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Politik

Großbritannien: Premierministerin May offen für längeren Übergang zum Brexit

AFP Es kommt Bewegung in die festgefahrenen Verhandlungen zum Brexit: Die britische Premierministerin May lehnt einen längeren Übergang nicht mehr ab - auch, um eine Teilung von Irland durch Grenzkontrollen zu vermeiden.
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#1 - 18.10.2018, 10:58 von k70-ingo

Zitat von Quercus pubescens
Nein. Jetzt haben die Briten zwei Jahre Zeit gehabt, da bringt eine Verlängerung rein gar nichts. Die EU ist mal wieder eingeknickt, und wie ich,....
Allmählich wird es echt bizarr hier - was um alles in der Welt hat Merkel mit dem Brexit zu tun?

Falls Sie die Flüchtlinge meinen: das Thema betrifft GB, eine Insel außerhalb des Schengen-Raumes, gar nicht.
Die Eurokrise übrigens ebensowenig, denn auch dort macht GB nicht mit.

#2 - 18.10.2018, 11:00 von H.Schulz

Die Quadratur des Kreises

May kann nicht liefern, weil die Mehrheitsverhältnisse im britischen Parlament dies nicht zulassen. Es sind schlicht zu viele divergente Interessen im Spiel, die jeden Kompromiss ausschließen und die innere Integrität Großbritanniens gefährden.
Einerseits ist einen breiten Mehrheit bewusst, dass ein Austritt aus Binnenmarkt und Zollunion die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für GB dramatisch verschlechtern, andererseits will man die damit einhergehenden Verpflichtungen und Einschränkungen nicht in Kauf nehmen, sondern unabhängig von der EU Handelsverträge abschließen können. Das sind unvereinbare Positionen, da die EU zu Recht Rosinenpickerei ausschließt und auf die Einhaltung der EU-Regeln im Falle einer Mitgliedschaft in der Zollunion pocht.
Auch das Nordirlandproblem ist im Kern unlösbar, da die protestantischen Unionisten (insbesondere die DUP) auf die Einheit mit GB pochen, die katholischen Republikaner (und die EU) hingegen auf eine offene Landgrenze beharren.
Und Labor wirkt unter ihrem Vorsitzenden Corbyn wie gelähmt, ebenfalls in sich zerstritten zwischen ihrem linken und rechten Flügeln, Brexitern und Remainern.
Eine längere Übergangsphase kann da durchaus helfen. Man kommt damit zwar einer Lösung nicht wirklich näher, kann aber hoffen, dass die nächsten Parlamentswahlen in GB klarere Mehrheitsverhältnisse liefern, so dass dann neu verhandelt werden kann.

#3 - 18.10.2018, 11:01 von ricson

Und das alles nur weil man keine Ausländer mag. Ist den Briten eigentlich klar, dass Indien und Pakistan nicht in der EU sind, und sich daher kaum was an der Anzahl der Ausländer ändert? Die vielen Migranten haben die Briten nicht der EU, sondern der eigenen ?britania rule the Waves? Vergangenheit zu verdanken. Man sollte sich von den brexiteers nicht reinlegen lassen. deren Ziel ist keine Einigung mit der EU, sondern den Zerstörung. Anschliessend will man dann mit einzelnen Staaten verhandeln. Das man als Nationalstaat schwach ist hat man schon erkannt, aber man will doch trotzdem so gerne eine glorreiche Nation sein.

#4 - 18.10.2018, 11:02 von drsamatha

Bitte nicht

was soll eine Verlängerung bringen? Dieses Gepokere würde weitergehen. Die Briten wollten den Brexit, einige auch explizit den harten Brexit, also sollte man ihnen diesen Wunsch auch ohne wenn und aber gewähren. Dieses Taktieren macht es in keinster Weise besser und läßt nur weiter rechte Kräfte - sowohl innerhalb auch auch ausserhalb von GB - erstarken.

#5 - 18.10.2018, 11:04 von r_b

Die Europäische Union hat es versäumt, aus ihrer Ansammlung von Mitgliedsländern einen Staat zu formen.
Nach 1990 hat man sich zu sehr aufgebläht und nichts veranlaßt, wie es "danach" weitergehen sollte. Politische Grupierungen die sich ein Europa der Regionen vorstellen konnten, wie die Freien Wähler, wurden als Rechts bezeichnet und so wurde jede Diskussion über die Zukunft der EU im Keim erwürgt.
Obwohl man während der Wiedervereinigungsverhandlung der Sowjetunion versprochen hatte, keine ehem. Ostblockstaaten aufzunehmen, ist heute Polen, das Baltkum sowie beinahe ganz Südosteuorpa Mitglied in der EU.
Jeder Staat ist gleichberechtigt. Früher hatten die bevölkerungsreicheren Länder mehr gewicht....
Der BRexit, ist ein Zeugnis davon, das diese Europäische Union, ganz ohne Rechtspopulistische PArteien ausienderbrechen wird oder auseinanderbrechen könnte.
Griechenland, gehörte zum damaligen Zeitpunkt, nach den selbst auferlegten Regeln, niemals in die EU.
Heute, so könnte man vermuten, herrscht eher uneinigkeit innerhalb der EU als einigkeit. DIe EU Bosse, verhandeln zum Teil unklug gegenüber Großbritannien. Denn wer, sollte die EU ganz ohne Großbritannien verteidigen, in einem Angriffsfall!? Wäre die NATO nicht vorhanden? DIe Bundeswehr, die jegliche Unterabteilungen wie Panzerwerkstätten privaiisieren lässt? Die trotz des größten Militärhaushaltes seit der Wiedervereinigung nur mühsaam, am Leben erhalten werden kann?
Die Ausrede, das 20/ 25 Jahre-lang gespart wurde, lasse ich langsam nicht mehr gelten. Das politische, wie auch das zum Teil militärische Führungspersonal ist ungeeignet. Und diejenigen, in der Bundeswehr, die Fehler ansprechen und eine hohe Position bekleiden werden abgesägt.....Die EU sollte im Brexit, klüger agieren, Frau Bundeskanzlerin Merkel, spreche ich dies ab. Es wird Zeit das sie als Bundeskanzlerin ihren Hut nimmt. Wenn es sein muss, unrühmlich obwohl sie alle Zeit der Welt hatte, rühmlich in die GEschichtsbücher einzugehen, einst wie Helmut Kohl mit der Wiedervereinigung.
Denn Helmut Kohl hat mit allen Regeln der Gunst, dieses Europa zusammen gebracht. auch wenn man gegen Regeln verstieß
Die heutigen Führungseliten der Volksparteiler, zerstören all das und merken es nicht einmal.

#6 - 18.10.2018, 11:05 von da_pheles

Warum den Komapatienten noch weiter künstlich am Leben erhalten? Die Briten kannten die Frist und das Entgegenkommen der EU ist völlig daneben! Es wird auch in 2 Jahren noch keinen anderen Standpunkt der Briten geben. Irland ist geografisch unteilbar, und wenn es keine feste EU-Grenze über die Insel geben soll, dann gibt es NIE eine Einigung. Die Zeitschinderei bringt rein gar nichts, außer das jede Menge Geld verbraten wird für noch einen Sondergipfel und noch einen... Ein Sonderstatus für die ganze irische Insel wäre der einzige Kompromiss, der aber weder seitens der EU noch seitens der Republik Irland tragbar ist. Das Problem hat sich nie geändert, die Briten wollen ihre selbsterzeugte Zwickmühle nicht wahrhaben. Brexit ist der Anfang vom Zerfall des Königreichs. Nordirland wird gehen - Schottland wird gehen. Rolle rückwärts nicht mehr möglich? Lieber ewig Rumdrucksen?

#7 - 18.10.2018, 11:06 von bürgergeld2

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Übersetzt heißt das: Der Brexit findet nicht statt. Was ja auch schon seit dem Referendum immer klar war. Weil schlichtweg kein Land aus der EU austreten kann ohne wirtschaftlichen (und auch politischen) Selbstmord) zu begehen. :-)))))

#8 - 18.10.2018, 11:07 von hansulrich47

Nur noch lächerlich!

Einige Monate mehr? Um dann wieder festzustellen, es gibt keine Lösung? Den Knoten durchschlägt keiner. Entweder eine Aussengrenze zwischen Irland und Nordirland oder eine in der irischen See. Das ändert sich nicht durch warten. Nur ein Witzbold wie Boris Johnson glaubt, dafür eine Lösung zu haben.

#9 - 18.10.2018, 11:07 von viceman

sie hat doch keine andere wahl,

die zeit nutzen jetzt " die institutionen" um den brexit wieder rückgängig zu machen. wäre typisch EU , wählen solange /so oft, bis das ergebnis brüssel und den herrschenden konzernen passt...

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