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Politik

Integration: Merkel erklärt Multikulti für gescheitert

Kanzlerin Merkel stellt sich in der Integrationsdebatte hinter Horst Seehofer, der mit einem "Sieben-Punkte-Plan" die Zuwanderungsdebatte neu anstachelt. Auch in der Union*regt sich Kritik gegen die Thesen des CSU-Chefs.
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#90 - 16.10.2010, 21:23 von Medienkritiker

grosser Schaden?

Zitat von willhy
Selbstverständlich ist Multi-Kulti gescheitert. Gott sei Dank wird es endlich bemerkt. Es gibt auf unserem Planeten kein einziges Multi-Kulti-Land in dem die einheimische Bevölkerung nicht Schaden erleidet....
Worin liegt Ihre Aussage begründet? ist der Schaden das unser Land nicht nur Arier beheimatet? ist es das schlechte Essen vom Türken?

#91 - 16.10.2010, 21:24 von tzünisch

Zitat von Baul
Da kommt sie aber bald darauf! Danke Thilo! Warum müssen PolitikerInnen immer erst Druck aus der Bevölkerung haben? Sind sie unfähig selbst Erkenntnisse zu machen und Entscheidungen zu treffen? Wozu brauchen wir sie dann?
Wir brauchen sie, damit sie uns in einigen Monaten erstaunliche Erkenntnisse enthüllen.

Aus geheimen Quellen, die nicht näher genannt werden dürfen, hier schon einige Vorankündigungen.

Mutti Merkel wird enthüllen, daß:
- die Wiedervereinigung doch etwas Geld gekostet hat,
- der Solidaritätszuschlag wurde nicht, wie vorher hoch und heilig versprochen, nach einem Jahr wieder abgeschafft,
- es könnte sein, daß das Konzept "Fördern und Fordern" nicht ganz so toll funktioniert hat, wie bisher angenommen,
- es gibt vage Anzeichen dafür, daß DER AUFSCHWUNG nicht bei der mittelständischen Industrie und den Arbeitnahmern angekommen ist und
- einige schwache Anzeichen könnten darauf hindeuten, daß der bundesdeutsche Michel von den Banken kürzlich fürchterlich verarscht wurde

#92 - 16.10.2010, 21:25 von willhy

Zitat von mkalus
Definieren Sie mir bitte doch mal was sie unter "Schaden" verstehen? Gesellschaften aendern sich, haben sie schon immer. Wo sich Kulturen begegnen findet ein Austausch statt. Auch in Deutschland war und ist das der Fall. Das Deutsch das vor 60 Jahren oder so gesprochen/ geschrieben wurde ist nicht mehr das selbe wie heute. Eine Gesellschaft die sich nicht aendert / entwickelt / kooperiert ist Tot.
Beispiele USA und Australien:
Für die Urbewohner war die europäische Masseneinwanderung über Jahrhunderte die reinste Katastrophe: Sowohl die Aborigines wie die Indianer wurden durch Vertreibung und Massaker zu Minderheiten im eigenen Land. Sie leben noch heutzutage weitgehend am Rand der Gesellschaft und leiden unter hoher Arbeitslosigkeit, Alkoholismus usw. Auf der australischen Insel Tasmanien wurden die Urbewohner im 19. Jahrhundert vollkommen ausgetilgt.
Die australischen und amerikanischen Beispiele bilden gewiss Extremfälle. Abhängig davon, wie viele Migranten sich in einem Land niederlassen und wie sie sich verhalten, ist Einwanderung keineswegs zwingend ein Segen.

#93 - 16.10.2010, 21:26 von rabenkrähe

Nur Hocghqualifizierte?

Zitat von whitemouse
Sie haben schon recht. Aber es gibt heute anders als in der alten Bundesrepublik für die Bürger ein Identifikationsproblem. Die alte Bundesrepublik ermöglichte die Identifikation durch drei Merkmale: - die Verfassung (GG) - die DM (Wohlstand für alle) - die Friedfertigkeit (keine Auslandseinsätze). Davon gibt es nur noch die Verfassung, die aber auch in einigen wesentlichen Punkten (z.B. Ziel gleiche Lebensbedingungen) niedergemacht wurde. Womit soll sich der Bürger eigentlich heute identifizieren? Da kommt dann so ein Wabbelbegriff ohne Inhalt wie der von der Leitkultur. Was soll das sein, so eine Mischung vom Winterfest der Volksmusik und den gesammelten Worten des Vorsitzenden Seehofer? Einiges allerdings sollte klar sein: - Wenn es um weitere Zuwanderung geht, hat unser Land Interesse nur an Qualifizierten. Dazu sollte es Einwanderungsregeln geben. - Einwanderer sollten anpassungsbereit und -fähig sein. - Bestimmte Regeln -wie etwa die des Tierschutzes- dürfen (anders als so manchmal in der Vergangenheit) nicht zur Disposition gestellt werden. Betäubungsloses Schächten darf nicht erlaubt werden, weder für Moslems noch Juden. Religiöse Extremisten brauchen wir sowieso nicht.
Und wer soll dann lecker-Döner grillen? Hochqualifizierte etwa?
Und wer soll die demente Mutter zu Hause pflegen? Hochqualifizierte etwa?
Und wer soll Kernkraftwerke reinigen? Hochqualifizierte etwa?
Und wer soll den Spargel stechen? Hochqualifizierte etwa?
Und wer soll die Ladungen im Hafen für 30 Euro am Tag löschen? Hochqualifizierte etwa?
Es ist schon bemerkenswert, daß white collar- Berufstätige erwünscht sind, jene aber, die die Drecksarbeit machen, für die sich Einheimische viel zu schade sind, offensichtlich rausgeschmissen werden sollen.
Vielleicht verwechseln viele die Auseinandersetzung mit Migration mit einem Exzeß der Egozentrik?
Stehen wir nach dem gemeinen Nationalsozialismus nun vor einer Epoche des Narzismus?
rabenkrähe

#94 - 16.10.2010, 21:27 von KaplanK

?

Zitat von willhy
Selbstverständlich ist Multi-Kulti gescheitert. Gott sei Dank wird es endlich bemerkt. Es gibt auf unserem Planeten kein einziges Multi-Kulti-Land in dem die einheimische Bevölkerung nicht Schaden erleidet....
Meinen Sie Länder wie die USA oder Australien usw.?

#95 - 16.10.2010, 21:27 von uho

In Niedersachsne ist es so, daß die Migranten schon mehr als 50 % Anteil ...

Zitat von Eldegar
Aus dem Artikel: ... Gruß, Eldegar
an der Bevölkerung in den Großstädten haben und die Migranten selbst geben inzwischen die Kurse.

#96 - 16.10.2010, 21:28 von Izmir.Übül

Türken

Zitat von Walther Kempinski
Merkel wird viele Stimmen verlieren. Die eingebürgerten Neudeutschen, werden solch ein Gepolter nicht gutheißen. Außerdem ist das Problem ja nicht der Zuzug von "Moslems". Sondern die Freizügkeit innerhalb der EU ab dem 1. Mai. Das hat aber nichts mehr mit Moslems zu tun. Eine Einwanderung von Türken zB findet gar nicht mehr statt. Es wandern mehr aus als ein.
Genauer gesagt wandern gut Ausgebildete aus und schlecht bzw. gar nicht Ausgebildete ein.

#97 - 16.10.2010, 21:28 von semipermeabel

Zitat von doc_c
Fast schon Bild-Zeitungsniveau, aber passt ja zu denen, die's verzapfen. ... \polemik aus
Problem: ist zu teuer, und die kinderreichen Schwaben ausm Prenzlberg und überall in der Republik möchten nicht, dass ihre Kinder durch die Immigranten am "natürlichen" Aufstieg gehindert werden. Die sollen dann doch lieber in ihren Ghettos bleiben, nehmen den Kids ja nur die guten Studienplätze weg...
Nicht nur das! Sie wollen auch ab 22 Uhr die Bügersteige rund um den Kollwitzplatz hochgeklappt haben!

PS: keine Ironie, keine Polemik.

#98 - 16.10.2010, 21:32 von willhy

Auf Thema antworten

Zitat von alexl1966
....haben Sie eigentlich mal in Geschichtsbücher geguckt? Volksgruppen waren schon immer in Bewegung und haben Ihre Umwelt permanent verändert (nennt man auch Völkerwanderung gab es immer,gibt es heute und wird es immer geben)! Nichts ist so beständig wie die Änderung! Und ich nehme genauso Schaden, wenn irgendwelche deutschen Arbeitsverweigerer unser Sozialsystem ausnutzen als wenn ds zufälligerweise ein Mensch tut, der aus einem anderen Kulturkreis kommt!
Völkerwanderung ist ein verharmlosender Begriff.
Es waren in der Geschichte immer kriegerische Auseinandersetzungen......
die würde ich gerne vermeiden,
deshalb darf es innerhalb eines gegebenen Territoriums nur für ein gesellschaftliches System geben.

#99 - 16.10.2010, 21:33 von HighFrequency

.

Zitat von tsitsinotis
Lassen Sie mich einen Leserbrief von Bärbel Haude, Göttingen, in der taz betr."Migrantenlehrer bestehen auf Deutsch", taz vom 22.9.10 zitieren: "Alle, die im Gefolge von Herrn Sarrazin Rezepte und Hinweise auf Versäumnisse parat haben und dabei "Deutsch lernen!" als erste Forderung für Migranten aufstellen, sollten verpflichtet werden, sich in Berlin im Französischen Dom im Hugenottenmuseum die Dokumentation einer vorbildlich gelungenen Integration sehr genau anzusehen. Der Große Kurfürst, der den calvinistischen "Réfugiés" aus Frankreich in Berlin Tor und Tür geöffnet hatte, so dass sie zeitweise 20 Prozent der Stadtbevölkerung ausmachten, forderte, dass deren Kinder in der Schule vor allem Französisch lernen müssten. Seine Begründung: Nur wer die eigene Sprache und Kultur kenne und liebe, könne eine andere wertschätzen und annehmen. Das wirkte so nachhaltig, dass Fontane später über seine (und Thilo Sarrazins) hugenottischen Vorfahren schreiben konnte: "Land-Fremde waren wir, nicht Herzens-Fremde". Wer heute den Gebrauch der Herkunftssprachen in den Schulen unterdrückt,..., könnte beim Großen Kurfürsten lernen, dass das ein gefährlicher Fehler ist."
Wie der britische Mathematiker und Philosoph Bertrand Russell einmal bemerkte, ist der unsinnige Gebrauch von Analogien ein Zeichen nutzloser Verschrobenheit.

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