkspartei? Das hatten wir zumindest im Osten doch schon mal. 1946, nur die Linkspartei hieß damals noch nicht so.

#5 - 12.06.2019, 07:59 von hausfeen

Das Schröder-Lager gibt noch nicht so schnell auf.

Dennoch hat die Geschichte Oskar am Ende Recht gegeben. Zweifel bleiben, ob der Schaden sich überhaupt reparieren lässt. Und: ob die SPD diesen schweren, aber notwendigen Weg überhaupt gehen kann. Zu viele werden jetzt dagegen reden.

#6 - 12.06.2019, 08:29 von Freidenker10

Zumindest an einer Zusammenarbeit zwischen Linken und SPD führt kein Weg mehr vorbei. Allerdings müssten sich die Linken auch mal erneuern! Die treten gefühlt seit 20 Jahren mit den selben Spitzenleuten an mit den immerselben Phrasen und (Lautsprecher)-Forderungen. Da Politiker ja nunmal auf Arbeitskreise stehen sollten SPD und Linke vielleicht mal einen gründen und ihre Gemeinsamkeiten ausloten! Und die Linken müssen es schaffen sich selbst aus der Schmuddelecke zu ziehen um repräsentabel zu werden!

#7 - 12.06.2019, 08:32 von unixv

Die Geschichte hat es gezeigt ....

….. Lafontaine hatte recht!
Das was Schröder damals gemacht hat, hat nicht nur den Bürger großen Schaden zugeführt, auch und vor allem der sPD!

Arbeitsmarkt kaputt = Billig- Lohn-Land!
Renten kaputt = Riester-Rürup-Maschmeier!
Steuern für die Reichen runter!
und merkwürdiger Weise, haben die Gewerkschaften, das alles mit gemacht!

Wäre schön, wenn sich RR zusammen tun, die Grünen haben aber mit Links, glaube ich nicht so viel am Hut! KK aus der sPD und Kipping von der Linken, könnten es z.B. packen!

#8 - 12.06.2019, 08:36 von claus7447

Fusion nie!

Aber frustrierte Linke Mitglieder und Wähler dürfen gerne wieder zurück. Und Herr sprungwasser soll seine Rente verbrauchen und sein eheweib pflegen.

#9 - 12.06.2019, 08:38 von bert1966

Lafontaine hat nie die persönliche Schmach verwunden, die die SPD und seine ehemaligen "Mitstreiter" ihm (wie jedem ihrer gescheiterten Parteigranden und zuletzt eben auch Andrea Nahles) angetan haben. Entsprechend ist er immer noch auf der Suche nach Revanche. Es gehört wohl zum Selbstverständnis jedes SPD-Vorstandsmitgliedes, dass es versucht, den jeweiligen SPD-Vorsitzenden oder -Kanzlerkandidaten zu demontieren, vielleicht aus Neid, vielleicht, damit dieser sich seiner Position nicht zu sicher ist. In ihren wilden Zeiten war ja auch Frau Nahles nicht gerade ängstlich. Man erinnere sich an den Umgang mit Müntefering.

Mit solchen "Traditionen" und Mätzchen hat sich die Partei längst selbst abgeschafft. Die spießigeren SPD-Wähler aus dem Lager der Studienräte, Bevormunder und Besserwisser sind zu den Grünen abgewandert, die Utopisten und Kommunisten haben längst eine Heimstadt bei den SED-Nachfolgern und der Linken gefunden. Was sollte also für einen Zusammenschluss von SPD und der Linken sprechen? Aus Sicht der Linken: Absolut nichts.

    Seite 1/5