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Autor Kehlmann kritisiert Österreich: "Die Demokratie ist in Gefahr"

Herbert Pfarrhofer/ DPA Schriftsteller Daniel Kehlmann war für eine Preisverleihung in Wien, seine Rede wurde politisch: Der "schweigende Kanzler" Sebastian Kurz schade dem Ansehen Österreichs in der Welt.
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#1 - 16.05.2019, 03:46 von der Krieger

Bravo!

Ein großartiger Autor & offensichtlich auch ein anständiger & aufrechter Mensch. Herzlichen Dank, Daniel Kehlmann.

#2 - 16.05.2019, 06:27 von Aqualungs Breath

Vollkommen richtig

Ich empfehle hier jedem, sich das Interview mit Jan Böhmermann anzusehen von dem sich die Moderatorin des ORFgenötigt sah zu distanzieren. Dieser Fall spricht Bände.

#3 - 16.05.2019, 06:52 von gatsue

Nicht doch!

Ganz im Gegenteil: Österreich steigt und steigt in meinem Ansehen! Kurz macht alles richtig. Er entwickelt eine konsequente Politik, die seinem Land gut tut und er hat verstanden, wie man Diversität der Meinungen bündelt und integriert, anstatt die Gemeinschaft zu zerstören. Aber das hätten manchen Menschen ja ganz gerne.

#4 - 16.05.2019, 07:40 von Mr Bounz

Es ist sehr wichtig die Akteure direkt auf ihr Fehlverhalten anzusprechen.
Konservative als Türöffner für Rechte kennen wir historisch gesehen ja schon.
Auch in D gibt es bei CDU CSU genügend Personen die schon ganz heiß darauf sind endlich mit der AFD "ins Bett zu steigen."

#5 - 16.05.2019, 07:59 von blackbaro

Immer eine Frage der Perspektive

Natürlich leidet das Ansehen Österreichs weltweit, bei den Linken. Aber Tatsache ist auch das die Mehrheit der österreichischen Bevölkerung zufrieden bzw. sehr zufrieden mit ihrer Regierung ist und viele Bürger Europas Österreich um diesen Kanzler beneiden,die linken natürlich ausgenommen.

#6 - 16.05.2019, 08:36 von power.piefke

@ gatsue

"Kurz macht alles richtig. Er entwickelt eine konsequente Politik, die seinem Land gut tut" ... viele Grüße aus Österreich. Woran machen Sie das fest? wenn sie die reichenförderung meinen, dann haben Sie recht...

#7 - 16.05.2019, 08:40 von Meconopsis

Ausgrenzen, Polemisieren, Dramatisieren... so sind sie fast alle, unsere heutigen Intellektuellen. Das ist angesagt, und man kann damit immer punkten und schwierigen Diskussionen aus dem Weg gehen. Kern dieser Denke ist ein naiver moralischen Rigorismus, der den Verstand vernebelt, weil er mit vielerlei Denkverboten arbeitet. Im Grunde genommen völlig anti-intellektuell. Am erschreckendsten zeigt sich mir das in der Diskussion um offene Grenzen und Migration. Diese ihrem Werdegang nach intelligenten Menschen sind nicht einmal imstande, die Begrenztheit unseres hochentwickelten Sozial- und Gesundheitssystems anzuerkennen, und die Thematik der immer krasser wachsenden Weltbevölkerung klammern sie auch gerne aus. Stattdessen bekommt man immer nur die Schalögworte: Humanität, Würde, europäische Werte, Menschenrechte usw. hingeworfen. Punkt. Aus. Holzhammer.

Am schlimmsten von allem finde ich aber die unsäglichen Vergleiche mit den 30er-Jahren. Dabei würde es reichen, ein paar wenige Jahrzehnte zurückzugehen, um dann festzustellen, dass viele heutige Positionen von FPÖ oder AfD in vielen Punkten deckungsgleich sind, mit dem, was die früheren Regierungsparteien CDU oder ÖVP noch in den 80er- oder 90er-Jahren vertreten haben. Inzwischen hat sich aber das gesamte politische Koordinatensystem nach links verschoben. Allerdings nur in gesellschafts- und umweltpolitischen Fragen. Wenns um Finanz- oder Wirtschaftspolitik geht, und um die Auswüchse der Leistungsgesellschaft, ist alles eher noch schlimmer geworden. Hier zeigt sich sehr schön die verengte Sicht der heutigen Intellektuellen. Sie sehen nur das, was sie für wichtig halten, und das sind hauptsächlich Identitätsfragen, Minderheitenthemen, und seit neuestem wieder die Umwelt. Das reicht nicht. Die Sorgen und Nöte vieler Menschen liegen woanders.

#8 - 16.05.2019, 08:47 von sieman

Die derzeitge Regierung in Oesterreich ist doch demokratisch vom Volke gewaehlt worden. Ich persoehnlich halte auch nicht viel von der derzeitigen Regierung aber Demokratie ist eben Demokratie.

#9 - 16.05.2019, 11:31 von merle-nassereith

Neider?

Kurz macht wenig falsch, als Deutscher, seit über 10 Jahren in Österreich lebend, sage ich, die Zufriedenheit hier ist extrem hoch. Der durchschnittliche Jahresverdienst liegt höher als in Deutschland. Die Lebensqualität viel höher. Das Kranken- und Sozialsystem ist besser, die Renten höher, die Betreuung in Krankenhäuser und Altenheim viel menschlicher als in Deutschland. Mit der Politik hadern bestenfalls die Linken des Auslandes. Das stört aber nicht, die haben hier und in Deutschland noch nie was auf die Beine gestellt außer Ihre eigene Klientel immer neu zu belasten. Wir jedenfalls haben vor über 10 Jahren die beste Entscheidung unseres Lebens getroffen und sind mit den politischen Gegebenheiten völlig zufrieden. Was politische Zustände anbetrifft sollte man über die USA klagen, über oder in Österreich zu klagen ist nicht erforderlich. Hier stimmt alles!

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