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Brexit: EU bietet Briten längere Übergangsphase an

REUTERS Nach dem vorläufigen Abbruch der Brexit-Verhandlungen hat die EU einem Bericht zufolge Großbritannien angeboten, länger als geplant in Binnenmarkt und Zollunion zu bleiben. Gleichzeitig setzt Chefverhandler Barnier eine neue Frist.
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#1 - 16.10.2018, 22:08 von theodtiger

Entgegenkommen der EU, das Fragen aufwirft

Die Verlängerung einer eventuellen Übergangsperiode über Ende 2020 hinaus wäre ein ganz erhebliches Entgegenkommen der EU an das VK. Eine Übergangsperiode bis Ende 2020 wäre allein schon deshalb für beide Seiten sinnvoll, um die laufenden Zahlungsverpflichtungen ohne größere Schwierigkeiten abzurechnen. Nach 2020 sieht das anders aus. Schließlich beginnt ab Januar 2021 die neue siebenjährige Finanzplanung, in der alle EU Ausgaben (und Einnahmen) weitgehend festgelegt werden. Wenn das VK dann noch daran teilnehmen würde, müsste es ja auch da noch mitbestimmen können, was sowohl die Verhandlungen über die zukünftigen Beziehungen wie auch die ohnehin schon schwierigen langfristen EU Budgetverhandlungen erheblich erschweren würde. Oder geht es nach Ende 2020 um eine Übergangsperiode "light", insbesondere zur Vermeidung einer harten Grenze des VK zur Republik Irland?

#2 - 16.10.2018, 22:13 von Murmeltier

Viel zu vernünftig!

Natürlich würde es einige Probleme zumindest teilweise lösen, wenn das VK erst mal im Binnenmarkt und in der Zollunion bleibt (die Industrie wird sich diese Unsicherheit trotzdem wohl nicht auf Dauer gefallen lassen ...)
Aber da die Brextremisten um jeden Preis aus der EU raus wollen, koste es was es wolle, dürfte das wohl genau das Gegenteil von dem sein, was sie sich erhoffen.

#3 - 16.10.2018, 22:14 von Vogel VT

Welch Wunder

ist denn da geschehen? Ziemlich genau dass, das jeder halbwegs mitdenkende Bürger dieser wunderbaren EU erwartet hat. Der Brexit findet natürlich statt, nur das Wann bleibt unklar.

#4 - 16.10.2018, 22:16 von Murmeltier

Eher eine Art Norwegen

Zitat von theodtiger
Die Verlängerung einer eventuellen Übergangsperiode über Ende 2020 hinaus wäre ein ganz erhebliches Entgegenkommen der EU an das VK. Eine Übergangsperiode bis Ende 2020 wäre allein schon deshalb für beide Seiten sinnvoll, um die laufenden Zahlungsverpflichtungen ohne größere Schwierigkeiten abzurechnen. Nach 2020 sieht das anders aus. Schließlich beginnt ab Januar 2021 die neue siebenjährige Finanzplanung, in der alle EU Ausgaben (und Einnahmen) weitgehend festgelegt werden. Wenn das VK dann noch daran teilnehmen würde, müsste es ja auch da noch mitbestimmen können, was sowohl die Verhandlungen über die zukünftigen Beziehungen wie auch die ohnehin schon schwierigen langfristen EU Budgetverhandlungen erheblich erschweren würde. Oder geht es nach Ende 2020 um eine Übergangsperiode "light", insbesondere zur Vermeidung einer harten Grenze des VK zur Republik Irland?
Ich vermute, wenn der Vorschlag überhaupt auch nur ansatzweise zum Tragen kommt, dürfte es eine Art Norwegen werden - also kein Mitbestimmungsrecht, dafür Beteiligung an den finanziellen Verpflichtungen. Die Grenze in Irland könnte dann erst einmal offen bleiben, wobei auch nicht wirklich klar ist, was sich bis 2021 (oder 2022, 2023 etc.) wirklich an den grundlegenden Problemen geändert haben sollte.

#5 - 16.10.2018, 22:34 von heidebock

Und nun knicken sie doch ein

.....mich wunderte schon die Konstanz und die konsequente Haltung der EU sehr.
Irgendetwas kam mir komisch vor.
Nun bekommen die Rosinenpicker von der Insel doch wieder ein Stück weit Ihren Willen....
Das wird sicherlich von den künftigen Xxxit-Kanidaten mit Argusaugen beobachtet und gewertet werden.
Gute Nacht EU, es war schn mit dir....

#6 - 16.10.2018, 22:45 von sikasuu

Die EU müht sich um GB wie um einen kranken Gaul!

Wobei es mMn. sehr fragwürdig ist, ob Westminster da zustimmt
.
So wie das bis hiete gelaufen ist, scheint einen kleine Gruppe bei den Torrys, aus innenpolitischen Gründen oder warum auch immer, Harakiri begehen zu wollen.
.
Mal sehn was da in London geschieht. Große Hoffnungen habe ich nicht :-(

#7 - 16.10.2018, 22:47 von jens109

Was soll das?

Also noch länger unplanbares hin und her wobei jetzt schon alle vernünftigen Firmen auf Nummer sicher gehen müssen. Das ist keine gute Idee. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende - des Brexit gezeters bei dem eh alle Vorschläge nicht gut genug für das Größte Britannien sein werden. Am Ende wird das Parlament eh alles zunichte machen.

#8 - 16.10.2018, 23:22 von lahozdeoro

unendliche Geschichte?

Was man in 2 Jahren nicht geschafft hat, und offenbar nach der Übergangszeit in 4 Jahren wohl auch nicht schaffen kann, soll man dann in 6, 8, ..... Jahren schaffen? Wo bleibt da die Logik? Solange die geforderten Konditionen für die Irisch-Nordirische Grenze dermaßen vollständig widersprüchlich sind, ist eine Lösung auch in 20 Jahren nicht in Sicht. Oder hofft da jemand auf eine neue Regierung im UK, und dann?

#9 - 16.10.2018, 23:24 von conrath

Verlängerung der Frist - Verlängerung der Zahlungen an die EU

Eine Fristverlängerung ist nicht nur deshalb für das VK nicht akzeptabel, sondern auch aus einem fundamentalerem Grund: Es löst keines der langfristigen Probleme. Die Entflechtung drr wirtschaftlichen Zusammenhänge und deren Abwicklung wird derweil munter weiter gehen.

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