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Artenschutz-Volksbegehren in Bayern: Der Bienen- und Bauernstaat

DPA Es könnte das erfolgreichste Volksbegehren aller Zeiten in Bayern werden: Hunderttausende unterstützen einen Vorschlag für besseren Artenschutz. Die CSU gerät unter Druck - und muss Bienenretter und Bauern zufriedenstellen.
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#1 - 11.02.2019, 16:45 von StefanieTolop

Richtig so!

Der Autor des Artikels erliegt dem Trugschluss, dass Landwirtschaft und Naturschutz sich widerstrebende Ziele wären. Das Gegenteil ist der Fall. Es waren schon immer die Bauern, die unsere Fluren gepflegt haben.

#2 - 11.02.2019, 17:02 von Baalsebul

Tja

Leider vergeigen es die Bauern selbst. Wenn Sträucher und Hecken, die an, zwischen und neben Feldern standen einfach untergepflügt werden, nur damit der Bauer noch paar Quadratmeter Feld "mehr" hat und alles schön "sauber" aussieht (aber halt trist und langweilig), dann darf man davon ausgehen, dass ihm die Umwelt am Allerwertesten vorbeigeht - oder er schlicht keine Ahnung davon hat. Langweilige Bauern "Kulturlandschaft" braucht niemand. Furchtbar anzusehen - und für die Tiere der Horror.

#3 - 11.02.2019, 17:06 von women_1900

die Lust zu retten ohne nachzudenken

Neubauten mit Steinwüsten als Vorgärten und Mähroboter konformen Rasen. Pflegeleicht und steril - man hat ja schon unterschrieben, das muss reichen.
Weshalb denn nicht die Forderung, dass generell alle Gärten 5% für die Bienen bereitstellen müssen? Würden wohl zu wenige unterschreiben.
Was ist mit der nächtlichen Dauerlichtverschmutzung, die Nachtfalter und Fledermäuse erheblich behindert? Man hat ja schon unterschrieben, also können die sparsamen LED Lichter die Nacht durchleuchten.
"Künstliches Licht stört Bestäubung. Weniger Früchte und Samen durch Lichtverschmutzung"
https://www.scinexx.de/news/biowissen/kuenstliches-licht-stoert-bestaeubung/
Weshalb denn nicht die Hummeln retten? "Hummeln zeigen Vibrationssammeln, sie bestäuben auch noch bei Wintereinbrüchen und fliegen auch bei Schnee. Hummeln besuchen in der gleichen Zeit die drei- bis fünffache Blütenanzahl wie Honigbienen. Bei einer Ackerhummel waren das in 100 Minuten 2634 Blüten." https://aktion-hummelschutz.de/biologie/vergleich-von-bienen-und-hummeln-unterschiede-und-gemeinsamkeiten/
"Bienenschützer, Plastikhasser, Öko-Narren.
Umweltschützer krempeln unser Leben um – dabei sind viele ihrer Ideen geradezu schädlich."
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/kommentar-bienenschuetzer-plastikhasser-oeko-narren-15859698.html

#4 - 11.02.2019, 17:11 von Sportzigarette

Zitat von StefanieTolop
Der Autor des Artikels erliegt dem Trugschluss, dass Landwirtschaft und Naturschutz sich widerstrebende Ziele wären. Das Gegenteil ist der Fall. Es waren schon immer die Bauern, die unsere Fluren gepflegt haben.
Leider ist das nur bedingt zutreffend! Es waren auch die Bauern, die immer größere Monokulturen zu verantworten haben und großzügig Insektenvernichtungsmittel einsetzen, die zum Insektensterben führen. Es kommt eben darauf, was für Bauern das sind, mit Pauschalaussagen kommen wir nicht weiter.
Und wenn Ihre Behauptung stimmen würde, hätten wir ja keine Probleme, haben wir aber massiv!

#5 - 11.02.2019, 17:15 von karl15

Die CSU ist keine Partei für Bauern, sondern für die Agrarindustrie, auch wenn sie sich gerne anderes auf die Fahnen schreibt. Die CSU steht für "immer größer und billiger", was sie entsprechend in Europa vertritt. Das ist maßgeblich die Ursache am Höfesterben und dem Verlust der Artenvielfalt.

#6 - 11.02.2019, 17:16 von sonnemond

Gratulation an die ÖDP

Top-Job gemacht. Fast eine Million Stimmen und das nur in Bayern. Respekt vor eurem Mut und Einsatz. Das größte Naturschutz-Projekt in Deutschland seit über 20 Jahren. Beispielgebend für alle anderen Bundesländer. Super.

#7 - 11.02.2019, 17:23 von andil

Bienenschutz ist letztendlich auch Bauernschutz. Dies gilt leider für die andere Richtung nicht. Unser wirtschaftliches Handeln muss nachhaltig sein sonst funktioniert es nicht auf Dauer (wie das Wort schon sagt). Mit den Seitenhieben gegen die SUV Fahrer haben die Bauern aber selbstverständlich recht.

#8 - 11.02.2019, 17:29 von Stoapfaelzer

Doppelmoral

Der Verbraucher hat es doch in der Hand, jedes Mal wenn er an der Supermarkt Kasse steht. Die Prioritäten liegen aber bei großen Autos, drei mal im Jahr in Urlaub, dazwischen noch ein paar mal Wellness, aber das Essen soll top Qualität haben, am besten regional und biologisch, darf aber nichts kosten.
Das Gewissen wird mit einer schnellen Unterschrift beruhigt, die Verantwortung auf die Landwirtschaft abgewälzt. Das diese aber schon lange nicht mehr selbstbestimmt agieren kann, die Preise vom Handel, die Produktionsmethoden von der chem. Industrie und deren Lobbyisten in Brüssel diktiert bekommt mag keiner sehen. Schon jetzt kann biologisch erzeugte Milch nicht mehr abgesetzt werden weil es sich ein gro der Verbraucher nicht leisten will und kann. So fahren wir unsere Bauern endgültig zu Grunde, die Genfarmer und agrokonzerne wird es mittelfristig freuen...

#9 - 11.02.2019, 17:29 von ramuz

Das ist eine lächerliche Behauptung,

Zitat von StefanieTolop
Der Autor des Artikels erliegt dem Trugschluss, dass Landwirtschaft und Naturschutz sich widerstrebende Ziele wären. Das Gegenteil ist der Fall. Es waren schon immer die Bauern, die unsere Fluren gepflegt haben.
liebe Stefanie: Landwirtschaft und Naturschutz sind heftige Gegner.

Es waren noch nie die Bauern, die die Natur gepflegt haben, sie haben sie im Gegenteil schon immer, durch ihr Erwerbsstreben gezwungen, ruiniert und zu - eben! - "Fluren" degradiert. Den offensichtlichen Landschafts- und Naturruin vor Augen, muss man sich das natürlich schön reden. Falsch und auch dumm ist diese Behauptung trotzdem.

Gehen Sie einfach mal mit offenen Augen durchs Land.

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