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Klimakrise: Deutschland tritt Kohleausstieg-Allianz bei

picture alliance/ imageBROKER Deutschland wird Mitglied der internationalen Allianz für den Kohleausstieg. Umweltministerin Schulze spricht von einem "starken Signal" - allerdings gehören dem Bündnis bislang nicht allzu viele Länder an.
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#1 - 22.09.2019, 08:20 von ingen79

Solange China und

Indien sowie die USA nicht mitmachen wird das nicht viel bringen . China verbrennt heute pro Jahr so viel Kohl wie Deutschland in 100 Jahren verbrannt hat

#2 - 22.09.2019, 08:50 von Gluehweintrinker

Wieso nicht null Gigawatt bis 2030?

Ja, man kann fröhlich einem sehr wohlklingenden Club beitreten, ohne sich über das Mindestmaß hinaus anstrengen zu müssen. Was nützt mir der Beitritt in den "CZRDW = Club zur Rettung der Welt", wenn in dessen Satzung nur steht, dass ich als Mitglied gespülte Joghurtbecher in die gelbe Tonnenzu werfen habe?

Die Klimaziele der Bundesregierung sind Augenwischerei und ein kruder Mix der Zauderei, Ängstlichkeit vor Gelbwesten und Unausgegorenem, und über allem schwebt die unberechtigte Hoffnung, dass schon alles so schlimm nicht kommen werde, der mündige Verbraucher schon selbst als kohlenstoffneutrale Ideen kommem werde und man sich über die nächsten Wahlperioden hinwegretten könne.

So wird das nichts mit ambitioniertem Klimaschutz. Wer Jahrzehntelang mit der Abrissbirne ganze Landschaften und Siedlungen in Schutt und Asche legte, wird mit einem Handfeger und Kehrblech kaum etwas ausrichten können, genau so aber ist das Verhältnis aus Zerstörung und Reparaturversuch anzusehen.

Es scheint keinen Willen zu echten Lösungen zu geben, weil diese wirklich einschneidend wären und eine Abkehr vom bisherigen Lebensstil in vielen Bereichen bedeuten würden. Man scheut sich also, den Regierten reinen Wein einzuschenken und lullt sie mit Pseudomaßnahmen ein. Wir steuern mit der Groko weiter in die Klimakatastrophe hinein. Nichts wird gut. Nicht einmal wird es etwas besser.

#3 - 22.09.2019, 08:53 von hooge789

Schneller bitte

Bleibt zu hoffen, dass andere Länder schneller aus der Kohle aussteigen und Deutschland den Weg zeigen.

#4 - 22.09.2019, 08:55 von neurather

Mal wieder Symbolpolitik...

... statt aktivem Handeln. Gleichzeitig wird der Kohleausstieg in Deutschland vertrödelt. Die schlimmsten CO2- und Dreckschleudern im rheinischen Revier könnte man sofort stilllegen und stattdessen bestehende Gaskraftwerke nutzen. Würde ca. 8 Milllionen Tonnen CO2 pro Jahr einsparen, das ist das Vierfache der Emissionen des gesamten innerdeutschen Flugverkehrs. Aber die veralteten und extrem ineffizienten Blöcke in Niederaußem, Neurath und Weisweiler laufen mit Unterstützung der Groko und der NRW-Landesregierung noch viele Jahre weiter. So ist Deutschland bestimmt kein Vorbild in der internationalen Allianz für den Kohleausstieg.

#5 - 22.09.2019, 09:01 von Viking1957

Schön und gut, aber ohne den Wiedereinstieg in moderner, sicherer und abfallarmer Kernenergie, werden wir unseren Wohlstand gefährden und unsere Umwelt durch Windkraft und Maisanbau zerstört haben.

#6 - 22.09.2019, 09:10 von Homer-Jay

Das Kohleabbau-Verlängerungsbündnis

Ein Bündnis, welches gegen jeden wissenschaftlichen Rat den Kohleausstieg krampfhaft versucht bis 2038 zu verlängern ist ein irrsinniger Skandal, der die Augenwischerei der Politik der letzten Jahrzehnte offenbart.

#7 - 22.09.2019, 09:36 von MikeRubato

Das Klimapaket ist genau richtig!

Ich hätte es nicht geglaubt, aber die Groll handelt genau richtig. Bei der medial überhysterisierten Stimmung müsste etwas getan werden. Gleichzeitig teilt die große Mehrheit der Bevölkerung die Hysterie nicht, sondern will gut durchdachte, langfristig wirksame und realisierbare Maßnahmen anstatt teuer-naiver Schnappschüsse, wie von FFF und den anderen Linksgruppen gefordert. Diese Gruppen wollen den Klimawandel instrumentalisieren, um gegen das verhasste Auto, das sie selbst sich nicht leisten können, und gegen den Kapitalismus, in dem sie selbst nicht erfolgreich sind, vorzugehen. Ich bin sicher, von diesen Gruppen werden wir noch massive Gewalt sehen, die mit Anschlägen aus SUVs beginnen und mit Angriffen auf deren Fahrer oder Politiker noch nicht enden wird. Dagegen sollte jetzt schon vorgegangen werden, z.B. indem Videomaterial von den Demos erstellt wird. Für das Klima brauchen wir einem Mix aus Kernkraft, Solarkraftweren a la Desertec und neue Technologien bis hin zum Geoengineering. Das wird schon alles gut handhabbar sein, allerdings muss das Bevölkerungswachstum gebremst werden, denn das wahre Problem liegt dort, wo zu viele Menschen in heute schon unwirtlichen Gebieten leben und kaum Ausweichräume haben. Es müssen zusätzlich zu den Klimakonferenzen endlich auch Bevölketungskonfrrenzen stattfinden!

#8 - 22.09.2019, 09:46 von twike-fahrer

Respekt

Respekt was Svenja Schulze auf den Weg gebracht hat. Vielen mag das zu langsam, manchen zu schnell sein.Ich finde es beeindruckend wie sie mit freundlicher Art sehr hartnäckig die unterschiedlichen Lager zusammen bringt. Der SPD-Anteil an erfolgreicher Regierungsarbeit ist überwältigend. Als bisher nicht-SPD Wähler werde ich meine Wahlentscheidung künftig überdenken. Und was macht gleichzeitig die Kanzlerin? Wirft Ihre vermeintliche Nachfolgerin aus dem gemeinsamen Flugzeug nach New York. Abgesehen von dem Umweltfrevel kostet das uns Steuerzahler ja nur eine halbe Million. Ich halte AKK für ungeeignet, aber das klingt nach unterirdischem Mobbing in der CDU.

#9 - 22.09.2019, 09:48 von tinnytim

So siehts leider aus

Zitat von neurather
... statt aktivem Handeln. Gleichzeitig wird der Kohleausstieg in Deutschland vertrödelt. Die schlimmsten CO2- und Dreckschleudern im rheinischen Revier könnte man sofort stilllegen und stattdessen bestehende Gaskraftwerke nutzen. Würde ca. 8 Milllionen Tonnen CO2 pro Jahr einsparen, das ist das Vierfache der Emissionen des gesamten innerdeutschen Flugverkehrs. Aber die veralteten und extrem ineffizienten Blöcke in Niederaußem, Neurath und Weisweiler laufen mit Unterstützung der Groko und der NRW-Landesregierung noch viele Jahre weiter. So ist Deutschland bestimmt kein Vorbild in der internationalen Allianz für den Kohleausstieg.
Robert Habeck hat mal in einem Interview auf die Frage, wann er sich ein Enddatum für den Kohleausstieg wünsche eine sehr simple Tatsache erläutert: Es spiele überhaupt gar keine Rolle, wann wir das letzte Kohlekraftwerk ausschalten, solange wir die dreckigsten möglichst schnell vom Netz nehmen.
Und genau diese scheinbar einfache Weisheit hat in der Groko offensichtlich niemand mit Verantwortung bisher verstanden.
Vor knapp zwei Jahren gab es die Sondierungsgespräche zu einer Schwarz-Grün-Gelben Koalition, in deren Laufe unter anderem das sofortige Abschalten von 7 GW Kohlekraftwerken drin Stand.
Die Bundesnetzagentur gab dafür ihr OK, weil sie dir Versorgungssicherheit dank der Überkapazitäten - Sie erwähnten ja die Gaskraftwerke - nicht gefährdet sah.
Wenn man diese 7 GW vor eineinhalb Jahren abgeschaltet hätte, hätte das einen ähnlichen Effekt gehabt, wie wenn man heute 10 GW vom Netz nehmen würde. Schon klar, verbindlich unterschrieben haben wir nur, dass wir bis zum 31.12.2029 unsere Emissionen um 65% zum Stand von 1990 drosseln, aber dem Klima täte es deutlich besser, diese Drosselung nicht linear oder gar progressiv zu gestalten sondern degressiv - am besten ab morgen.

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