Schrift:
Ansicht Home:
Forum
Politik

Gouverneurskandidatin Abrams in Georgia: Sie wäre die Erste

AP Stacey Abrams will die erste schwarze Gouverneurin in der Geschichte der USA werden - im Südstaat Georgia. Doch dafür braucht sie auch die Stimmen weißer Republikaner. Im Wahlkampf mit einer Hoffnungsfigur der Demokraten.
zum Artikel
Im mobilen Forum können sie die Beiträge nur lesen.
Um zu kommentieren, verwenden Sie bitte die Kommentarfunktion im Artikel.
#1 - 06.11.2018, 19:14 von Howeynous

Hoffentlich schafft sie es

Die Umfragen sehen für Frau Abrams gar nicht schlecht aus und sind auch der Grund, warum ihr Gegner sich genötigt sieht, strategisch in die allerunterste Schublade zu greifen und die Wählerlisten zu manipulieren. Stacey Abrams, Beto O'Rourke, Andrew Gillum (mit Abstrichen), Tim Canova, Richard Ojeda, James Thompson, Sarah Smith, Ammar Campa-Najjar, Kara Eastman und Ben Jealous sind einige Namen, auf die ihr heute Nacht oder morgen früh achten könnt, wenn ihr neugierig seid, wie der progressive Flügel in den knappen und umkämpften Wahlen abgeschnitten hat.

#2 - 06.11.2018, 20:26 von Skyscanner

Und dann

dann ist Sie die erste schwarze Gouverneurin, macht Sie dann einen besseren Job, bringt Sie dann den Leuten den Frieden, wie Obama. Der erste schwarze Präsident von Amerika. Der hat die Drohen Flotte verdreifacht hat, der es salonfähig gemacht hat Menschen ohne Gerichtsbeschluss und Verurteilung per Drohe zu killen. Der im seinen letzten Amtsjahr (des Friedensnobelpreisträgers Barrack Hussein Obama) 26'171 Bomben auf 7 Staaten angeworfen, nämlich auf Irak, Syrien, Afghanistan, Pakistan, Jemen, Somalia und Libyen. Das sind 3'027 Bomben mehr als 2015. Diese Zahlen hat nicht irgendeine obskure Webseite veröffentlicht, sondern die Denkfabrik Council on Foreign Relations (CFR) und die hat die Information wiederum direkt aus dem Pentagon. Gute Politiker sollten nicht an der Hautfarbe bejubelt werden sondern am Handeln. Da hat sich der erste schwarze Präsident nicht als Friedensengel wie es die deutschen Medien gerne hätten, hervor getan.

#3 - 06.11.2018, 21:03 von nibal

Max Mustermann

Was man zur Exact-Match-Law vielleicht noch sagen sollte - es sind halt vor allem die Namen von Afroamerikanern die den Behörden Probleme machen und dann falsch geschrieben werden. 90%. Das Gesetz ist so geschickt rassistisch wie es verabscheuungswürdig ist. Und das ist es wofür die grand old party eben gerade steht. Für Wahlbetrug, Wählerunterdrückung, Selbstbedienung und Donald F. Trump.

#4 - 06.11.2018, 21:05 von at.engel

"Stacey Abrams will die erste schwarze Gouverneurin in der Geschichte der USA werden..." - "Ich will Gouverneurin von ganz Georgia werden!"
Genau da ist irgendwo die Grenze zwischen einer aufgeklärten Demokratie und dem amerikanischen Kommunotarismus. Jeder Amerikaner - Frauen wie Männer - kann auch Präsident oder Gouverneur werden, aber "Gouverneurin" kann natürlich nur eine Frau werden, eine "schwarze Gouverneurin" kann natürlich nur eine Afroamerikanerin werden. Eine weiße bzw. eine lateinmarikanische Kandidatin kann das jedenfalls nicht! Genauso wenig wie Obama der erste "schwarze Präsident" war, weil er eben kein "Afroamerikaner" war - jedenfalls für Afroamerikaner - für die Weißen war er natürlich schwarz (was er für Schwarzafrikaner natürlich nicht ist). Und letztendlich war er gefangen in diesen kommunotaristischen Schemen: Er machte so ziemlich alles, nur um nicht der "Präsident der Schwarzen" zu werden.... um eben Präsident aller(!) Amerikaner zu bleiben. Einfach nur noch schizophren!
Der erste schwarze Gouverneur ( seit 1872) war Douglas Wilder (1990) - der war aber natürlich keine Frau. Viel geändert hat es anscheinend nicht.
Die erste Gouverneurin war Nellie Ross (1925) - aber die war natürlich nicht schwarz - und geändert hat es auch nicht viel.
Jetzt warten vielleicht schon manche auf die erste "schwarze Gouverneurin LGTB" - aber ändern würde auch das nicht viel. Und mit Politik hat das jedenfalls überhaupt nichts mehr zu tun.
Ich würde für den Kandidaten stimmen, der mir am geeignetsten erscheint, die Gesellschaft in irgendeinem Sinne zu verbessern, weiterzubringen - und Geschlecht, sexuelle Orientierung, ethnische Herkunft und Geburtsort interessieren mich dabei überhaupt nicht. Ich stimme für das, was ein Kandidat vertritt, und nicht für das, was er ist. Und wenn Trump morgen das Geschlecht wechseln würde, würde ich auch nicht für ihn stimmen.
Zwischen Brian Kemp und Stacey Abrams würde ich ohne zu zögern für Stacey Abrams stimmen - aber sicher nicht, weil sie "jung", "schwarz" oder "weiblich" ist.

#5 - 06.11.2018, 21:14 von lab61

Selektive Wahrnehmung und manipulative Darstellung

Zitat von Skyscanner
dann ist Sie die erste schwarze Gouverneurin, macht Sie dann einen besseren Job, bringt Sie dann den Leuten den Frieden, wie Obama. Der erste schwarze Präsident von Amerika. Der hat die Drohen Flotte verdreifacht hat, der es salonfähig gemacht hat Menschen ohne Gerichtsbeschluss und Verurteilung per Drohe zu killen. Der im seinen letzten Amtsjahr (des Friedensnobelpreisträgers Barrack Hussein Obama) 26'171 Bomben auf 7 Staaten angeworfen, nämlich auf Irak, Syrien, Afghanistan, Pakistan, Jemen, Somalia und Libyen. Das sind 3'027 Bomben mehr als 2015. Diese Zahlen hat nicht irgendeine obskure Webseite veröffentlicht, sondern die Denkfabrik Council on Foreign Relations (CFR) und die hat die Information wiederum direkt aus dem Pentagon. Gute Politiker sollten nicht an der Hautfarbe bejubelt werden sondern am Handeln. Da hat sich der erste schwarze Präsident nicht als Friedensengel wie es die deutschen Medien gerne hätten, hervor getan.
Seit dem Amtsantritt Trumps sind die Drohneneinsätze massiv intensiviert worden. Zugleich sind auch die Regelungen, wann KEIN Drohneneinsatz erfolgen darf, um Kollateralschäden möglichst gering zu halten, von Trump stark aufgeweicht worden, was zu einem sprunghaften Anstieg ziviler, unbeteiligter Opfer geführt hat. Unter Trump wird mindestens ebenso intensiv gebombt.

Obama hat gegen den erbitterten Wiederstand der Republikaner das Lager in Guantanamo nahezu komplett geleert. Zuletzt waren dort gerade noch rund zwei Dutzend Gefangene inhaftiert. Und das auch nur aus zwei Gründen:

1.: Die USA weiß0 nicht, wohin sie die Leute abschieben soll. Wie z.B. auch im Falle des Deutsch-Türken Murat Kurnaz.

2.: Die Republikaner haben zehn Jahre lang Gesetze blockiert, die es ermöglicht hätten, die Gefangenen, denen die USA tatsächlich noch den Prozess machen wollen, auf US-Territorien in ordentliche Bundesgefängnisse zu überführen und vor Bundesgerichten aburteilen zu lassen.


Trump hingegen plant, das Lager wieder zu reaktivieren und aufzufüllen.


Überhaupt scheint Trumps größte Triebfeder die zu sein, möglichst alles, was seinem Amtsvorgänger zugeschrieben werden kann, wieder abzuschaffen, bzw. die demolieren.

#6 - 06.11.2018, 22:00 von horstenporst

Brian Kemp ist als secretary of state in Georgia für die Durchführung und Beaufsichtigung der Wahl zuständig. Als Kandidat in dieser Wahl, sollte er diesen Posten eigentlich räumen. So war das bisher immer üblich. Kemp aber weigerte sich das zu tun. Im letzten Jahr wurden über eine halbe Million Wähler aus dem Wählerregister gelöscht, die angeblich verstorben oder in einen anderen Staat gezogen sind. Tatsächlich leben aber über dreihunderttausend davon immer noch in Georgia. Diese werden nun allenfalls ein provisional ballot ausfüllen können. Werden diese am Ende nicht gezählt, was bisher bei einem großen Teil der provisional ballots der Fall war, könnte das wahlentscheidend sein.
https://truthout.org/articles/georgias-kemp-purged-340134-voters-falsely-asserting-they-had-moved/
https://truthout.org/articles/purged-voters-provisional-ballots-could-decide-georgia-governor-race/