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Erdogans Referendum: Land ohne "Nein"

REUTERS Präsident Erdogan will die Türkei mit einer Verfassungsänderung in einen Ein-Mann-Staat verwandeln. Doch Umfragen über das Referendum sehen die Opposition im Aufwind. Die Regierung reagiert nervös.
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#1 - 21.02.2017, 14:30 von akkzent

Erschreckend!

Und dafür wird in Deutschland noch Wahlkampf gemacht. Ich frage Sie Frau Merkel: Gibts da noch Irgendetwas, was Sie nicht völlig kalt lässt?

#2 - 21.02.2017, 14:33 von dr.u.

Toller Erdogan

Selbst wenn eine Mehrheit der Türken für die Verfassungs- und damit Systemänderung wäre, weil Erdigan so ein toller Führer ist, die Systemänderung würde auch potentiell unliebsame zukünftige Präsidenten mit dieser Machtfülle ausstatten! Und dann?

#3 - 21.02.2017, 14:36 von abwinken

Wird bestimmt lustig

Falls die Hälfte der Bevölkerung mit NEIN stimmt und dann zu Terroristen erklärt und verhaftet werden. Das gibt viel freien Wohnraum für Flüchtlinge.

#4 - 21.02.2017, 14:37 von th.diebels

Geschehen noch Wunder `?

Ich kann es nicht glauben, dass es so viele Menschen in der Türkei geben soll, die diesem Herrn Erdogan alles - aber auch alles - durchgehen lassen wollen.
"Gehirnwäsche" funktioniert auch nur bis zu einem gewissen Punkt !

#5 - 21.02.2017, 14:43 von Papazaca

Wegsehen und verniedlichen ist eine Sackgasse

Ähnlich wie die Flüchtlingspolitik wird die Türkeipolitik von Merkel nicht funktionieren. Das ignorieren der öffentlichen Meinung, wegsehen und verniedlichen, führt genau zu dem Gegenteil. Das verheißt nichts Gutes für das deutsch-türkische Verhältnis. Und auch die Integration der türkischstämmigen Deutschen wird nicht einfacher.

#6 - 21.02.2017, 14:44 von ewald3

Und wieder einmal

kein Wort darüber, daß im Südosten, in den Kurdengebieten, alle größeren Städte wie Sur (Altstadt von Djabakir), Cizre, Nusaybin, Silopi, Sirte etc. dem Erdboden gleichgemacht wurden. In diesen Städten hatte die HDP im Juni 2015 teils über 85% der Stimmen. Vier Fünftel aller kurdischen Bürgermeister sind abgesetzt worden und die Städte, Gemeinden und Kreise werden von Ankara zugeteilten "Trustees" gegen den Willen der Bevölkerung zwangsregiert. Überall werden die zweisprachigen Schilder abgeschraubt (auch die armenischen und assyrischen). Gerade eben wurde gemeldet, daß der HDP Co-Parteivorsitzenden Yüksekdak ihr Parlamentssitz gerichtlich aberkannt wurde. Das ist jetzt schon eine Diktatur, ohne Referendum.

#7 - 21.02.2017, 14:44 von 200MOTELS

Erdogan wird das Ding schin schaukeln,

er kann gar nicht verlieren wenn nur treue AKP Anhönger die Stimmen auszählen ! Na, klingelts ?

#8 - 21.02.2017, 14:46 von princecha

Wieso überhaupt Präsidialsystem?

Seit 14 Jahren regieren Erdogan und seiner AKP mit absoluter Mehrheit. Die Präsidentschaft Erdogans gelang 2013 mit einem Verfassungsreferendum, das die Direktwahl durch das Volk sicherstellte, weshalb er für sich beanspruchte mehr exekutive Macht auszuüben. Darüberhinaus sind alle AKP Anhänger mächtig stolz auf ihre Türkei unter Erdogan und dass er ihnen so viel Gutes gebracht. Seit Jahren wurde kommuniziert, dass die absolute Mehrheit im Parlament Konstanz und Beständigkeit für das Land bedeute. Alles staatlichen Organe stehen bereits jetzt unter Kontrolle Erdogans. Nichts im der Türkei geschieht gegem seinen Willen. Was will er denn nun in dem angeblichen "Präsidialsystem" denn besser machen, was er bereits jetzt schon nicht machen kann? 90% der AKP Anhänger haben nicht den Hauch einer Ahnung, für was sie "Ja" sagen werden. Viele geben zu und sagen "Ich habe keine Ahnung von Politik und Wirtschaft, aber wenn Erdogan was sagt und macht, dann wird das schon richtig sein." Das ist die bittere Realität on der Türkei.

#9 - 21.02.2017, 14:48 von nantweiner

Verfassungstreue?

Jemand, der sich der deutschen Verfassung verpflichtet fühlt, kann nicht mit "ja" stimmen. Was kann Deutschland von seinen türkischen Mitbürgern an Verfassungstreue erwarten, wenn diese Erdogan über Grundrechte, über Menschenrechte stellen?

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