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Giftgasinspektion in Duma: USA werfen Russland und Syrien bewusste Verzögerung vor

AP Auch zwölf Tage nach dem mutmaßlichen Giftgasangriff im syrischen Duma bleibt internationalen Chemiewaffenexperten der Zugang verwehrt. Aus den USA heißt es nun, Moskau und Damaskus behinderten die Untersuchung gezielt.
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#1 - 20.04.2018, 05:57 von quark2@mailinator.com

Also wenn man will, daß Inspekteure schnell vor Ort kommen, dann macht es vielleicht Sinn, das Land nicht mit einer Unzahl an Marschflugkörpern zu beschießen, insbesondere wenn man dann noch auf Stellen zielt, an denen (Gegen-)Beweise sein könnten. Mal ganz davon abgesehen, daß der Beschuß nach der UN-Charta illegal war.

#2 - 20.04.2018, 06:13 von andre1972

Und was wäre zu lesen, wenn

wirklich Experten der OPCW zu schaden kämen...?
Dann würde die Formulierung von "Verzögerung" zu "Sabotage" wechseln oder schlimmeres, die Russen wären Schuld (Assad ja eh) und es gäbe neue Sanktionen - einen Grund würde man finden.
Also ganz dünnes Eis, Damaskus/Russland wird für die Sicherheit der Mission in die Verantwortung genommen.
Auf der anderen Seite wissen dies natürlich auch die Gegner und somit wären die Kontrolleure die perfekten Opfer, denn der Schuldige stände schon fest ...

#3 - 20.04.2018, 06:39 von bran_winterfell

Ist schon merkwürdig...

Während im Netz schon haufenweise Videos und Interviews aus Duma machen, mit 'Funden' und 'Zeugen' und 'Beweisen' für die russischen Versionen (die sich ja ständig ändern), können unabhängige Untersuchungen nicht stattfinden. Man muss schon sehr naiv sein bzw sein wollen, wenn man das alles glaubt und umgekehrt 'den Westen' ständig Lug und Trug vorwirft.

#4 - 20.04.2018, 06:56 von Idinger

Wie zu erwarten

ist es den vereinten Kräften von Russland und Syrien gelungen, die Inspektionen so zu verzögern, dass alle Spuren beseitigt werden können. Das zeigt einmal mehr, daß diese beiden Länder kein wirkliches Interesse an einer unabhängigen Untersuchung haben. Ich verstehe auch nicht, dass die UNO nicht von Anfang an die OPCW-Experten von einem robusten Schutz durch Bewaffnete unbeteiligter Staaten begleiten ließ. Offensichtlich war die Staatengemeinschaft wieder mal zu vertrauensseelig vor allem gegenüber der Assad-Schutzmacht Russland.

#5 - 20.04.2018, 07:27 von Ventil4tor

Kaum verdächtig...

Warum verzögert sich das? Schon wieder mal, wenn es um Untersuchungen geht! Hat Russland nicht gesagt und darauf gedrängt? Damit macht man sich aber unglaubwürdig und verdächtig! Laßt die Leute durch und ihre Arbeit machen! Wer nichts zu verbergen hat, muss doch nichts befürchten...

#6 - 20.04.2018, 07:30 von hinterfragen?

Genau

Da hat ja jemand richtig Vertrauen in das UN-Sicherheitsteam, das beschossen worden ist und deshalb keine Freigabe gibt, aber Hauptsache Russland ist Schuld. Und die Augenzeugen müssen überhaupt nicht beeinflusst werden, weil es den Giftgasangriff so eh nicht gab, wie es Frankreich, USA und Großbritannien uns weiß machen wollen

#7 - 20.04.2018, 07:37 von Botschafter der Kokosnuss

"We have credible information..." - Was aus der Richtung kommt, glaube ich längst nicht mehr ohne weiteres und ist mittlerweile für mich gleichbedeutend mit "I have the feeling that..." und "Someone please believe me...".

Als es diesen mutmaßlichen Giftanschlag in London gab, hatte es 2 Wochen gedauert bis sich die Briten bequemt haben, irgendwelche internationalen unabhängigen Untersuchungen zuzulassen - und da gab es immerhin keinen Bürgerkrieg oder gelegentlichen Beschuss.

Im Grunde wäre es auch nicht Assads oder Russlands Aufgabe gewesen ihre Unschuld zu beweisen, sondern Aufgabe der Angreifer nachzuweisen, dass es einen solchen Giftgasangriff überhaupt gegeben habe.

--> Es handelt sich hier lediglich um Krokodilstränen seitens der USA, denn schließlich wurde ein offenbar völkerrechtswidriger Angriff ihrerseit bereits durchgeführt. Die Fakten sind längst geschaffen. Die Untersuchung könnte somit lediglich nur die US-Version bestätigen - oder wiederlegen. Rückgängigmachen kann sie den Angriff nicht. Es ist außerdem anzunehmen, dass den USA ihr eigenes völkerrechtwidriges Vorgehen eher egal ist. Es wäre ja schließlich nicht das erste Mal.

Also geht es hier maximal um Imagepflege.

#8 - 20.04.2018, 07:52 von peterw

Die bösen Amis

Wahrscheinlich ist an der Verzögerung in den Augen der Linken und Afd auch wieder der böse Westen Schuld. Nein, da werden inzwischen keine Beweise vernichtet, doch nicht von Putin und Assat!

#9 - 20.04.2018, 07:53 von DietzThought

Wie wäre es

mal zu erwähnen dass die OPCW-Mission überhaupt erst auf Bitte von Russland und Syrien losgeschickt wurde, weil im UN-Sicherheitsrat keine Einigung erzielt wurde?
https://www.opcw.org/news/article/opcw-will-deploy-fact-finding-mission-to-douma-syria/
Was macht das bitte für einen Sinn erst die Mission loszuschicken und dann zu verzögern?
Außerdem ist das Gebiet keineswegs abgeriegelt, es waren schon dutzende Reporter vor Ort (z.B. Robert Fisk), die haben Leute befragt und keiner kann sich an einen Giftgasanschlag erinnern! Es gibt jedoch mehrere Zeugen dessen Aussagen auf eine Inszenierung hinweisen. Auch dass hätte im Artikel mal erwähnt werden können. Außerdem steht nicht zur Debatte ob Russland die Untersuchung verzögert oder das UN-Sicherheitsteam:
https://www.opcw.org/news/article/media-alert-update-on-the-deployment-of-the-opcw-fact-finding-mission-to-douma-syria/
Zitat: "I shall only consider such deployment following approval by the UNDSS, and provided that our team can have unhindered access to the sites."
Es sind wohl doch einige Rebellen zurückgeblieben die jetzt die Untersuchung verhindern oder sabotieren sollen, und wenn die Experten dann in 3 Monaten endlich randürfen und nichts finden, dann weil "die Russen natürlich alle Beweise haben verschwinden lassen" etc.

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