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Antisemitismus-Vorwürfe: AfD-Politiker Gedeon darf in der Partei bleiben

DPA Der Streit um seine Person spaltete die Stuttgarter AfD-Fraktion und brachte Parteichef Meuthen an den Rand des Rücktritts. Nun steht fest: Wolfgang Gedeon, Autor teilweise antisemitischer Schriften, muss die AfD nicht verlassen.
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#1 - 10.01.2018, 06:55 von lälleskopp

Frage:

Wo genau liegt der Unterschied zwischen Israelflaggen verbrennenden arabischen Antisemiten und den AfD Antisemiten wie Gedeon und Martin Hohmann? Bei den einen sagen die Linken: "so schlimm ist es doch nun auch nicht" und bei den anderen sagen die Rechten "Meinungsfreiheit".

#2 - 10.01.2018, 07:16 von C-Hochwald

Was tun?

Da nun scheinbar auch Gerichte Äußerungen und Haltungen schützen, die klar antisemitisch sind, bleibt eben nur die öffentliche Aufklärung durch die Medien. Vielleicht ist so noch zu verhindern, daß die Afd weiter erstarkt.

#3 - 10.01.2018, 07:40 von frietz

Zitat von power.piefke
warum sollte die afd einen antisemiten rausschmeißen ! die FDP schmeißt auch keine wirtschaftskriminellen raus, die CSU keine xenophoben oder notorische Lügner, die SPD keine karrieristen. man verstößt doch nicht den Kern seiner Partei bzw. der Wählerschaft.
genau das war auch mein erster Gedanke.
Der passt in die afd wie die Faust aufs Auge.

#4 - 10.01.2018, 07:41 von swf3

Ist das

eigentlich eine Nachricht wert, dass aus diesem Sammelbecken von Antisemiten kein auch noch so braunes Element austreten muss? Trotzdem scheint dieser Verein die Wähler anzusprechen. Wenn ich so drüber nachdenke wird mir schlecht!

#5 - 10.01.2018, 07:53 von seetaucher

Zitat von lälleskopp
Wo genau liegt der Unterschied zwischen Israelflaggen verbrennenden arabischen Antisemiten und den AfD Antisemiten wie Gedeon und Martin Hohmann? Bei den einen sagen die Linken: "so schlimm ist es doch nun auch nicht" und bei den anderen sagen die Rechten "Meinungsfreiheit".
Bitte bennen Sie die Israelflaggen-verbrennenden arabischen antisemtischen Landtagsabgeordnete bzw. Parteimitglieder, die Ihnen bekannt sind. Das würde mich brennend interessieren.

Oder wo genau sehen Sie die Parallelen?

#6 - 10.01.2018, 07:56 von seetaucher

Zitat von C-Hochwald
Da nun scheinbar auch Gerichte Äußerungen und Haltungen schützen, die klar antisemitisch sind, bleibt eben nur die öffentliche Aufklärung durch die Medien. Vielleicht ist so noch zu verhindern, daß die Afd weiter erstarkt.
Nicht "Gerichte". AfD-Schiedsgericht. Und es verwundert natürlich nicht, dass ein AfD-Schiedsgericht mit Gedeons Äußerungen gut leben kann.

#7 - 10.01.2018, 07:56 von upalatus

Schön, wie sich die Wirkung der Nebelkerzen über den Frontverlauf zu dem blaunen Haufen weiter verflüchtigt. Und langsam kann mans nicht nur klar sehen, sondern schon per Nase erfassen.

#8 - 10.01.2018, 08:12 von hausfeen

Antisemitismus ist nur eine Spielart von Fremdenhass.

Somit geht Antisemitismus Hand in Hand mit pauschaler Islamfeindlichkeit. Politisch als Instrument angewandt, dienen sie dazu, Bevölkerungsanteile hinter einer Partei zu versammeln, indem eine gemeinsame negative Projektionsfläche angeboten wird, anstatt wie üblich positive Ziele, wie z.b. Arbeitnehmerinteressen oder die anderer Interessensgruppen.
So gesehen ist der Antiislamismus der AfD nur eine propagandistische Variante der Fremdenfeindlichkeit und ganz schnell auch umdrehbar auf andere als fremd empfundene Gruppen. Historisch wurde aus dem Antsemitismus sogar eine Antichristlichkeit gedrechselt.
Dass Gedeon in der AfD bleiben darf, ist daher nur folgerichtig und entlarvend zugleich.

#9 - 10.01.2018, 08:21 von pirx64

Natürlich wird er nicht aus der Partei geworfen, nachdem die Partei in der gleichen Ecke angekommen ist.
Es wiederholt sich, was vor 90 Jahren uns schon einmal heimgesucht hat.

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