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Brexit-Verhandlungen: Die EU muss hart bleiben

JULIEN WARNAND/EPA-EFE/REX/Shutterstock Die Brexit-Strategie der klaren Kante war bisher ein voller Erfolg: Die EU hat die britische Regierung genau dort, wie sie sie haben will. Gibt sie jetzt nach, verspielt sie womöglich die kleine Chance, Großbritannien in der EU zu halten.
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#1 - 22.10.2018, 19:59 von Newspeak

...

"Gibt sie jetzt nach, verspielt sie womöglich die kleine Chance, Großbritannien in der EU zu halten."

Was ist eigentlich so schwer daran zu verstehen, dass die Briten den Austritt erklaert haben? Es geht nicht darum, sie irgendwo zu halten, es geht lediglich um die Details des Austritts.

Die Briten waren seit Beginn ihrer EU Mitgliedschaft ein einziger Spaltpilz. Sie haben die weitere Vereinigung der EU torpediert, wo sie konnten, sind der EU politisch mehr als einmal in den Ruecken gefallen, weil sie lieber den USA folgen wollten (z.B. unter Blair), haben staendig nur Rosinen gepickt (vor allem unter Thatcher). Es ist nun mal gut. Wer gehen will, der gehe. Die EU ist besser dran ohne die Briten.

#2 - 22.10.2018, 20:06 von zynischereuropäer

Alles richtig und wahr, aber eine Sache stört mich im Artikel dennoch: die EU demütigt GB nicht. Hat sie nicht, will sie nicht und wird sie nie. Genauso wie GB hat auch die EU rote Linien, die nicht überschritten werden. Wenn die andere Seite das auffasst, dass das Befolgen der eigenen Prinzipien eine Demütigung sei, dann mag das so sein. Es entspricht aber nicht den Tatsachen. Es ist nicht unser Problem, dass die Wünsche der Briten und ihre realistischen Möglichkeiten nicht zu vereinbaren sind - die Diskussion darüber ist eine rein britische Angelegenheit.
Die EU muss bei ihrer Linie bleiben und sich auf den harten Brexit einstellen. Die Suppe zuhause müssen die Briten selbst auslöffeln.

#3 - 22.10.2018, 20:11 von Grummelchen321

Einen

Grund weiter die harte Linie gegenüber den Briten zufahren vergisst der Komentator.
Es gibt noch andere Staten die dann austreten würden.Allen voran Polen.Warum sollten sie noch in der EU bleiben,wenn es doch noch Rosinen gibt.

#4 - 22.10.2018, 20:12 von Trevor Philips

Offenbar bekommt die Propagandaabteilung in schneller Folge Befehl und Gegenbefehl aus dem Hauptquartier Junckersschanze in Brüssel. Erst muss Großeuropa nachgeben nun muss es hart bleiben. Egal was auch immer die Hofberichterstatter sich aus den Fingern saugen. Die rote Linie ist das kein Teil des UK unter Zollhoheit der EU stehen wird oder gar deren Handelsgesetze dort gelten. Unabhängig von den 700.00 die angeblich nach London kamen, von denen in der Tat ein guter Teil aus London stamme und von denen ein nicht geringer Teil keine Staatsbürger des UK waren.
Der Käse ist gegessen, der Brexit wird stattfinden und wenn notwendig wird es ein harter sein.
Man sollte sich keine Illusionen über die Härte und Unnachgiebigkeit des UK machen, obwohl das ja schon deutsche Tradition ist.

#5 - 22.10.2018, 20:13 von rurei

Chja:

1973 ist UK der EU (EWG) beigetreten. Und genau am Punkt 1973: Davor nahm das Wirtschaftswachstum zu, danach nahm es ab. Dazu sehen sie sich dieses Bildchen an (legen sie ein Lineal davor bzw. danach an die Maxima bzw. an die Minima an):
https://www.economicshelp.org/wp-content/uploads/2012/10/growth-49-12-1024x704.png
Auch die Volatilität (Risiko) stieg sprunghaft genau 1973. Das Wirtschaftswachstum war sogar 4 mal im Minus.
Des weiteren: Ich kann mich an keinen Fall (auch nicht mit wirtschaftlicher Relevanz) erinnern, den UK vor dem Europäischen Gerichtshof gewonnen hätte.
Sie haben sich in (Wirtschafts) Verträgen (so viele die EU auch abgeschlossen haben man, viele gegen UK Interessen) nie durchgesetzt; jetzt können sie diese Verträge selbst und in ihrem Sinne machen.
Es ist besser, nicht mit Bürokraten der kleinen Halbinsel Europa oder gar deutschen Globalisierungsgegnern (wo sind die eigentlich?) sondern mit Asien speziell China und den USA in einer globalisierten Art zusammenzugehen.

#6 - 22.10.2018, 20:15 von ex_Kamikaze

Ciao Britannia,

jeder weiter die weg sind von der EU desto weniger müssen wir uns mit den Kapriolen im britischen Parlament befassen.
Es gelten nur die Interessen der anderen EU-Mitglieder: und da gibt es wenig Grund den Briten irgenwas zu schenken!

#7 - 22.10.2018, 20:16 von Hammelinda

Und wenn es 99% wären!

Und wenn es 99% wären! Am Ende bleibt immer noch die QUadratur des Kreises zu lösen, d.h. die Frage der Irischen Grenze. Und da hat man leider nur die Wahl zwischen Pest und Colera.
Was auch oft vergessen wird zu erwähnen ist, dass die Republik Irland dem Vertrag am Ende zustimmen muss. Da kann man 99% perfekt verhandelt haben; auf die EU als ganzes wird es am Ende nicht ankommen.

#8 - 22.10.2018, 20:17 von heino.dengel

Der ganze Brexit hat nur ein paar Opportunisten zu Amt und Würden verholfen.

Z.B. May, Johnson etc.

Sollen die sich doch jetzt auch um den Erfolg des Brexit kümmern.

Die EU macht das schon richtig.

Ich dachte Brexit macht stark:)))

#9 - 22.10.2018, 20:23 von Outdated

Es gibt eigentlich niemanden

der ernsthaft irgendwie von einer Änderung der Verhandlungstrategie spricht.
Oh die Iren jammern vielleicht ein bisschen und sagen den Briten das sie ja für Zugeständnisse sein und nur die bösen, bösen Franzosen und Deutschen anderer Meinung seien.
Letztlich ist es aber so. Wenn es etwas gibt wo die EU gut funktioniert, dann ist es da wo sie als Handelsblock gegenüber Außenseitern agiert.
GB ist gerade dabei das zu lernen.

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