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EU-Bürger und der Streit um die Zeitumstellung: Alles eine Frage der Zeit

DPA Ist die Zeitumstellung bald Geschichte? Bei der Bürgerbefragung der EU-Kommission rechnen Beobachter mit einer klaren Mehrheit für die Abschaffung. Doch auch das könnte am Ende nicht reichen.
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#1 - 16.08.2018, 19:55 von Badischer Revoluzzer

Die Sommerzeit und

die damit einhergehende Zeitumstellung wird niemals abgschafft werden, denn das wäre das Eingeständnis der Politik einen Fehler gemacht zu haben.

#2 - 16.08.2018, 20:31 von motzmichl

Wenn es denn...

...wenigstens mal eine Umfrage geben würde, die von echtem Belang wäre.
Gut, ich bin auch überhaupt kein Fan dieser hin-und her Schalterei und dem Verlust der Stunde im Frühjahr.
Allerdings beschleicht mich der Gedanke, daß Uns EU-Bürger gerade weitaus wichtigere Themen umtreiben, zu denen es von politischer Seite keinerlei sichtbaren Willen zu Lösungen gibt. Kleines Beispiel: Eine humane Lösung der EU um das unsägliche Leid an Unseren Aussengrenzen zu beenden. Wie lange dauert das schon an? Und was sind Unsere Ansätze um hier die Probleme wenigstens im Ansatz anzugehen?
Darüber fände ich eine EU-weite Umfrage zu den humanitären Zuständen mal interessant! Wie positioniert sich der Bürger hier?
Oder eine Umfrage dazu, wie sich die Menschen Demokratie vorstellen.
Möglichkeiten gäbe es genug, Umfragen mit echtem „Nährwert“ durchzuführen!
Anstatt dessen wählt man den „alten Aufreger“ Zeitumstellung. Für mündiger hält man Uns offenbar nicht.

#3 - 16.08.2018, 20:41 von nomorejokes

Ball flach halten!

Ich wage die These, dass alle die, die furchtbare gesundheitliche Probleme mit der Zeitumstellung haben, ein einstündiges Jet-lag bei einer Urlaubsreise problemlos wegstecken würden - was ja wirklich kein Problem ist. Leider nur sind die Meckerer immer aktiver als (behaupte ich) die Mehrheit, die die Sommerzeit gut findet. Ich jedenfalls kenne keinen, der leidet!

#4 - 16.08.2018, 20:53 von zesty

Sommerzeit abschaffen?

Eine nicht repräsentative Umfrage meiner Bekannten ergab eine Abschaffung der "Winterzeit".
Wir wollen unsere Freizeit im Hellen genießen.
Ich bin daher für die doppelte Sommerzeit. Alternativ könnte man die Tagesschau und den allgemeinen Arbeitsbeginn zwei Stunden vorverlegen (Schichtarbeit blende ich mal aus).
Shine on!

#5 - 16.08.2018, 21:27 von Barças Superstar

von Eulen und Lerchen

Im anderen Forum hierzu gab es ja auch schon Pros und Cons und viel Klugscheißerei. Ich finde den Wechsel gut, bin eher wetterfühlig (Luftdruck) als zeitempfindlich. Mir fällt Aufstehen vor 7.00 Uhr schwer und wenn mir einer mit dem blöden frühen Vogel kommt, konter ich gerne mit der Aussage, dass nur die zweite Maus den Käse kriegt. Ich beobachte aber auch, dass die unterschiedlichen Gruppen auch möglicherweise kulturell unterschiedlich unterwegs sind. Unter den Frühaufstehern sind vermutlich weniger Rock 'n Roller, weniger Musiker und Künstler oder Philosophen, dafür mehr fleißige Pflichtbewusste. Wer will hier wem was vorschreiben?

#6 - 16.08.2018, 21:30 von Alex Miller

Verzerrtes Bild der Bevölkerungsmeinung

"Wie repräsentativ das Ergebnis sein wird, ist fraglich. Kritiker befürchten, dass eine solche Konsultation ein verzerrtes Bild der Bevölkerungsmeinung ergeben kann." Das glaube ich auch und das lässt mich auch an der Sinnhaftigkeit von solchen Umfragen zweifeln. Es besteht die Gefahr, dass ein paar organisierte Aufgehetzte anderen ihren Willen aufzwingen.
Ich kenne wirklich niemanden, der mit der Zeitumstellung ein nennenswertes Problem hat. Aufgrund der Umfrage habe ich mich die letzten Wochen mit vielen über das Thema unterhalten und nach einigem Für und Wider kamen eigentlich alle zu dem Schluss dass die Zeitumstellung mehr Vor- als Nachteile mit sich bringt. Einige fanden auf den ersten Blick die Lösung gut, dauerhaft auf Sommerzeit zu bleiben. Wahrscheinlich suggeriert der Ausdruck Sommerzeit irgendwie ein Gefühl von Wärme und Licht. Erklärt man Ihnen dann, zu welcher Uhrzeit dann im Winter die Sonne aufgehen würde, wird der Gedanke aber schnell wieder verworfen. Diese Leute wussten aber zumeist nichts von der EU-Umfrage und nehmen daran auch nicht teil. Deshalb glaube ich auch, dass ein Ergebnis keine Aussagekraft über die wahre Meinung der Bevölkerung hat.

#7 - 16.08.2018, 22:09 von orca20095

Wissenschaft kann man nicht durch Umfragen ersetzen

Mindestens seit den alten Griechen ist Mittag dann, wenn die Sonne am höchsten Punkt kulminiert.
Das führte in der Konsequenz zu Ortszeiten, jeder Ort hatte also seine eigene Zeit, was man dann aus nachvollziehbaren Gründen mittels der heute gebräuchlichen Zeitzonen vereinfachte.
Die Einführung der Sommerzeit hatte das Ziel, Energieeinsparung zu erreichen. Da dieser Effekt nicht erreicht wurde, kann man das nun feststellen und die Maßnahme rückgängig machen. Oder eine Begründung liefern, warum das zu schwierig ist.
Aber man kann doch keine Umfragen dazu starten, was jedem am besten gefällt.
Wollen wir demnächst einmal darüber abstimmen, ob wir die Anfänge der Jahreszeiten nach dem Befinden neu definieren, vielleicht ein halbes Jahr Sommer und der Herbst fällt aus?
Da gibt es noch viel Potential, aber im Ernst, so langsam fällt es schwer, die Hauptakteure auch nur ansatzweise ernst zu nehmen. Das Geschwafel auf diesen Nebenthemen ist unerträglich.
Rente, Pflege, Bildung? Na Hauptsache, am Abend ist es länger hell, dann kann man die Missstände auch länger sehen.

#8 - 16.08.2018, 22:30 von bauklotzstauner

"Stellen wir die Uhr nun vor oder zurück?"

Alle halben Jahre dieselbe Frage, und viele wissen es immer noch nicht. Der Autor schaint damit ja auch so seine Probleme zu haben:

"Dadurch gibt es in der EU aktuell drei Zeitzonen: In Irland, Portugal und dem Vereinigten Königreich gilt die mittlere Greenwich-Zeit, in 17 weiteren EU-Staaten - darunter Deutschland - die mitteleuropäische Zeit (MEZ), die eine Stunde dahinterliegt. In Bulgarien, Estland, Finnland, Griechenland, Lettland, Litauen, Rumänien und Zypern ist es noch eine Stunde später; dort gilt die osteuropäische Zeit."

Die MEZ liegt nicht eine Stunde HINTER GMC, sondern DAVOR - es ist eine Stunde SPÄTER!
Die Sonne geht ja im Osten auf - also passiert dort alles eher als weiter im Westen.

;-)

#9 - 16.08.2018, 22:43 von littleworry

Sehe ich genauso!

Zitat von nomorejokes
Ich wage die These, dass alle die, die furchtbare gesundheitliche Probleme mit der Zeitumstellung haben, ein einstündiges Jet-lag bei einer Urlaubsreise problemlos wegstecken würden - ...
Seit 40 Jahren ist die Zeitumstellung gelebte Praxis, und erst seit einigen Jahren wird dieses Thema aufgebauscht. Meines Erachtens primär von Radio- und Fernsehmoderatoren, die damit gerne und billig ihre Sendezeiten füllen. Ich finde es ein Stück weit lächerlich, die Zeitumstellung immer wieder so zu problematisieren, weil wir schließlich auch 'Reiseweltmeister' sind. Ich kenne niemanden, der Zeit-Probleme hat und die Abschaffung der Zeitzonen fordert, wenn er aus USA oder von sonstwo zurück kommt und ein paar Tage mit dem Jetlag zu tun hat.
Ich bin indessen sehr gespannt auf die weitere Vorgehensweise, falls es sich tatsächlich auf eine Abschaffung der Umstellung hinbewegt. Ich bin mir sicher, dass viele die Abschaffung befürworten in der Erwartung, die permanente Sommerzeit zu bekommen, aber das genau ist absolut nicht gesagt. Wenn die Zeitumstellung einfach nur abgeschafft würde, würden sehr, sehr viele ebenfalls wieder 'Zeter und Mordio' rufen,weil sie sich in ihren Erwartungen getäuscht sehen!

Ihr werdet euch noch wundern, ihr Dauer-Nörgler!

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