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Politik

Bolsonaro gegen Haddad: Brasiliens Schicksalswahl

AP 120 Millionen Brasilianer müssen sich entscheiden: Rechter Hardliner oder Kandidat der von vielen verhassten Arbeiterpartei? Die Entscheidung könnte fatale Folgen haben. Alle Fakten zur Stichwahl.
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#1 - 28.10.2018, 11:45 von hundini

^^

"Die Entscheidung könnte fatale Folgen haben."?
Für wen?. Für uns bestimmt nicht!...
.. Es sei denn, der Regenwald wird jetzt komplett abgeholzt.

#2 - 28.10.2018, 11:50 von eckawol

Klarstellung

Aktuelle Unsicherheit, Korruption und Schlamperei bewegt einen Großteil der brasilianischen Wählerschaft für einen Herrn Bolsonaro einzutreten; trotz der schlechten Erfahrungen bis zum Ende der Diktatur in 1985. Man nimmt sogar in Kauf, dass kein anderer aus der politischen Ecke von Bolsonaro als Kandidat auftritt ( ähnlich wie bei den Republikanern, die Trump akzeptierten) , weil die PT nach den Erfahrungen mit Lula und Rouseff selbst für Farbige, Frauen und Arme nicht mehr akzeptabel erscheint.

#3 - 28.10.2018, 11:53 von Koana

Warum...

.... stehen entweder korrupte Psychopaten, oder korrupte vollkommen irrsinnige, grausame, sadistische Psychopaten zur Wahl.
Warum kommen niemals Menschen an die Macht, die diese Macht nicht zur persönlichen Bereicherung nutzen, sondern wirklich kluge und vernünftige Entscheidungen für "Ihr" Volk treffen möchten, und zwar für die Lösung von der alle in ihrer Gemeinschaft eine friedliche, fei von Elend und Armut sich zeigende Welt beleben können?
Könnte es sein, dass der Mensch schlicht unfähig ist, eine soziale Gemeinschaft ohne Mord und Todschlag zu etablieren, dass er destruktiv und asozial, korrupt und heuchlerisch, verschlagen und voller Hass in sich, eben selbst praktisch immer ein psychopatischer Affe ist?
Bleibt die Nächstenliebe und die soziale Intelligenz, die nicht genutzt wird, um sich gegenseitig zu übervorteilen, sondern um sich gegenseitig immer zu helfen, eine ewige Utopie, die am Ende von der letzten Realität des totalen Desasters endgültig gelöscht wird?

Können wir hier im derzeit relativ komfortablen Europa, bald in Brasilien betrachten, welche Grausamkeiten sich ihren Weg bahnen, wenn eben der gewöhnlichen Kleptokraten durch sadistische Kleptokraten abgelöst werden?
Und werden die Kleptokraten hierzulande dann fröhlich weiter rauben, da sie glauben, sie hätten ja doch einen sehr guten Job gemacht - sie hätten keine Massaker am eigenen Volk verübt, sondern nur gewissenlos geplündert und die Gewalt geschickt externalisiert?
Werden dann nicht auch hier die gewöhnlichen korrupten Banden durch jene abgelöst, die neben dem Raub und dem indirekten Mord, ganz schnöde und brutal das blutige Handwerk im eigenen Haus betreiben, die nicht nur Reichtum sondern auch grenzenlose Brutalität und Bluthunger ausleben möchten?
Werden wir sie dann wählen, diese Bestien?

Haben das nicht unsere Vorfahren erst kürzlich trefflich vorgemacht?

Sind wir schlicht vollkommen verblödet, ist Intellekt ein Witz, der sich vor die totale Dummheit stellt, sie nur verdeckt und letztlich nur dazu dient, das Desaster möglichst komplex zu inszenieren?

Wo kann heute ein kritischer Geist noch Optimismus empfinden?
Wo konnte er es gestern, wo vorgestern, wo und wann war dies je möglich?

Viele die heute in Brasilien wählen, werden tatsächlich ihren eigenen Schlächter wählen, ganz konkret und so zynisch es klingen mag, wenn der Regenwald niedergemacht sein wird, dann dürften auch wir genüsslich diese Rechnung in unserem Lebensspektrum erhalten.
Sie werden wüten, die vollkommen enthemmten Banden der Gier und des Mordens und unsere Regierungen werden sich mit ihnen arrangieren, somit auch wir, womit am Ende das verdiente Resultat auf uns alle wartet.

#4 - 28.10.2018, 11:53 von neanderspezi

Diese Wahl in Brasilien ist ein demokratisches Trauerspiel

Große Teile der brasilianischen Bevölkerung müssen total verwirrt und um den Verstand gebracht worden sein. Sie sind offensichtlich nicht in der Lage, den Gesichtsausdruck von diesem Bolsonaro richtig zu interpretieren, einem Ausdruck der nichts anderes zeigt, als die Macht an sich zu reißen und demokratische Zustände im Land möglicht gründlich zu beseitigen, um mit den Oligarchen des Landes und dem Militär ein autokratisches System zu errichten, das den rechtlich geknebelten Menschen künftig jeglichen Freiraum zur weiteren politischen Betätigung nimmt. Es deutet vieles darauf, dass alle die sich zur Opposition zählen einer extrem gefährdeten Situation ausgesetzt sind. Es wird politisch nicht Recht und Ordnung praktiziert werden, sondern gewalttätige Ordnung gegen das Recht.

#5 - 28.10.2018, 11:57 von Interzoni

Irre

Ein Mensch, der (bisher nur verbal) alles mit Füßen tritt, was uns von Tieren unterscheidet, wird freiwillig zum Führer gewählt. Folter- und Vergewaltigungsfreund? Egal! Sagen die evangelikalen Sektenfürsten, und die müssen es ja wissen.

#6 - 28.10.2018, 11:58 von dirk.resuehr

Tragikomödie endet als Tragödie

Wieso sind Sozialisten mit positiven Ansätzen besonders anfällig gegen Korruption? Zufall oder gesetzmäßig?
Jetzt wird sichs verschlimmbessern oder auch nur verschlimmern, eine tragische Entwicklung mit Folgen und Fragen, ob Sozialimus in einer Diktatur enden muß, weil sie eben nicht die Gleichheit und Gerechtigkeit mit sozialem Frieden bringt? Wieder einmal versagt der sozialistische Versuchnach 8 Jahren Lula und 5,5 Jahren Rousseff.

#7 - 28.10.2018, 12:06 von Hermes75

Zitat von hundini
"Die Entscheidung könnte fatale Folgen haben."? Für wen?. Für uns bestimmt nicht!... .. Es sei denn, der Regenwald wird jetzt komplett abgeholzt.
Wenn im größten Land Südamerikas ein Faschist an die Macht kommt, dann wird das Folgen haben. Für uns vielleicht nicht direkt, aber zumindest indirekt.
Die Erfahrung zeigt, dass man Äußerungen wie dieser Kandidat sie von sich gegeben hat niemals unterschätzen darf. Ein Beispiel sind die Philippien wo der "Präsident" Duterte sein Wahlversprechen Mensch ermorden zu lassen auch konsequent umsetzt.

#8 - 28.10.2018, 12:08 von wannbrach

Leider waren die Arbeiter Partei und ihre President Lula so korrupt.

#9 - 28.10.2018, 12:22 von Garak

Ja so sieht es leider aus!

Zitat von eckawol
Aktuelle Unsicherheit, Korruption und Schlamperei bewegt einen Großteil der brasilianischen Wählerschaft für einen Herrn Bolsonaro einzutreten; trotz der schlechten Erfahrungen bis zum Ende der Diktatur in 1985. Man nimmt sogar in Kauf, dass kein anderer aus der politischen Ecke von Bolsonaro als Kandidat auftritt ( ähnlich wie bei den Republikanern, die Trump akzeptierten) , weil die PT nach den Erfahrungen mit Lula und Rouseff selbst für Farbige, Frauen und Arme nicht mehr akzeptabel erscheint.
Auf der einen Seite Bolsonaro ein rechter Hardliner auf der anderen Seite die korrupte Arbeiterpartei.

Ich denke Bolsonaro wird gewinnen weil es die Arbeiterpartei geschafft hat die ärmsten der Armen zu enttäuschen.

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