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G7-Gipfel in Kanada: Viele Worte, wenig Konsens

Justin Tang/ The Canadian Press via AP Beim G7-Gipfel in Kanada sind die Differenzen zwischen den USA und den sechs anderen Weltmächten offen zu Tage getreten. Um eine gemeinsame Abschlusserklärung wurde intensiv gerungen.
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#70 - 10.06.2018, 10:55 von kuac

Zitat von xxgreenkeeperxx
... sagt mir dieses Foto mit Frau Merkel die Hände aufgestützt auf dem Tisch in der Oberlehrerpose. Donald Trump hat dafür nur ein müdes Lächeln übrig. Lass sie doch reden, wen interessiert das schon. Man sieht jedenfalls sofort wer hier Koch ist und wer Kellner. Frau Merkel kann einem einfach nur noch leid tun. Alles was sie anfässt geht schief. Und dabei ist sie doch so von sich überzeugt.
Kommen Sie aus Ihrer Blase raus. Hier geht es nicht um Merkel, sondern um G7 und Weltwirtschaft. Haben Sie etwas dazu zu sagen?

#71 - 10.06.2018, 11:41 von labuday

manche wollen nicht verstehen -

Zitat von stadtmusikant123
Ja, da hat das USA-Team mal wieder "Nägel mit Köpfen" gemacht. Während sich alle anderen irgendwie schmollend produzierten, und tagelang darüber philosophieren, ob nun Abschlusserklärung ja oder nein - wobei man für den Inhalt der Abschlusserklärung diesen Zirkus nicht hätte veranstalten müssen, kommt die USA mit einem handfesten Vorschlag! Der Gipfelpreis geht an das US-Team. Der Rest vom Gipfel in Kanada wird an diesem Vorschlag zu knabbern haben. Da hat man nun monatelang sich die größte Mühe gegeben , die USA als Protektionisten "allererster Kajüte" zu brandmarkten - und nun sowas. Das Geniale an dieser Nummer ist, der Vorschlag ist auf dem Tisch - besser er ist auf der Agenda und wird nun schonungslos offenbaren, wer wirklich am Freihandel interessiert ist, und wer nach Ausflüchten sucht, um sich weiterhin hinter protektionistischen Maßnahmen zu verstecken.
1. wie verträgt sich Trumps oberste Maxime "Ameracan first" mit "absolutem Freihandel"
2. "absoluter Freihandel bedeutet ja auch, daß man noch umfangreichere Vereinbarungen verhandeln und beschliessen muß - geschätzte Dauer: wahrscheinlich 1312 Jahre
3. man überrede China zu einem absoluten Freihandel

Diese 3 Gedanken zeigen, daß Trump entweder wieder Nebelkerzen wirft, geanu wissend, daß er damit die nächsten 3 Jahre überstehen wird oder aber er wähnt sich am Pokertisch (diese einfachen Regeln zu verwtehen, traue ich sogar Trump zu) und meint, full house in der Hand zu haben.

#72 - 10.06.2018, 11:59 von labuday

wenn da der Neoliberalismus schuld hat, dann

Zitat von eulenspiegel2k17
Um Trump zu verstehen, sollte man sich Ghettokinder anschauen. Das ist nicht negativ gemeint. Aber das über Jahrzehnte eingespielte Protokoll trägt nicht mehr. Weder bei Trump noch bei anderen Vertretern der illiberalen Demokratien. Und die klassischen Demokratien geraten zunehmend unter Druck. Zu verdanken haben wir das dem Neoliberalismus mit seiner menschenverachtenden Lehre der Ellenbogengesellschaft. „There's no such thing as society“. 23. September 1987. Thatcher
zählen Sie doch mal mögliche Alternativen auf.
Die 100e von Millionen Tote des Kommunismus/Sozialismus seit Karl Marx ?
Da können alle Weltkriege seit Menschengedenken nicht mithalten, was im Namen der Gleichheit aller Menschen an Morden passiert ist.
Wenn das nicht menschenverachtender ist, hab ich gerne einen Riß in der Schüssel.

#73 - 10.06.2018, 16:34 von oalos

Ganz meiner Meinung.

Zitat von patrick_pronnier
Die kleine Dackels aus Europa haben immer brav getan was Herrchen wollte, bis er sie nicht mehr brauchte. Sprüche wie, man muss sich an Verträge halten, an Abmachungen halten usw, haben die Politik begleitet. Und jetzt stehen die Europäer allein und Merkel und Deutschland mit Ihren Exportüberschüssen haben uns das eingebrockt.Nicht nur schlecht für Europa, für die eigene deutsche Bevölkerung, nein jetzt kommt die Rechnung. Jetzt wird Mère Kel ja doof aus der Wäsche gucken, ob sie die USA wie Griechenland in die Knie zwingen kann, da hab ich meine Zweifel... Liebe Grüße aus Frankreich
Nur der Autor dieses Artikels hat die Markierungshöhe eines Dackels noch nicht begriffen -- gleich im ersten Satz: "Beim G7-Gipfel in Kanada sind die Differenzen zwischen den USA und den sechs anderen Weltmächten offen zu Tage getreten." Welche anderen sechs Weltmächte ? Bwahaha.

#74 - 10.06.2018, 17:44 von xxgreenkeeperxx

@kuac

Das Bild wird ja augenscheinlich in der Welt heftig diskutiert und interpretiert. Von daher fühl ich mich in "meiner Blase" sehr wohl. Zur Weltwirtschaft wäre von meiner Seite zu sagen dass die Globalisierung im Welthandel wohl doch nicht der Weisheit letzter Schluss ist und Mr. Trump sich selbst scheinbar zum Anführer der Globalisierungsgegner auserkoren hat. Und es sieht so aus als ob Mr. Trump derzeit dabei alle "Trümpfe" in der Hand hat. Er ist derjenige, der das Welthandelssystem zum Einsturz bringen kann. Seine schärfste Kritikerin kann dem nichts mehr entgegensetzen und scheint langsam zu erkennen, dass sie Mr. Trump mit ihrer Wirtschafts- und Flüchtlingspolitik in Europa dafür erst die Steilvorlage gegeben hat. Niemals seit dem 2. Weltkrieg waren die "Populisten" in der EU mächtiger. Auch Herr Macron wird das erkennen und seine Schlussfolgerungen daraus ziehen müssen.

#75 - 10.06.2018, 18:56 von HeisseLuft

Das soll jetzt eine Antwort sein?

Zitat von stadtmusikant123
Trump hat genau was vorgeschlagen ? Zollabbau, Abbau von Subventionen usw. läuft alles unter Freihandel. Wer will die Vorschriften für die Verkehrtauglichkeit von Gütern einschränken? Und Freihandelsabkommen sind nur in der EU so langwierig, weil da ein Mega-Bedarf an Protektionismus von Seiten der EU im Spiel ist. Sorry, mein Guter , aber das ist alles alter Kaffee.
Komisch, auf ihren obigen Post passt mein voriger Post immer noch als Antwort. Schauen sie mal:

Es wird noch mal die Frage gestellt werden dürfen, warum dann Trump bei Amtsantritt den Freihandel doch beerdigt hat. Schließlich gab es weit verhandelte Abkommen. Wie glaubwürdig ist die Kehrtwende?

Oder glauben sie, dass sie einen Freihandel durchsetzen können, in dem einfach nur die Zölle und Handelsschranken fallen, ohne sonstige Regeln? Im Ernst? Jedes Land hat bestimmte Vorschriften, die etwa die Umweltverträglichkeit von Produkten betreffen. Ob das nun Wandfarbe ist oder ein Kfz. Die im Allgemeinen nicht einfach unbegründet sind. Oder andere Sicherheitsansprüche an Waren. Oder andere Grenzwerte etwa für Inhaltsstoffe in Lebensmitteln.

Sorry mein Guter, aber dass Freihandelsabkommen so komplex und langwierig verhandelt werden und immer wieder Ausnahmen definiert werden hat durchaus seinen Grund.

Als Ergänzung noch: TPP wurde ebenfalls komplex und langwierig verhandelt.

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