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CDU-Kandidatenrennen: Endspurt

Getty Images In wenigen Tagen ist die Ära Angela Merkel Geschichte - zumindest in der CDU. Das Rennen um die Nachfolge als Parteivorsitzender ist offen: Kramp-Karrenbauer, Merz und Spahn gehen den Schlussakt unterschiedlich an.
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#1 - 04.12.2018, 10:31 von jojack

Schade, dass Spahn chancenlos ist

Jens Spahn verkörpert als einziger der drei Kandidaten gleichzeitig einen Generationswechsel und die überfällige Richtungskorrektur in der CDU. Merz geht es eher um seinen verletzten Stolz und eine Retourkutsche gegenüber Merkel, Kramp-Karrenbauer setzt sich in der alles entscheidenden Migrationsfrage nicht von Merkels Linie ab. Beides wäre für einen zukünftigen Vorsitzenden unnötiger Ballast. Spahn hat diese Probleme nicht, er kann glaubhaft eine Erneuerung verkörpern. Leider ist die CDU noch nicht so weit, einen bekennenden Homosexuellen zum Vorsitzenden und mithin zum Kanzlerkandidaten in spe zu machen.

#2 - 04.12.2018, 10:35 von frank.huebner

Tatsächlich spannend

Mit der Wahl wird die CDU auch ihr weiteres Schicksal wählen. AKK mit dem Programm Merkel, Merz mit seinem konservativen Wirtschaftskurs oder Spahn mit "alles und nichts" Progtamm? Für die nächste BT-Wahl wäre Merz sicher der bessere Kandidat, AKK und Spahn sind farblos, langweilig, beliebig. Warten wir es ab. Leider hat die Basis nicht die Wahl, sondern die 1001 Delegierten. Und die sind immer etwas Führungshöriger als die Basis. In meinem Bekanntenkreis würden die meisten Merz wählen. Es wird aber AKK, da bin ich mir recht sicher.

#3 - 04.12.2018, 10:47 von helmud

Wer?

Der Kelch Merz, der "Amerikaner" und Neoliberale, sollte an uns vorbei gehen.
Kramp Karrenbauer hat sich am Sonntag in der Sendung Anne Will disqualifiziert und damit ein, für mich überraschend, ihr wahres Gesicht gezeigt.
Unqualifiziert verurteilen ohne Beweise geht gar nicht, was sie leider betreffend der Ukraine Krise in dieser Sendung gemacht hat.
Es bleibt Jens Spahn.

#4 - 04.12.2018, 11:06 von herbix

Die CDU hat in den letzten Jahren rund 1/3 ihrer Wähler verloren.
Da ist ein "weiter so" - und dafür steht AKK - nicht sinnvoll.
Merz oder Spahn würden einen Neuanfang bedeuten.

Interessant:
Die Wahl ist geheim. Da traut sich manch ein Deligierter vielleicht das Kreuz anders zu setzen, als er es laut zugeben würde.
Wir erinnern uns an die überraschende Abwahl des Favoriten und Merkel-Lieblings Volker Kauder bei der Abstimmung zum Unions-Fraktionsvorsitz.

#5 - 04.12.2018, 11:27 von beu_bayer

Vorteile für ALLE

Meine Version geht so:
F.Merz wird am 7.12.2018 zum CDU_Vorsitzenden gewählt.
Anfang Januar 2019 macht er der SPD das Angebot eine CDU/FDP-Minderheitsregierung, ohne vorzeitigen Neuwahlen, zu tolerieren, was Frau Merkel dann natürlich ablehnt und zurück tritt.

#6 - 04.12.2018, 11:32 von Elementar

Oder noch besser

Angela Merkel tritt überraschenderweise doch noch mal an, um eine Mehrheit für Merz zu verhindern. Zieht dann im zweiten Wahlgang zurück, um AKK in den Sattel zu hieven. Die CDU kann Revolution nicht. Freuen sich halt die Grünen, nach der nächsten Bundestagswahl kommt dann Jamaika - mit einem grünen Kanzler...

#7 - 04.12.2018, 11:50 von oloh

Donald Merz

Der deutsche Trump heißt Friedrich Merz - so viel steht schon fest.
Ist mir absolut schleierhaft, wie eine konservative und "christliche" Partei, der doch Seriosität am Herzen liegen müsste, auf einen derartigen Blender hereinfallen kann.
Alle zwei Wochen haut der Windbeutel einen raus, um in der Aufmerksamkeitsökonomnie wieder Marktanteile an sich zu reißen. Und dann meistens mit AfD-Sprech, damit er auch ja die Bewunderung der Zukurzgekommenen im Östen einfängt, die sich Aktien nicht mal als Weihnachtsgans vorstellen können. Die AfD dankt es ihm bereits: Merzens Dampfplaudereien sind schweres Wasser auf deren Mühlen.

Das Käsekuchengesicht Christian v. Stetten alias Bauer verbreitet mit anderen den Mythos, Merz sei ein Held der Wirtschaftskompetenz und habe "bewiesen", dass er "auch außerhalb der Politik" erfolgreich sein könne. Was für eine Verar...!!
Ohne seine Politkontakte wäre Merz für Blackrock so interessant wie die Bäckereiverkäuferin aus Künzelsau für Vladimir Putin. Selbiges gilt für HSBC. Und seinen Job als Insolvenzverwalter der WestLB, wo er 396 Tage mal 5000 Euro abrechnete ohne irgendein konkretes Resultat (und wohl auch ohne Leistung), hatte er nur der Spezlbeziehung zum abgewählten NRW-Finanzminister Linsen zu verdanken, der ihn als Abschiedsgeschenk damit betraute. Wenn ich schon abgewählt werde, leg ich dem Steuerzahler noch ein teures Ei (2 Mio für Merz und für nix). Angezeigt wäre ein U-Ausschuss wegen Korruption und Veruntreuung, stattdessen wird Merz zum "Wirtschafts- und Finanzexperten" hochst(er)ilisiert.

Die Einfältigen glauben's gerne, und die Einfältigen werden offenbar als Delegierte zum Bundesparteitag der CDU Deutschland entsandt. Die kaufen ihm noch seine Münchhausereien ab, dass er als Teenager mal der Dorfrocker von Brilon gewesen sei, mit gaaaaanz laaaangen Haaaren....

#8 - 04.12.2018, 12:01 von beathovenr66

Moralischer Kompass

Es geht doch letzten Endes darum, ob die 1001 Delegierten mit Merz einen Grosskapitallobbyisten, mit Spahn
einen überehrgeizigen Karriereristen oder mit AKK eine erfolgreiche Wahlkämpferin mit bodenständiger Bürgernähe wählen. Klar, die Schäuble Seilschaft in BW und der Arnsberger Kreis in NRW sind ein Pfund für Merz.
Offen auch, welchen Einfluss Blackrock nimmt/hat, um einen der ihren an höchster Regierungsstelle zu platzieren.
Wenn die Delegierten ihren moralischen Kompass im Auge behalten, führt kein Weg an AKK vorbei. Sie ist,
auch dies imponierend und mutig, die Einzige des Trios, die ohne Netz und doppelten Boden kandidiert.

#9 - 04.12.2018, 12:08 von demokrat2

Der erste Satz ist verräterich ........

.... denn es klingt so, als solle sich Merkel beeilen, auch den Bundeskanzlerjob aufzugeben. Merkel muss nicht weg, aber die ungeliebte "Zusammenarbeit" mit der SPD muss enden, damit eine "neue" Jamaika-Koalition nach Neuwahlen entstehen könnte. FDP-Lindner reißt sich völlig danach. Bei "Hart - aber fair" hat er Merz schon Avancen gemacht und sich für ihn tüchtig ins Zeig gelegt, ja förmlich angebietert. Wahrscheinlich werden die Grünen das Spiel aber nicht mitmachen, weil sie alleine mit der CDU/CSU eine Mehrheit hätte. Wieviel Zwetistimmen die FDP bekäme, ist auch fraglich. Mit der SPD wissen die Konservativen, was sie haben. Es sei denn, eine Mehrheit wollte sich von dem Koalitionsvertrag mit der SPD befreien. Alles ist mit Risiken behaftet. Merz, Merkel, Lindner, Habeck - und die deutsche Presse.

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