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Politik

Britische Ukip-Rechtspopulisten: Die Abgehängten

imago/ ZUMA Press Ihr Vorstoß ins Labour-Land ist gescheitert: Nach der Wahlpleite in Mittelengland verzettelt sich Ukip in Streitereien, der Parteichef taucht tagelang ab - naht das Ende der britischen Rechten?
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#1 - 03.03.2017, 17:58 von k.j.

Problem von Protestparteien

Egal ob rechts, links oder sonst wo politisch angesiedelt - der schnelle Wahlerfolg gepaart mit unstabilen Organisationsstrukturen und innerparteilichem Gerangel sind der Tot der Newcomer auf dem politischen Parkett. In D hat dieses Schicksal schon die Piraten ereilt und der AfD steht es bevor.

#2 - 03.03.2017, 18:00 von pragmat

Stoke und Copeland

Wieder so ein sinnbefreiter Artikel von SPON. Es war vorauszusehen, dass die UKIP die Labourpartei in Stoke nicht ablösen würde. Dazu sind die Wähler dort viel zu überzeugte Genossen. Wer Nuttall dazu gebracht hat, sich zur Wahl zu stellen, kann man nur ahnen.

Viel wichtiger ist, dass die Tories in Copeland der Labourpartei einen "sicheren" Sitz abgenommen haben. Das ist wichtiger als die Bagatelle in Stoke.

#3 - 03.03.2017, 18:01 von h.hass

Ist schon interessant, dass den Rechtspopulisten gerade überall die Puste auszugehen scheint. Es ist zu früh, um ihren endgültigen Niedergang zu beklatschen, aber von den früheren Triumphen sind diese Parteien und ihre seltsamen Führungsfiguren doch weit entfernt. Vor allem beherrschen sie nicht mehr durch Hetze und Hass den öffentlichen Diskurs. Statt dessen zerfleischen sich ihre Funktionsträger gegenseitig oder müssen sich der Justiz stellen. Die Strategie, durch dauernde Provokationen, Lügen und Halbwahrheiten im Gespräch zu bleiben und dumpfe Ressentiments zu bedienen, scheint sich abzunutzen. Und die dümmliche Propaganda, mit der seit Jahren die Internetforen und die Talkshows kontaminiert werden, dürfte vielen Leuten mitterweile auch auf die Nerven gehen.

Meines Erachtens kam der "Erfolg" von Herrn Trump gerade rechtzeitig, um den europäischen Wutbürgern vor Augen zu führen, was konkret passiert, wenn man dumpfe Hassprediger wählt. Dann wird das Land von inkompetenten Chaoten regiert, die die Gesellschaft spalten und sich gründlich lächerlich machen.

Man kann nur hoffen, dass die westeuropäischen Rechtspopulisten sich immer weiter marginalisieren. Sollte tatsächtlich ein Abwärtstrend eingesetzt haben, dürfte dieser unumkehrbar sein. Dann springen die karrieregeilen Sektierer und Aluhutträger, die auf ein gut dotiertes Mandat gehofft hatten, reihenweise ab und verkriechen sich wieder in ihren Löchern.

#4 - 03.03.2017, 18:06 von elkemeis

Die Ritter von der traurigen Gestalt

Sind die nicht ein nettes Pärchen? Und nachdem sie den Porzellanladen gründlic zertrümmert haben, machen sie sich vom Acker. Wie Cameron auch.

#5 - 03.03.2017, 18:14 von gutmichl

Themen sollte man von Personen lösen

Es mag sein, dass die von SPON bevorzugten Politiker anderer Parteien "besser qualifiziert" seien.
Das Thema Einwanderung und Rechteverlagerung in den undurchsichtigen EU-Apparat gegen den Willen der Bevölkerung zu betreiben war deren Fehler. Wie sollte sonst eine Politik den Volkeswille verstehen, wenn man nicht die Partei wählt, die die eigenen Ziele beschreibt ?
Als Deutscher sollte man sich allerdings mit dem Zeigefinger hüten, nach England zu zeigen. Die Zustände in Deutschland sind international nicht unkritisch gesehen, wenn man sich in unseren Nachbarländer umhört.

#6 - 03.03.2017, 18:19 von zieglerm

Ist das dann nicht aber auch egal

Wenn die Tories sich als die fremdenfeindliche Partei positionieren - was viele ihrer Vertreter aktuell tun - dann wird UKIP nur deswegen obsolet, weil eine andere Partei ihre Ziele aufgreift. Was ist damit gewonnen ?
Rechtspopulisten bleiben sie alle trotzdem - egal welches Parteibuch sie nun hochhalten. Damit geht diesen leider nicht die Puste aus, sondern sie werden in den etablierten Parteien nur wieder hoffähig und damit eigene Parteien überflüssig. Das ist aber nicht besser sondern schlimmer.

#7 - 03.03.2017, 18:24 von Jimbo 1

Täter

Wenn die "Etablierten" Parteien den Willen des Volkes negieren oder nach Gusto Um/ Interpretieren haben vorwiegend rechte Hetzer Konjunktur. Das gilt für England aber auch hier für uns in Deutschland. Scheinbar ist es gerade noch mal gut gegangen, aber nicht durch können sondern mit Glück. Es ist die Arroganz der Macht die aus Tätern auch mal Opfer macht, kommt es mal soweit, dann heißt es ja das konnte ja niemand vorausehen. Wie schon mal gehabt!!

#8 - 03.03.2017, 18:30 von reznikoff2

Gott, was für Langweiler

Zuhause strengere Einwanderungsgesetze und ansonsten gern überall auf der Welt zuhause. True global. Go get lost.

#9 - 03.03.2017, 18:57 von aleamas

Wenn nicht in Stoke...

...wo die Brexit-Anhänger wenigstens deutlich vorn gelegen haben, ja wo denn dann könnte die Partei des 'take back control' ihren galoppierenden Nationalismus in Wahlerfolge ummünzen? Nirgends. Lustig zu sehen, wie mancher da versucht, vom innerparteilichen Debakel abzulenken. Farage wird nicht ganz umsonst auch bisweilen als 'Mosley in clubland drag' bezeichnet. Das mag wenig schmeichelhaft sein, aber die vergangen Monate haben eigentlich keinen Zweifel daran gelassen, dass an dieser Einschätzung durchaus ein wahrer Kern ist. Und Gottseidank sind Briten in der Mehrzahl noch immer nicht bereit, solcherlei völkisches Gedusel völlig unwidersprochen hinzunehmen. Das ist dann doch selbst für viele Brexitfans zuviel des Unguten.

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