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Italiens Innenminister Salvini: Plötzlich Flüchtlingshelfer

Roberto Monaldo/LaPresse/ ZUMA/ DPA So kennt man es: Italiens Innenminister Salvini pöbelt gegen Flüchtlinge. Nun aber lässt er 147 Migranten aus libyschen Lagern ins Land holen - per Staatsflieger. Spoiler: Nächstenliebe ist nicht der Grund.
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#1 - 30.04.2019, 22:19 von haarer.15

Flüchtlingshelfer Salvini

Wie erklärt sich das ? Diese abrupte Haltungsänderung Salvinis gibt natürlich Fragezeichen auf. Das kommt sicher nicht von ungefähr. Ein gewisses Faustpfand scheint der Ko-Partner, die 5-Sterne-Partei evtl. doch in der Hand zu haben. Hat etwa Luigi di Maio Salvini Druck gemacht, damit die dunklen Machenschaften und mafiösen Verbindungen seiner Lega nicht ans Tageslicht gelangen ? Oder hat der Papst seinen Einfluss geltend gemacht ? Wir wissen nur wie gesagt, dass es Nächstenliebe ganz sicher nicht war.

#2 - 30.04.2019, 22:20 von Fuscipes

Salvini entdeckt sein großes Herz, heute scheint der H(a)umanismus großflächig ausgebrochen, die Europawahlen stehen auch bald an, da ist eine kleine uneigennützige Spende durchaus angebracht, da ginge noch mehr.

#3 - 30.04.2019, 22:38 von shingles

Fass ohne Boden

Wenn man immer sagt "Grenzen zu" etc. und dann doch wieder Flüchtlinge ins Land holt motiviert das doch nur noch mehr Leute sich nach Europa aufzumachen. Und das ist ein Fass ohne Boden, der "Flüchtlings"-Strom (weil seien wir ehrlich, der Großteil sind Wirtschaftsflüchtlinge und hat somit keinen Anspruch auf einen Flüchtlingsstatus) wird nicht plötzlich aufhören.
Es muss endlich eine politische Entscheidung her, einheitlich für die ganze EU. Und das wird eine harte Entscheidung sein müssen mit der man sich viele Feinde macht, auf der einen oder anderen Seite.
Aber es hilft doch nichts wenn man Jahrelang nur rumlabert, sich alle paar Monate/Jahre umentschieden wird, je nachdem wer an die Macht gekommen ist oder welche Seite gerade politisch Aufwind hat.
Der Status quo bleibt bestehen und am Ende führt das zu mehr sozialen Konflikten innerhalb der EU und mehr Leid in Afrika etc.
Ohne klare Fahrrichtung in kurzer Zeit wird alles nur schlimmer für alle.

#4 - 30.04.2019, 22:55 von spaceagency

lustig ist es schon

es gibt offensichtlich schlicht keine normale neutrale Berichterstattung zu Italien aus Deutschland. Einmal ist sie verklärt Mandolinen etc und dann verachtend mit Titelblatt Galgen am Nationalfeiertag. Normal NIE....aus der ital. Regierung werden dann Italo Regenten. Müssen immer offene oder unterschwellige Kommentare mitschwimmen, despektierliche Ideen? Nun hat Italien Flüchtlinge eingeflogen. Erstens ist es nicht das erste Mal, zudem sin in den letzten Jahren 600.000 Menschen vorallem von Italiener gerettet worden. Auch unter Salvini gab es Ankommende. Wäre es nicht informativer endlich einmal zu beleuchten was eigentlich in Libyen passiert? Die deutsche Berichterstattung zu Libyen ist KATASTROPHAL. Der Korrespondent in Rom hätte Zugang zu Information und könnte ja auch mal jemand der Regierung interviewen?

#5 - 30.04.2019, 23:52 von Aison'

Afrika wächst unkontrolliert

Zitat von shingles
Es muss endlich eine politische Entscheidung her, einheitlich für die ganze EU. Und das wird eine harte Entscheidung sein müssen mit der man sich viele Feinde macht, auf der einen oder anderen Seite.
Nüchtern betrachtet gibt es nur eine vernünftige Entscheidung, und das ist eine Abschottung Europas von Afrika. Alle anderen Entscheide bedeuten den Untergang Europas. Jeden Tag nimmt die Bevölkerung Afrikas so stark zu wie Europa zu Flüchtinlgshochzeiten nicht einmal pro Jahr aufnahm. Es ist schlicht nicht möglich irgendwelche Probleme Afrikas durch Aufnahme von Flüchtlingen zu lindern oder gar zu lösen. Afrika kann nur noch sich selbst helfen und das geht am besten, wenn wir uns möglichst raus halten - und das betrifft auch Entwicklungshilfe. Entwicklungshilfe hat eigentlich nur dazu geführt, dass die Bevölkerung jetzt unkontrolliert wächst.

#6 - 01.05.2019, 00:08 von minimalmaxi

"Wäre es nicht informativer endlich einmal zu beleuchten was eigentlich in Libyen passiert? "
Verstehe ihre Frage nicht. Die katastrophale Lage in Lybien ist doch kein Geheimnis. Läuft auch gerade auf ARTE: Endstation Lybien. Was dort passiert, ist Ergebnis der EU-Politik incl. Welcome Merkel. Grausam.

#7 - 01.05.2019, 00:47 von totalausfall

Finde ich gut!

Salvini ist konsequent und bleibt sich treu.

So ein Hilfskorridor, wo Italien Leute ÜBERPRÜFT und ABHOLT, ist schließlich das Gegenteil von (Massen)Zuwanderung.
Man weiß wer kommt, der Status ist schon vor Einreise geklärt und vor allem ist die Einreise sicher.

Letztendlich ist das der einzige Weg, den Europa gehen kann wenn man einerseits nicht von der Massenmigration davon gespült werden will, andererseits aber noch in den Spiegel gucken können will als "guter Mensch" und "Christ".

Wenn jedes EU-Land beispielsweise ein zwei Flieger pro Woche nehmen würde (vereinfacht, natürlich anteilsmäßig in der Realität), käme da ganz schön was zusammen pro Jahr. Und zwar an echten Flüchtlingen, deren Angaben geprüft wurden etc.pp.

Das wäre auch politisch vermittelbar, denn auch weite Teile der CSU und AFD Wähler sind keine Unmenschen!

#8 - 01.05.2019, 01:05 von MagittaW

Was war noch mit Obama?

Seltsam ist sie schon, also die Berichterstattung!
Da schimpft, andere sagen hetzt, Salvini gegen illegale Migranten, die kriminell sind, evtl vergewaltigen, morden oder sonst was für Graumsamkeiten als vorgebliche Flüchtlinge anstellen, und dann evakuiert er mal wirklich Hilfsbedürftige.
Und was macht die deutsche Presse? Das Erwartbare!
Dabei liegt Salvini hier eben auch richtig! Die Italiener können durchaus unterscheiden, ziwschen hochkriminellen Migranten und hilfsbedürftigen Menschen. Wenn man die Kriminellen Migranten wenigstens schnell wieder los werden würde, würde die Wut der Bevölkerung geringer sein. Aber das ist ja offensichtlich unmöglich im "Rechtsstaat", wo Kriminelle illegale Migranten besser geschützt sind, als Einheimische. Wo es leichter ist illegal ein- und auszureisen, als jemanden rechtskräftig abzuschieben.
Unser Rechtssystem ist ein Witz!
Und wie viele Flüchtlinge hatte Obama aus Libyen ausgeflogen?

#9 - 01.05.2019, 02:01 von Brinke

Zitat von shingles
Wenn man immer sagt "Grenzen zu" etc. und dann doch wieder Flüchtlinge ins Land holt motiviert das doch nur noch mehr Leute sich nach Europa aufzumachen. Und das ist ein Fass ohne Boden, der "Flüchtlings"-Strom (weil seien wir ehrlich, der Großteil sind Wirtschaftsflüchtlinge und hat somit keinen Anspruch auf einen Flüchtlingsstatus) wird nicht plötzlich aufhören. Es muss endlich eine politische Entscheidung her, einheitlich für die ganze EU. Und das wird eine harte Entscheidung sein müssen mit der man sich viele Feinde macht, auf der einen oder anderen Seite. Aber es hilft doch nichts wenn man Jahrelang nur rumlabert, sich alle paar Monate/Jahre umentschieden wird, je nachdem wer an die Macht gekommen ist oder welche Seite gerade politisch Aufwind hat. Der Status quo bleibt bestehen und am Ende führt das zu mehr sozialen Konflikten innerhalb der EU und mehr Leid in Afrika etc. Ohne klare Fahrrichtung in kurzer Zeit wird alles nur schlimmer für alle.
Nein die große Mehrheit sind eben keine Wirtschaftsflüchtlinge und niemand gibt alles auf und riskiert sein Leben und das seiner Kinder für Hartz4. Aber ansonsten haben Sie recht, es muss was getan werden und das dringend! Die Fluchtursachen sind klar: Krieg und Ausbeutung! Wenn die NATO weiterhin teile Afrikas und des Nahen Ostens zerbombt und unser krankes Wirtschaftssystem diese Regionen gnadenlos ausbeutet, dann wird sich niemals etwas ändern sondern nur schlimmer werden. In einer besseren Welt würden Länder die andere Länder in Schutt und Asche bomben, diese hinterher auch wieder aufbauen müssen. In einer besseren Welt würden Regierungen die Kriege aufgrund von nachweisbaren Lügen anzetteln dafür zur Verantwortung gezogen werden und in einer besseren Welt würden eben diese Länder auch die Kriegsflüchtlinge aufnehmen müssen, die sie selbst geschaffen haben. Stattdessen kriechen wir weiterhin den größten Kriegstreibern dieser Welt in den Allerwertesten und schauen weg. Wie wäre es statt die Rüstungsausgaben zu erhöhen aus der NATO auszutreten und sich zur Neutralität verpflichten? Das wäre mal ein Anfang und ein deutliches Signal an die Welt. Was wäre wenn? Marschieren dann morgen die Russen ein? Oder die Iraner? Nordkorea? Gar die Franzosen? Wohl kaum...Was hat die NATO seit der Wende eigentlich gebracht? Glaubt hier wirklich irgendjemand es gäbe mehr Krieg, mehr Terror wenn es die NATO nicht gäbe? Was haben Irak, Afghanistan, Lybien, Syrien, Somalia gebracht? Was hat der angebliche Krieg gegen den Terror gebracht? Haben wir mehr Frieden, weniger Terror? Wohl kaum...Was wäre wenn man die Billionen, die man in den letzten 30 Jahren für sinnlosen Krieg ausgegeben hat, in zivile Infrastruktur, Bildung, Gesundheit, Forschung investiert hätte? Träumen darf man ja noch..

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