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London: Mehr als 500.000 Briten demonstrieren für zweites Brexit-Referendum

VICKIE FLORES/ EPA-EFE/ REX/ Shutterstock In weniger als einem halben Jahr will Großbritannien die EU verlassen. Die Kampagne "People's Vote" kämpft für ein neue Brexit-Abstimmung - Hunderttausende kamen zu ihrer Demo in London.
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#1 - 20.10.2018, 19:12 von purefrancis

Hoffentlich..

...findet diese beeindruckende Bewegung Gehör bei den politisch Verantwortlichen. Jetzt, da so langsam klar wird, welche Folgen ein Austritt hätte, sollten die Briten richtigerweise eine zweite Chance erhalten, darüber abzustimmen. Das erste Voting bezog sich auf einen Blankoscheck.

#2 - 20.10.2018, 19:20 von Generica

Schlechte Verlierer

Die Motivation der Demonstranten ist klar, im Grunde sind sie schlechte Verlierer. Das allein ist selbstverständlich noch kein Argument gegen ein zweites Referendum. Das Problem damit ist viel mehr die Idee von "so oft abstimmen, bis das Ergebnis stimmt". Natürlich sollte man in der Demokratie nicht für immer an das Ergebnis einer Wahl gebunden sein, aber zwei Jahre sind ein lächerlich kurzer Zeitraum, um alles über den Haufen zu werfen. Das Ergebnis der Wahl ist noch nicht einmal ersichtlich und schon will man sich umentscheiden. Gehen wir doch einmal davon aus, dass ein zweites Referendum gegen den Austritt durchgeführt wird und Erfolg hat. Welches vernünftige Argument haben die Remainer dann noch gegen ein weiteres Referendum für den Austritt in zwei Jahren? Zwei Jahre wurden als der angemessene Abstand zwischen Abstimmungen zum selben Thema festgelegt, also führen wir alle zwei Jahre ein Referendum durch... bis man sich irgendwann entgültig entscheiden muss, weil keiner mehr Lust hat abzustimmen. Anstatt also die Demokratie derartig zu entstellen, sollte man sich auf EIN Ergebnis festlegen und das für eine Ausreichend lange Zeit beibehalten. Das eine Ergebnis der ersten und hoffentlich einzigen Abstimmung in den nächsten zehn oder zwanzig Jahren.

#3 - 20.10.2018, 19:23 von brocki68

Brexit

Verstehe ich nicht warum man immer noch über den Exit vom Brexit spricht. Das englische Volk hat gewählt und gesagt nicht mehr in der Eu bleiben zu wollen. Das ist eben das Ergebnis von Volksbefragungen. Nicht nur beim Brexit. Da wackelt meist der Schwanz mit dem Hund. Darum lehne ich das ab. Aber hier völlig egal. Der Engländer will raus also soll er raus. Ende Gelände. Zuviel Blablabla. Kann sich in ein paar Jahren um eine Mitgliedschaft bewerben wenn er mag. Dann aber wie bei allen anderen auch, ohne Sonderrechte!

#4 - 20.10.2018, 19:24 von immerfroh

Zitat von purefrancis
...findet diese beeindruckende Bewegung Gehör bei den politisch Verantwortlichen. Jetzt, da so langsam klar wird, welche Folgen ein Austritt hätte, sollten die Briten richtigerweise eine zweite Chance erhalten, darüber abzustimmen. Das erste Voting bezog sich auf einen Blankoscheck.
Das glauben Sie doch nicht wirklich.
Diese Chance hatte die vermeintliche Mehrheit gegen den Brexit, wenn die vielen Entsetzten dem Votum nicht ferngeblieben wären.
Die Empirenostalgiker werden einem zweiten Versuch keine Chance geben.

#5 - 20.10.2018, 19:25 von Generica

Zitat von purefrancis
Das erste Voting bezog sich auf einen Blankoscheck.
Das erste Voting bezog sich auf eine einzige Sache. Den Austritt aus der EU. Was im Wahlkampf versprochen wurde ist irrelevant. Der Stimmzettel hätte nicht einfacher gestaltet sein können: Gehen oder Bleiben. Und die Vorstellung, dass man selbst jetzt die Folgen des Austritts vorhersagen kann ist meiner Meinung nach absurd.

#6 - 20.10.2018, 19:27 von 28zwei27

Lustig, wenn nun auch Deutsche nach einer neuen Wahl schreien - selbst aber jede Abstimmung über europäische Belange mit dem Hinweis auf die 5 Jahre gültige, einmalig Stimmabgabe abwiegeln.
Demokratieverständnis Fehlanzeige.

#7 - 20.10.2018, 19:36 von axelsius

Ein Verbleib der Briten in der EU

wäre sehr zu begrüßen, jedoch sollten die durch Thatcher ausgehandelten Vergünstigungen (Britenrabatt) nun endlich hinfällig werden.

#8 - 20.10.2018, 19:37 von Profdoc1

Blankocheque, #1

Das genau ist das Wort, dass ein britischer Kollege in einem Meeting vorgestern Abend in Norrköping/Schweden benutzte. Warum ich das schreibe? Weil viele Briten mittlerweile völlig verzweifen an der Tory-Regierung. Unter Cameron haben sie der Regierung und den Brexit-Versprechungen, sekundiert durch UKIP, geglaubt - politisch eher uninformiert wie der gemeine Brite eben so ist. Nun, nachdem viele erst jetzt verstehen, was das bedeutet, gehen vielen Bürger einige Lampen an. Gut so!
Zurückgefolgen bin ich übrigens mit 'bmi regional'. Oftflieger kennen das Unternehmen aus Manchester. Neben einigen Airports in UK, werden im Wesentlichen Airports auf dem Kontinent angeflogen - eindeutig die Mehrheit. Nach einem ungeordneten Brexit kann bmi die Tür zumachen und Lufthansa sucht sich einen neuen Code-Share-Partner für Skandinavien. Bekloppt!
Ich hoffe, dass insbesondere die jungen Briten wachwerden, denn es geht um ihre Zukunft im internationalen Kontext und nicht darum ein paar Konservative von 'Britannia rules the waves' träumen zu lassen.
Deshalb: Exit from Brexit!

#9 - 20.10.2018, 19:42 von pepe-b

@ brocki68

Sie haben aber schon mitbekommen, dass hier nicht Spiegel Online auf die Straße gegangen ist und vom Exit vom Brexit spricht, sondern dass da 500.000 Briten auf die Straße gegangen sind?

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