Schrift:
Ansicht Home:
Forum
Politik

Euro-Zone: FDP streitet heftig um europäische Wirtschaftsregierung

Der Streit um die Zukunft der EU geht quer durch alle politischen Lager. Am heftigsten tobt er in der FDP. Die Hardliner lehnen eine europäische Wirtschaftsregierung ab, jetzt melden sich die Pragmatiker zu Wort - und unterstützen die Pläne der Kanzlerin, die Euro-Zone besser zu verzahnen.
Im mobilen Forum können sie die Beiträge nur lesen.
Um zu kommentieren, verwenden Sie bitte die www-Version.
    Seite 1/9    
#1 - 29.01.2011, 16:42 von FMK

Europäischer Bundesstaat

Zitat von
In ihrem Papier kritisieren sie die "Sehnsucht nach der Souveränität der Mitgliedsstaaten als letzten Ordnungs- und Entscheidungsrahmen wie einst im 19. Jahrhundert". Stattdessen fordern sie "einen immer tieferen Integrationsprozess", an dessen Ende vielleicht sogar ein "europäischer Bundesstaat" steht.
Naja- wenn man von Leuten wie Silvana Koch-Mehrin regiert werden soll, was soll schon anderes herauskommen?

Dieses Papier ist klar verfassungsfeindlich. Silvana will unsere verfassungsmäßige Ordnung abschaffen.

Und das natürlich ohne eine Volksabstimmung.

Das Argument ist, es sei sowieso schon so.

Jedoch hat sie niemand dazu ermächtigt. Also ermächtigt sich Europa einfach selbst?

Vielleicht sollte man es "Gesetz zur Behebung der Not von Volk und Reich von Europa" nennen.

#2 - 29.01.2011, 16:44 von Erasmus2

.

Zitat von sysop
Der Streit um die Zukunft der EU geht quer durch alle politischen Lager. Am heftigsten tobt er in der FDP. Die Hardliner lehnen eine europäische Wirtschaftsregierung ab, jetzt melden sich die Pragmatiker zu Wort - und unterstützen die Pläne der Kanzlerin, die Euro-Zone besser zu verzahnen.
Die FDP muss hart bleiben. Solms hat es in seinem Beitrag im Handelsblatt auf den Punkt gebracht. Deutschland darf nicht Zahl- und Zuchtmeister der EU werden. In den starken Ländern kämen sich die Leute ausgebeutet vor, in den schwachen bevormundet. Das kann nur in einem Aufbrechen der Eurozone münden.

Von mir aus kann es eine tiefergehende Verzahnung der Haushalte geben. Aber nur zu Deutschen Grundsätzen. Die der anderen sind in der Regel Murks.

#3 - 29.01.2011, 16:55 von Claudia_D

.

Zitat von sysop
Der Streit um die Zukunft der EU geht quer durch alle politischen Lager. Am heftigsten tobt er in der FDP. Die Hardliner lehnen eine europäische Wirtschaftsregierung ab, jetzt melden sich die Pragmatiker zu Wort - und unterstützen die Pläne der Kanzlerin, die Euro-Zone besser zu verzahnen.
FDP? Diese Partei, die zum Glück wieder dahin zurückgekehrt ist, wo sie hingehört: in den Bereich der 5%-Hürde?

#4 - 29.01.2011, 16:59 von cardiac

Use

Zitat von Claudia_D
FDP? Diese Partei, die zum Glück wieder dahin zurückgekehrt ist, wo sie hingehört: in den Bereich der 5%-Hürde?
Immer diese qualifizierten Kommentare der FDP-Basher, die von Tuten und Blasen keine Ahnung haben, und daher nichts zur Sache beisteuern können.

Ich denke in jeder Partei tobt ein mehr oder weniger unausgefochtener Kampf zwischen jenen, die am Ende eine USE sehen wollen, und jener, die lieber weiter ihr kleines nationalistisches Süppchen kochen wollen.
Eine gemeinsame Währung als Schritt in Richtung USE fordert eine gemeinsame Wirtschafts- und Sozialpolitik. Wieso das nicht gleich zusammen mit dem Euro eingeführt wurde, ist fraglich... Aber diese "Nicht Hü, nicht hott"-Mentalität wird langsam zu einer ernsthaften Belastung.

#5 - 29.01.2011, 17:00 von bfz

Engere Verzahnung?

Die Probleme der EU beruhen auf dem zusammenpferchen der Völker gegen ihren Willen. Um die daraus entstehenden Probleme zu lössen müssen wir also noch enger zusammenrücken. Das kann nur von Politikern kommen. Nur die sind so blöd Probleme mit den Ursachen der Probleme bekämpfen zu wollen.

Blöd blöder Politiker!

#6 - 29.01.2011, 17:04 von NormanR

Nieder mit der FDP

Wie wär`s mit dem Deal: sofortige Mindestlöhne in der Leiharbeit (mindestens 8,50) gegen Eu-Regierung???

Mich wundert sowieso wo im Polit-Barometer schon wieder 5 % herkommen für diese Krüppel!!!
Daß es die Reichen sind ist mir schon klar.

#7 - 29.01.2011, 17:09 von brux

Deutsch-Nationaler Unfug

Wenn die FDP glaubt, sie könnte bei der EU-Skeptikern wildern, irrt sie:

1. Das kann die CSU besser.
2. EU-Skepsis nimmt mit der Bildung ab. Will die FDP wirklich bei den Blöd-Zeitungslesern Stimmen holen?
3. Die Wirtschaft will mehr Europa, nicht weniger.
4. Nationale Politik funktioniert nicht mehr, schon gar nicht im globalen Wettbewerb. Wer glaubt, Deutschland könne sich von Europa abkoppeln, hat den Schuss nicht gehört.
5. Der Zug geht schon lange ab in Richtung Wirtschaftsunion. Wer sich verweigert, kann nicht gestalten.

Immer, wenn die FDP taktisch agiert hat, hat sie verloren.

#8 - 29.01.2011, 17:13 von paml1983

In Wahrheit geht es um die "Weltregierung"...

Zitat von bfz
Die Probleme der EU beruhen auf dem zusammenpferchen der Völker gegen ihren Willen. Um die daraus entstehenden Probleme zu lössen müssen wir also noch enger zusammenrücken. Das kann nur von Politikern kommen. Nur die sind so blöd Probleme mit den Ursachen der Probleme bekämpfen zu wollen. Blöd blöder Politiker!
....................................
Erst gestern sprachen sich sowohl Sarkozy als auch Kanzlerin Merkel dafür aus, daß ein "Ende des Euro" gleichbedeutend mit dem "Ende von Europa" bzw. dem "Ende der EU" sei.
Soll es doch so sein, denn diese Initiative der "Gemeinsamen Wirtschaftsregierung" ist nichts weiter, als eine Art "letzter Versuch" die "Weltregierung" über die Hintertür einzuführen.
Mit der "Klimanarretei" als Grundlage dafür ist man (damit meine ich die Bilderberger) bereits gescheitert, also muss die Wirtschaft herhalten.
Sarkozy ist ein "bekannter Bilderberger" und Merkel steht nichtsahnend unter seinem "schlechten Einfluss"!
Es wird Zeit die undemokratischte Erfindung aller Zeiten, welche es jemals in Europa gab, nämlich die EU-Kommission (Zitat: Baroso - die EU-Kommission ist wahrlich eine undemokratische Institution) mit allen dazugehörigen Apparaten und überflüssigen Bestimmungen abzuschaffen und daß sich die Nationalstaaten wieder auf das konzentrieren, was ihre eigentliche Aufgabe sein muss (laut der jeweiligen Verfassung bzw. des Grundgesetzes), nämlich das Gemeinwesen zum Allgemeinwohle zu organisieren, denn davon sind wir "meilenweit" entfernt!
Verluste aller Art werden verstaatlicht, Gewinn privatisiert. Im Detail machen "besonders Wenige" auf Kosten der "Allgemeinheit" Gewinne und drängen die Einzelstaaten mal mehr mal weniger an den Rand der wirtschaftlichen Existenzfähigkeit und genau daß ist der "Verdienst" der EU in der heutigen Form!
Die FDP scheint die einzige Partei zu sein, welche diesen Zusammenhang wirklich begreift und sich eben nicht ein X für ein U vormachen lässt!

#9 - 29.01.2011, 17:18 von NormanR

Der Crash kommt - nur wann?

cardiac und brux: Schön, dass Sie beide für die EU sind.
Die ist leider gescheitert.
Haben eh nur die Unternehmer und Industriellen davon profitiert. Die Bürger hatten nur die Teuerung zu tragen.
Dazu kommen die Dumpinglöhne über 10 Jahre, die Explosion der Leiharbeit, die auch nur aus Niedriglohn besteht.

Es ist halt wie immer: diejenigen mit Sachwerten sind die Gewinner beim Crash und die Dödel ohne Eigentum, die Dummen.

    Seite 1/9